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Samuel Koch: Kritik an deutschen Medien

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Schweizer Paraplegiker-Zentrum
Schweizer Paraplegiker-Zentrum

Der Geschäftsführer des Paraplegiker-Zentrums in Nottwil, Beat Villiger, beklagte in einem Videointerview der Gratiszeitung „20 minuten“ die aggressive Haltung der deutschen Presse.

In diesem Schweizer Zentrum wird „Wetten, dass“-Kandidat Samuel Koch behandelt.

Aggressive Mitarbeiter der deutschen Medien machen es dem Personal schwer, den Patienten Koch zu betreuen, so Villiger. Obwohl dort schon viele Spitzensportler betreut worden seien, übertreffe der aktuelle Rummel „alles, was ich bisher erlebt habe“, legte der Geschäftsführer nach.

Nach Bekanntgabe der Verlegung Kochs ins Schweizerische Nottwil seien nur wenige Stunden vergangen, bis das erste deutsche Kamerateam vor Ort war. „Seither werden es immer mehr“, beklagte Beat Villiger.

Die Medienarbeit sei sehr anspruchsvoll. Nicht nur, dass das Telefon permanent klingele, es sei auch die Art und Weise der Medien für Schweizer Verhältnisse ungewöhnlich. „Die deutschen Medien sind aggressiver als die Einheimischen“, sagte Beat Villiger. Es seien wohl auch Klinikmitarbeiter bedroht worden.

Man befürchtet, dass als Personal verkleidete Journalisten auf die Intensivstation gelangen könnten und hat daher einen Sicherheitsdienst beauftragt, vor der Station Präsenz zu zeigen.

Die Familie von Samuel Koch, die ebenfalls zur Zeit in Nottwil ist, muss vor den Medien geschützt werden. „Wir mussten sie bereits dreimal umplatzieren“, sagte der Geschäftsführer.

Samuel Koch stürzte schwer, als er in der „Wetten, dass“ Sendung versuchte mit Sprungstelzen fahrende Autos zu überspringen. Kochs Vater hatte den Unfallwagen  gefahren.

In der Düsseldorfer Universitätsklinik war Samuel Koch notoperiert worden. Die Sturzverletzungen an der Halswirbelsäule waren so schwerwiegend, dass sich Lähmungen an Armen, Beinen und dem vegetativen Nervensystem zeigten

Auf einer am Montag einberufenen Pressekonferenz bestätigte der Chefarzt des Paraplegiker-Zentrums in Nottwil die Diagnose der deutschen Kollegen. Dr. Michael Baumberger erklärte, dass sein Patient sein ganzes Leben lang unter den Folgen der Verletzung leiden müsse.

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