Start Reisen und Touristik Saudi-Arabien: Männer zu 30 Peitschenhieben verurteilt

Saudi-Arabien: Männer zu 30 Peitschenhieben verurteilt

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Ein Richter in Saudi-Arabien hat für unseren Kulturkreis ein befremdliches Urteil gefällt und zwei Männer zu einer Strafe von jeweils 30 Peitschenhieben verurteilt, weil die Ehefrau eines der Männer, ihre Augen auf einem Basar in der Öffentlichkeit zeigte.

Die saudische Zeitung „Al – Watan“ berichtete am Dienstag, dass sich ein islamischer Religionspolizist in der Stadt Hail durch die Blicke der Frau, die mit ihrem Ehemann und eines Verwandten des Mannes auf einem Basar unterwegs war, belästigt fühlte.

Er forderte den Mann auf, dafür zu sorgen, dass seine Frau nicht nur ihren Körper, die Haare und das Gesicht mit schwarzen Schleiern bedeckt, sondern auch die Augen.

Der islamische Religionspolizist stach auf den Mann ein, weil er sich weigerte, dem Befehl Folge zu leisten. Vor Gericht rechtfertigte der Religionspolizist sein Vorgehen und behauptete, der Mann hätte ihn geschlagen.

Wegen „unerlaubten Herumlaufens inmitten von Frauen“ verurteilte das Gericht den Ehemann sowie seinen Verwandten zu jeweils dreißig Peitschenhieben. Der Religionspolizist blieb dagegen offenbar trotz des Angriffs ungestraft.

Besonders ungewöhnlich dabei: sogar die Staatsanwaltschaft will das fragwürdige Urteil vor Gericht anfechten.

Zwar müssen sich alle Frauen im Königreich Saudi-Arabien in der Öffentlichkeit in schwarze Kopftücher und bodenlange Gewänder hüllen, aber ein Gesetz, dass die Frauen ihre Augen bedecken müssen, gibt es in Saudi-Arabien allerdings nicht.

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