Start Wirtschaft Schiesser trennt sich von Joop

Schiesser trennt sich von Joop

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Im gegenseitigen Einvernehmen, so heißt es, haben sich die Traditionsfirma Schiesser und der Modedesigner Wolfgang Joop getrennt. Der Unterwäschenhersteller wolle in Zukunft eigene Wege gehen, die Marke sei dank des neu entwickelten Auftritts stark genug, um sich allein behaupten zu können. Dies wurde vom Schiesser Vorstandssprecher Rudolf Bündgen als Grund zur Trennung vom 66-jährigen Joop genannt.

Der Modemacher gab hingegen an, dass er sich von der Zusammenarbeit mit dem Feinripp-Unternehmen zurückziehe, weil er sein angeschlagenes Modelabel Wunderkind sanieren wolle. Dafür bräuchte er all seine Ressourcen, da er sich voll und ganz auf diese Arbeit konzentrieren wolle.

Ende 2010 hatte er zwar noch von einer intensiven Zusammenarbeit gesprochen, bei der er Schiesser als Kreativdirektor für mehrere Jahre beratend unterstützen wolle. Doch das hat nun ein jähes Ende gefunden. Der Potsdamer Modeschöpfer widmet sich nun voll und ganz dem Luxuslabel Wunderkind.

Er hat dem Investoren-Ehepaar Hans-Joachim und Gisa Sander – Kunstsammler und Wella-Erben – seine 65 Prozent Anteile im Wert von 2,95 Millionen Euro wieder abgekauft und ist damit nun wieder alleiniger Besitzer des Potsdamer Modelabels.

Schiesser hat sich nach wirtschaftlich angeschlagenen Zeiten, die im Februar 2009 zur Insolvenz geführt hatten, wieder erholt. Maßgeblich dazu beigetragen, dass das Unternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben konnte, hatte die Eröffnung eines Outlet-Stores auf dem Firmengelände.

Für das zweite Quartal plant die 1875 gegründete Firma in diesem Geschäftsjahr nun sogar den Börsengang. Der Spezialist für Unterwäsche, Bademoden und Sportwäsche hat seinen Firmensitz in Radolfzell hat 1700 Beschäftigte.

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