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Schlechte Nachrichten für Cannabis-Konsumenten

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Die konservative Regierung der Niederlande verschärft erneut ihre Drogenpolitik. Vor einiger Zeit (spreadnews berichtete am 5. August 2011) gab es Pläne, die mehr als 700 Coffeeshops in denen Cannabis legal konsumiert und verkauft werden darf –  zum Beispiel in Maastricht –  an den Stadtrand zu verbannen und nur noch Bürger aus angrenzenden Staaten (Deutschland und Belgien) den Zutritt zu erlauben.

Auch die weiter gehende Einführung einer „Cannabis-Karte“ die als Voraussetzung für den Erwerb erforderlich ist und ausschließlich an niederländische Staatsbürger ausgegeben werden sollte, geht in eine restriktive Richtung. Schon damals gab es Bedenken, dass durch die Verordnung der größte Teil der Konsumenten in die Illegalität getrieben werden.

Die jetzt bekannt gewordenen neusten Bestrebungen zur Kontrolle des Drogenkonsums treffen ebenfalls sofort auf Kritik. Heftig umstritten ist  der Artikel in der Zeitung „de Volkskrant„, die unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, dass Marihuana und Haschisch künftig als illegales Rauschgift eingestuft werden, wenn sie mehr als 15 Prozent des berauschenden Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) enthalte.

Als „undurchführbares“ Vorhaben bezeichnete der Bund der Cannabis-Einzelhändler den Plan der niederländischen Regierung, da die Coffeeshop-Betreiber keinerlei Möglichkeiten hätten, ständig ihre Ware auf THC-Gehalt zu überprüfen.

  • Die in den Niederlanden bei rund 80 Prozent angebotenen Cannabis-Produkte enthielten laut Angaben des in Utrecht ansässigen „Trimbus-Institut für Suchtforschung“ ohnehin mehr als 15 Prozent THC. Das Institut ermittelte Werte von 15 bis 18 Prozent an THC.

Zudem hätten Züchter in den letzten Jahren die THC-Konzentration in Hanfpflanzen gezielt immer weiter erhöht. Als Begründung gaben sie die Nachfrage der Käufer und Konsumenten  nach „starkem Cannabis“ an. Die Zeit der „leichten“ Sorten, die einer derartigen Regelung möglicherweise entsprechen würden, scheint demnach vorbei zu sein.

Nun bleibt es auch in diesem Fall abzuwarten ob die konservative Regierung Zugeständnisse macht, oder sie ihren Plan schnellsmöglich umsetzen werden.

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