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Schlechte Zeiten für Beate Uhse


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Bereits Mitte August dieses Jahres hatte der Erotikartikel-Konzern aus Schleswig-Holstein bekannt gegeben, sich in den roten Zahlen zu befinden. Nun müssen die Flensburger aufgrund des Umsatzrückganges im Versandhandel ihre Jahresprognose erneut nach unten korrigieren. Durch kostenlose Internetangebote habe das Geschäftskonzept an Kunden und damit an Boden verloren.

Für den Zeitraum von Januar bis September 2010 hat Beate Uhse einen Verlust von 8,1 Millionen Euro verzeichnet. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen operativen Verlust in einer Spanne von 13 bis 15 Millionen Euro. Im Versandhandel sanken die Erlöse um knapp neun Millionen auf 68,5 Millionen Euro. Der Vorstand war bislang von einem nur etwa halb so großen Defizit vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwischen 6,5 bis 8,0 Millionen Euro ausgegangen.

Der Konzern verzeichnete in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 Umsatzerlöse in Höhe von 147,1 Mio. Euro, nach 171,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Dem schleswig-holsteinischen Unternehmen sind schon seit Jahren zahlreiche Kunden verloren gegangen, da diese beispielsweise Sexfilme aus dem Internet umsonst runterladen können. Daher ist Beate Uhse seit geraumer Zeit schon darum bemüht, seine Läden umzubauen und dem Klischee des Schmuddelladens zu entfliehen.

Mehr in Richtung Lifestyle soll es in Zukunft gehen. Die ersten Restrukturierungsschritte mit diesen Umbaumaßnahmen haben bereits begonnen. Auch ist geplant, unrentable Filialen zu schließen.

Doch auch diese Sanierungsarbeiten kosten natürlich einiges, was die Bücher unschwer zu erkennen geben werden. Doch der Vorstand und das Management von Beate Uhse haben ein umfassendes Maßnahmenpaket erarbeitet, das den angeschlagenen Konzern wieder auf die richtige Spur bringen und erfolgreich machen soll. Die Leitung kündigte an, bereits in Kürze weitere Details zu den anstehenden Restrukturierungsmaßnahmen bekannt geben zu können.

Der Umsatz des Erotikunternehmens wird zum Jahresende in Höhe von zwischen 194 und 196 Mio. Euro und damit deutlich unterhalb des Vorjahreswertes erwartet. Die Aktie von Beate Uhse notiert derzeit in Frankfurt bei 0,38 Euro.

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