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Schmerzkongress in Mannheim

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In diesem Jahr findet der Deutsche Schmerzkongress unter dem Motto:“Alles multimodal? Chance und Grenzen“ in Mannheim statt. Kongresspräsident ist Professor Dr. Michael Pfingsten von der Schmerzambulanz der Universität Göttingen.

Da nach Ansicht von Michael Pfingsten bei Schmerzpatienten die psychologischen Faktoren in den letzten Jahren nicht ausreichend berücksichtigt wurden, aber bei jeder Therapie berücksichtigt werden müssen, beleuchtet der diesjährige Kongress die Zusammenarbeit von Medizinern, Psychologen, Physiotherapeuten und pflegerischem Personal.

Jeder Schmerzpatient, so die Ansicht des Psychologen, muß die Verantwortung für sich selbst übernehmen. Dazu Michael Pfingsten:Man muß wissen, inwieweit man mit seinem eigenen Verhalten Schmerzen vermeiden kann. Die Menschen sollten akzeptieren, dass bei Schmerzen auch ihr Verhalten und Denken eine Rolle spielt, ohne dass sie sich gleich als verrückt betrachten müssen.

Ein Beispiel für die psychologische Komponente seien etwa Kopfschmerzen: Der Umgang mit anderen Menschen in Konfliktsituationen oder ein Defizit in sozialer Kompetenz verursacht bei Menschen, die so gut wie nie „Nein“ sagen können zu häufigeren Kopfschmerzen, als bei denjenigen, die ihre Position klar behaupten. Die mangelnde Fähigkeit sich klar zu positionieren führt zu einer Überbelastung, in deren Folge die Schmerzen im Laufe der Belastung chronisch werden.

Ein anderes Beispiel seien Rückenschmerzen. „Eine vernünftige körperliche Aktivität“ sei die Basis, damit diese garnicht erst entstünden, sagte Dr. Michael Pfingsten. Eine der Hauptgründe für Arbeitsunfähigkeit sind in Deutschland mittlerweile chronische Rückenschmerzen – aber Schmerzen lassen sich nicht nur medikamentös verhindern, sondern auch durch Entspannungstherapie, Physiotherapie und körperliche Aktivität. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und jeder kann mit Hilfe von Therapeuten mit „seinem“ Schmerz umgehen, so die Überzeugung des Psychologen.

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