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Schmerzmittel ASS vermindert das Krebsrisiko

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Das Schmerzmittel ASS soll jetzt auch das Krebsrisiko senken. Dieser Wirkstoff hat sich nicht nur gegen Kopf-, Rücken- und Zahnschmerzen bewährt, sondert wird auch bei Rheuma und zum Auflösen von Blutgerinnseln eingesetzt. Um einen erneuten Herzinfarkt oder Schlaganfall zu vermeiden, nehmen viele Herzpatienten täglich ASS.

Britische Wissenschaftler haben jetzt heraus gefunden, dass ASS auch das Krebsrisiko vermindere. In acht Studien wurde mit 25.000 Probanden gearbeitet und die Ergebnisse waren sehr eindeutig. Bei den Teilnehmern die fünf Jahre täglich ASS einnahmen, war die Zahl der Todesfälle durch Krebs um 21 Prozent geringer, als bei der Gruppe die Placebos bekommen hatte.

Besonders auffällig war der Zusammenhang zwischen dem Schmerzmittel ASS und Magen-und Darmkrebs, berichten die Forscher. Darmkrebserkrankungen reduzierten sich um 40 Prozent, Luftröhrenkrebs sogar um 60 Prozent. ASS half auch gegen Prostata-, Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Hirntumor und Lungenkrebs waren ebenfalls weniger festgestellt worden. Möglicherweise senkt ASS auch die Gefahr, an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken, dazu reichen die Daten aktuell aber noch nicht aus. Ob der Schutzeffekt größer ist, wenn Menschen ASS ab einem Alter von 45 Jahren dann täglich ASS einnehmen ist noch nicht geklärt.

Warum dieser Wirkstoff diesen positiven Effekt hat, ist noch nicht belegt und wird sicher noch einige Diskussionen hervorrufen. Möglicherweise wird die Entstehung von Prostaglandinen gehemmt. Diese Hormone sind für unsere Entzündungsreaktionen verantwortlich.

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