Start Aktuelles Schwierige Suche nach Jugendrichterin in Berlin vorerst eingestellt

Schwierige Suche nach Jugendrichterin in Berlin vorerst eingestellt

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Die Suche nach der vermissten Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig ist am heutigen Abend vorerst eingestellt worden.
Zuvor hatte die anhaltende Hitze die eingeleiteten Suchmaßnahmen stark behindert. So habe ein Helikopter mit Wärmebildkamera aufgrund der Temperaturen keine brauchbare Arbeit leisten können. Auch Suchhunde konnten jeweils nur in kurzen Zeiträumen von maximal zehn Minuten eingesetzt werden, da andernfalls die ausgetrockneten Schleimhäute keine Spuren mehr erfassen.

Die Richterin war zuletzt am Montagabend gesehen worden, ein Bekannter erstattete am Mittwoch eine Vermisstenanzeige. Als erstes Ergebnis der Suche wurde der Wagen der Jugendrichterin im Berliner Stadtteil Heiligensee sichergestellt. Es habe jedoch dort keine Spuren auf ein Gewaltverbrechen noch Hinweise auf eine mögliche Entführung finden lassen, Meldungen der dpa zufolge wurden dort lediglich ihr Ausweis sowie andere private Dinge gefunden. Auch die nächtliche Suche in einem nahe gelegenen Waldstück am Heiligensee in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag blieb ohne Ergebnis.

Die als Hardlinerin gegenüber jugendlichen Straftätern bekannte Kirsten Heisig war maßgeblich an der Entwicklung des so genannten Neuköllner Modells beteiligt, das zunächst im gleichnamigen Bezirk erprobt wurde und mittlerweile berlinweit Anwendung findet. Es ermöglicht die schnellere Durchführung von Strafen auch bei kleineren Delikten krimineller Jugendlicher. Der zeitliche Zusammenhang zwischen Straftat, Verurteilung und Strafe habe eine stärker abschreckende Wirkung, so der Grundgedanke.

Wann und in welchem Umfang die Suche wieder aufgenommen werden wird, ist bislang noch unklar.