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Servergate: Piratenpartei durch Polizei zeitweise offline

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Überraschend gingen heute die Server der Piratenpartei vom Netz. Betroffen war nicht nicht nur die Webseite der Partei, sondern auch alle weiteren Webdienste wie etwa E-Mail- sowie die zum Jabber-Netzwerk gehörenden Server.

Über den Kurznachrichtendienst Twitter teilte der Parteivorstand wenig später mit, die Abschaltung sei im Rahmen einer Aktion der deutschen Polizei erfolgt, man halte die Allgemeinheit auf dem Laufenden, sobald mehr bekannt werde.

Sofort begann die Gerüchteküche zu brodeln und es ist in Teilen unklar, bei welchen der kursierenden Meldungen es sich um Tatsachen, Spekulationen oder Halbwahrheiten handelt. Bei Twitter überschlagen sich die Meldungen unter dem Tag #Servergate

Spekulationen über Hintergründe der Abschaltung

Bei der durch die Staatsanwaltschaft Darmstadt angeordnete Aktion handele es sich um eine Maßnahme aufgrund eines Rechtshilfeersuchens der französischen Generalstaatsanwaltschaft und richte sich nicht gegen die Partei. Das Bundeskriminalamt erklärte später man habe „strafrechtlich relevantes Material“ gefunden.

Reaktionen der Internetnutzer

Viele Blogger und Netzaktivisten sehen die Abschaltung als überzogene Maßnahme an, die in diesem Umfang unnötig sei und sehen einen Zusammenhang zwischen der kommenden Landtagswahl in Bremen, den bisherigen Wahlerfolgen der Piraten und der heutigen Abschaltung der Server.

Möglicher Gegenschlag von Anonymous Gruppierung

Etwa fünf Stunden später gab es erste Meldungen, sowohl die Webseiten des Bundeskriminalamts bka.de als auch die Webseite polizei.de wären nicht mehr erreichbar. Wenig später wurde bekannt, dass es sich möglicherweise um eine Vergeltungsaktion des Anonymous-Netzwerks gehandelt habe.

Die Gruppierung hatte bereits mehrmals mit Distributed-Denial-of-Service (DDoS) Attacken verschiedene Server angegriffen und überlastet – etwa im Rahmen der „Operation Payback“, mit der unter anderem der Online-Bezahldienst Paypal für das Einfrieren der Spendenkonten für den mutmaßlichen Whistleblower Bradley Manning bestraft werden sollte.

Ab 17:20 Uhr ist die Seite der Partei wieder online.

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