Start Sport Ski Alpin: Erneut Stürze bei der Abfahrt der Herren

Ski Alpin: Erneut Stürze bei der Abfahrt der Herren

638
0
TEILEN

Es ist immer bedauerlich, wenn die Berichterstattung bei sportlichen Events, die eigentlich im Zeichen des fairen Wettkampfs zwischen Athleten stehen sollten, von Meldungen über Unfälle überschattet wird – und doch gibt es auch diesmal Stürze in der Abfahrt zu beklagen.

Beim Abfahrtstraining der Herren in Chamonix stürzte der Österreicher Mario Scheiber bei hoher Geschwindigkeit, schlug mit dem Kopf auf und war  mehrere Minuten bewusstlos.

Er wurde sofort mit dem Helikopter in die Klinik geflogen und ist mittlerweile bei Bewusstsein und ansprechbar. Scheiber erlitt bei dem Sturz einen rechtsseitigen Schlüsselbeinbruch, sowie Brüche des Nasenbeines und der Nasennebenhöhle.

Im Rennen selbst erwischte es dann ebenfalls einen Österreicher. Georg Streitberger stand im Gegensatz zu seinem Landsmann nach dem Sturz wieder auf seinen Beinen und konnte nach einem Gespräch mit Streckenposten allein auf seinen Skiern den Hang ins Ziel abfahren.

Allerdings wird auch Streitberger ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen, da er sich bei seinem Unfall offenbar eine Knieverletzung zugezogen hat.

Doch damit riss die Serie der Stürze an diesem Tag nicht ab. Auch den Kanadier Manuel Osborne-Paradis erwischte es – genau an jener Stelle die zuvor auch Scheiber zum Verhängnis geworden war. Paradis musste ebenfalls mit dem Rettungshelikopter abtransportiert werden.

Der Wettbewerb wurde dennoch fortgesetzt. Der erste Starter dieses Rennens war Dominik Paris aus Italien, der seinen Lauf mit unglaublicher Geschwindigkeit absolvierte und sich damit, vorbei an anderen Spitzenfahrern, zunächst die Führung sichern konnte.

Sowohl Michael Walchhofer als auch Klaus Kröll der als möglicher Favorit gehandelt worden war, versuchten sich an dieser Herausforderung, jedoch gelang es keinem der beiden Österreicher, Paris seine Platzierung streitig zu machen.

Doch dann kam der Schweizer Didier Cuche. Er baute von Zeitnahme zu Zeitnahme seinen Vorsprung aus und lag am Ende 0,67 Sekunden vor dem Italiener.

Während Cuche somit als Sieger aus dem Rennen hervorging, zeigte sich Dominik Paris überglücklich über seinen zweiten Platz, hatte er sich doch nach seinem Lauf gewünscht wenigstens unter die besten 15 zu kommen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here