Start Technik Skype-Ausfall geklärt: Serverüberlastung und Windows-Softwarefehler

Skype-Ausfall geklärt: Serverüberlastung und Windows-Softwarefehler

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Vergangene Woche sahen sich Benutzer des populären VoIP-Dienstes Skype mit einem 24 Stunden andauernden Beinahe-Totalausfall des Internettelefonie-Dienstes konfrontiert, verschiedene Ursachen waren diskutiert und Erklärungsversuche ins Spiel gebracht worden – nun klärt das Unternehmen über die Hintergründe der Störung auf.

Im offiziellen Skype-Blog rekonstruiert Skype-Mitarbeiter Lars Rabbe den Zwischenfall und kommt zu dem Schluss, dass das Zusammenspiel eines Software-Fehlers in der Windows-Version mit der Überlastung von Servern die Ursache für den Ausfall ist.

Zunächst habe es eine Überlastung der Server zur Speicherung nicht zugestellter Offline-Nachrichten gegeben, was die Übertragung auf Windows-Rechner verzögerte, jedoch prinzipiell nicht besonders problematisch ist. Über dessen Ursache machte Skype keine Angaben.

Während die Benutzer anderer Betriebssysteme und Mobilgeräte ebenso wenig von dem Problem betroffen waren wie Windows-Nutzer der aktuellen Version, oder Versionen vor 4.0, stützten die anderen Windows-Versionen aufgrund eines Programmfehlers beim Empfang der entsprechenden Nachrichten ab.

Da die etwa die Hälfte aller Windowsnutzer die alte Version 5.0.0.152 nutzten von denen nach Skype-Angaben rund 40% abstürzten, waren auch 25-30% der so genannten „Supernodes“ vom Ausfall betroffen, was zu einer Überlastung der verbliebenen Serverstruktur führte.

Die Serverlast erhöhte sich zusätzlich durch den nahezu parallelen Versuchen vieler Skype-Nutzer sich erneut mit den Servern zu verbinden.

Erst durch den Einsatz temporärer Supernodes konnte der Dienst wieder aufgenommen werden, so dass zu Weihnachten die Unterstützung durch die zusätzlichen Server nicht mehr benötigt wurde.

Als Reaktion hatte das Unternehmen betroffenen Kunden, die Bezahlangebote des VoIP-Anbieters nutzen, Freiminuten als Entschädigung angeboten.

Gedanken zum Skype-Ausfall: Updates von Software sind für die Stabilität wichtig. Skype hat dies jetzt auf die harte Tour gelernt und erwägt nun eine automatische Aktualisierung einzuführen. Auch die Frage, ob der Software-Fehler schneller gefunden worden wäre, wenn das Programm quelloffen wäre, ist berechtigt,

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