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Stellenabbau bei Daimler


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Obwohl Ende Oktober laut Quartalsbericht der Daimler AG absolut optimistische Prognosen vorausgesagt wurden, stehen nun Arbeitsplatzkürzungen ins Haus des Stuttgarter Autobauers. Mit freiwilligen Abfindungsangeboten will der Automobilkonzern in seiner Pkw-Sparte für Einsparungen sorgen.

Betroffen sind vor allem Mitarbeiter aus der Verwaltung und aus dem Bereich Logistik. Nach Aussage einer Konzernsprecherin seien alle sieben deutschen Mercedes-Benz-Cars-Produktionsstandorte Teil des Programms.

Die Rede sei jedoch lediglich von einer Verschlankung, von einem Programm für einen radikalen Personalabbau könne man laut Daimler in keinster Weise sprechen. Genaue Zahlen darüber, wie vielen Mitarbeitern Abfindungszahlungen angeboten werden, gibt das Unternehmen nicht bekannt.

Bereits seit Anfang dieses Monats bietet Daimler die freiwilligen Abfindungen an. Bis Ende März kommenden Jahres soll das Programm noch andauern. Eine Sprecherin des Gesamtbetriebsrates betonte, es gehe keinesfalls um einen flächendeckenden Abbau von Stellen. So seien Beschäftigte aus den erfolgreichen Bereichen der Produktion überhaupt nicht betroffen. In manchen Einzelfällen und bei gesundheitlichen Problemen von Angestellten trage der Betriebsrat das Konzept der Abfindungen mit. Laut Zahlen von Ende Oktober arbeiten bei Daimler weltweit knapp 260.000 Menschen.

Die Maßnahme der freiwilligen Abfindungen ist bei Daimler kein Novum. Bereits diesen Sommer hatte es ein ähnliches Programm gegeben. Und das, obwohl der Konzern nach der Wirtschaftsflaute in 2009 wieder auf dem aufsteigenden Ast war und ist. Im dritten Quartal stieg der operative Gewinn der Daimler AG vor allem dank der erfolgreichen Geschäfte mit Luxusautos. Im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftete diese Sparte laut Quartalsbericht 2,4 Mrd. Euro. 2009 waren es nur 470 Mio. Euro.

Die Entwicklung liefe grundsätzlich wieder so erfreulich, dass Vorstandschef Dieter Zetsche Ende Oktober angekündigt hatte, dass der Premiumhersteller im Gesamtjahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von mehr als sieben Mrd. Euro einfahren werde.

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