Start Wirtschaft Strompreiserhöhungen erwartet


Strompreiserhöhungen erwartet


759
0
TEILEN

Für 2011 wird ein Anstieg der Strompreise von durchschnittlich 6,9 Prozent erwartet. So teilte das Verbraucherportal Verivox mit, dass diverse Stromversorger ab Januar kommenden Jahres eine ordentliche Erhöhung ihrer Tarife planen. Die Energieunternehmen begründeten ihre Preisstrategie mit den steigenden Abgaben für Ökostrom.

Hohe Kosten für die Förderung von Erneuerbaren Energien sorgten vor wenigen Wochen dafür, dass die Netzbetreiber höhere Abgaben für Ökostrom ankündigten. Nicht überraschend: Die Energieversorger der Nation reagierten ihrerseits mit Tariferhöhungen zum 1. Januar. Insgesamt 27 Unternehmen, darunter auch Deutschlands drittgrößter Energieversorger EnBW mit rund zwei Millionen privaten Stromkunden, argumentierten den Preisanstieg mit der höheren Öko-Abgabe.

Nach Meinung des Verbraucherportals Verivox werden in den kommenden Tagen höchstwahrscheinlich noch weitere Stromanbieter Preiserhöhungen bekanntgeben. Denn die Energieversorger müssen ihre Kunden bis Ende kommender Woche darüber in Kenntnis setzen, wenn sie ihre Preise ab Januar anheben wollen.

Die Produktion von Ökostrom ist in Deutschland aktuell also im vollen Gange. Die EEG-Umlage (EEG steht für „Erneuerbare-Energien-Gesetz“) – auch als Ökostrom-Abgabe bekannt – ist eine Umlage, mit welcher der Ausbau der Erneuerbaren Energien finanziert wird. Da vor allem in den Ausbau der kostenintensiven Stromerzeugung aus Sonnenenergien investiert wird, musste die Umlage aktuell angehoben werden. Nach Berechnungen des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV) macht allein der Ausbau der Solarenergie mittlerweile gut 60 Prozent der gesamten Ökostromförderung aus.

Für erneuerbare Energien, die ins deutsche Netz gelangen, erhält der Stromproduzent eine so genannte Einspeisevergütung. Die Stromanbieter geben diese Umlage direkt an die Kunden weiter: Über Strompreisaufschläge werden alle Verbraucher dazu gebracht, diese Kosten zu übernehmen. Die Abgabe für Ökostrom steigt 2011 um mehr als 70 Prozent von 2,05 Cent auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde.

Doch die Preisvergleichsportale wie Verivox.de oder Toptarif.de raten den Verbrauchern, zu einem günstigeren Anbieter in der eigenen Region zu wechseln. Dies ist unkompliziert und schnell gemacht. Viele Deutsche scheuen diesen Schritt jedoch unbegründeter Weise noch immer. Das kann nun teuer für sie werden! Nach Angaben von Verivox spart ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden durch einen Anbieterwechsel bis zu 200 Euro pro Jahr.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here