Start Panorama Suizid eines Madoff-Sohnes

Suizid eines Madoff-Sohnes

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Mark Madoff – einer der zwei Söhne des Milliardenbetrügers Bernard Madoff – starb in seiner New Yorker Wohnung genau zwei Jahre nachdem er seinen Vater angezeigt hatte. Der Mann ist heute erhängt aufgefunden worden, bei ihm soll sein zweijähriges Kind gewesen sein.

Vor genau zwei Jahren hatten Mark und sein Bruder Andrew die Polizei eingeschaltet, nachdem der Vater ihnen seine Betrügereien gebeichtet haben soll. Der Finanzschwindler hatte ein Schneeballsystem mit gewaltigem Ausmaß errichtet: mehr als 60 Milliarden US-Dollar sollte Madoffs Unternehmen wert sein, tatsächlich war jedoch fast nichts von dem Geld da.
Die Firma sammelte Geld von Investoren und legte diese nicht wie versprochen an, sondern zahlte damit lediglich die Gewinne der Anleger aus. Da immer neue Investoren gefunden wurden, wucherte das Unternehmen schier unendlich. Der Schaden beläuft sich mit Krediten auf 65 Milliarden US-Dollar und ist damit der größte Wirtschaftsbetrug der Geschichte.
Bernard Madoff wurde im Juni letzen Jahres zu einer Strafe von 150 Jahren Haft verurteilt.

Am heutigen Tag lief die Frist des Madoff-Treuhänders ab, von mutmaßlichen Nutznießern des Betruges Geld zurückzufordern. Der Insolvenzverwalter hatte der Familie mehrfach Mitwisserschaft vorgeworfen und mehr als 100 Klagen eingereicht, um möglichst viel Geld für die Madoff-Opfer zu sammeln, unter Anderem gegen das Londoner Büro in dem die Brüder sowie ein Onkel arbeiteten. Gegen die Söhne laufen strafrechtliche Ermittlungen, eine Anklage ist bisher jedoch nicht erhoben worden.

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