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Arbeitslosigkeit

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Offizielles Standardfoto des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi (Foto: TEPCO)

Offizielles Standardfoto des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi (Foto: TEPCO)

AKW Fukushima: Arbeiten und Auswirkungen (Foto: TEPCO)

Mit dem nahenden Jahrestag findet das Thema Fukushima aktuell wieder in die Medien zurück. Mindestens ebenso interessant was an der Anlage geschah ist jedoch, wie sich die Katastrophe am Kernkraftwerk Fukushima heute auf das Leben der Menschen auswirkt.

Deshalb sind heute nicht nur Arbeiten am AKW von Interesse, sondern auch die Suche nach einer Lösung des Lagerungsproblems kontaminierter Abfälle, die gesellschaftlichen Probleme durch die Krise und die Sicherheit von Gebäuden. Neben den Fukushima News also erneut einige interessante Themen.

Hinweis: Welche Zustände in den Präfekturen zu Beginn der Krise herrschten und wie Retter vor Ort diese erlebten, wird Inhalt einer Artikelserie sein, in der ein Katastrophenhelfer sowohl von seinen Erfahrungen berichtet, als auch mit einigen Mythen zur Katastrophenhilfe aufräumen wird. Die Serie wird anlässlich des Jahrestags  am 11. März beginnen.

Einzelheiten jetzt wie üblich im Spreadnews Japan-Ticker vom 8. März 2013

Unsere Meldungen zum Wochenende:

  • Schließung von Entlüftungsloch an Fukushima-Reaktor begonnen
  • Kandidaten für Zwischenlager werden vorgeprüft
  • Erdbebenchecks für alte Gebäude geplant
  • Über 1100 Bankrottfälle und hohe Arbeitslosigkeit nach Tohoku-Katastrophen
  • Computer mit Daten des AKW Fugen gestohlen


Schließung von Entlüftungsloch an Fukushima-Reaktor begonnen:
Nachdem am 18. März 2011 an Fukushima-Reaktor 6 eine Öffnung in die Decke gebohrt worden war, um eine Wasserstoffexplosion zu verhindern, wurde schließlich der stabile Zustand des Cold Shutdown am Reaktor erreicht und die Situation unter Kontrolle gebracht.

Aus diesem Grund wurde heute mit den Arbeiten zur Schließung der Öffnung begonnen, um das Gebäude so luftdicht wie möglich zu halten, teilte der Kraftwerksbetreiber TEPCO am heutigen Freitag mit.

Kandidaten für Zwischenlager werden vorgeprüft: Umweltminister Nobuteru Ishihara teilte mit, sein Ministerium habe an Plätzen, die als künftige Standorte für Lager radioaktiv kontaminierten Erdreichs dienen könnten, mit ersten Voruntersuchungen begonnen.
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Nun plane man, die Verhandlungen mit den Besitzern von Landflächen, sowie den örtlichen Gemeinden in Kürze beenden zu können und mit umfangreicheren Untersuchungen, wie etwa Bohrmaßnahmen im Erdreich, zur Untersuchungen des Grundwassers und geologischer Gegebenheiten zu beginnen.

Die Untersuchungen wurden vergangene Woche an zwei Unternehmen ausgelagert, so dass nun potentielle Standorte in den Ortschaften Futaba, Okuma und Naraha auf ihre Tauglichkeit als künftiges Lager geprüft werden können. Die beiden Unternehmen wollen am 31. Mai 2013 ihre Untersuchungsberichte vorlegen, berichtet die jiji.

Einwohner der Orte stehen dem Bau der Anlagen weiterhin ablehnend gegenüber.

Erdbebenchecks für alte Gebäude geplant: Das Kabinett stimmte heute einem Gesetz zu, das vorsieht, große Gebäude, darunter Kaufhäuser, Schulen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, die vor den verschärften Erdbebenstandards von 1981 gebaut wurden, bis 2015 auf ihre seismische Stabilität prüfen zu lassen.

Zerstörtes Gebäude nach den Tohoku-Katastrophen (Foto; Andreas Teichert/DTRG e.V.)

Gebäudeschäden nach den Tohoku-Katastrophen (Foto; Andreas Teichert/DTRG e.V.)

Das Gesetz sieht die Bekanntgabe der Ergebnisse anhand von Berichten der Immobilienbesitzer vor. Das Ministerium für Infrastruktur sieht sich jedoch bedenken gegenüber, eine Bekanntgabe vor der Durchführung von Nachbesserungen, könnte bei einigen Geschäftszweigen, etwa im Hotelgewerbe, zu Umsatzeinbußen führen.

Die Weigerung,  angeordnete Sicherheitsarbeiten nachzuholen, oder die Vorlegung gefälschter Berichte, kann nach Angaben der Kyodo mit Geldstrafen von bis zu einer Million Yen geahndet werden.

Über 1100 Bankrottfälle und hohe Arbeitslosigkeit nach Tohoku-Katastrophen: Das private Kreditforschungsinstitut Teikoku Databank kommt zu dem Schluss, dass in den vergangenen zwei Jahren seit den Tohoku-Katastrophen insgesamt 1.139 Unternehmen in Japan Konkurs anmelden mussten. Die Schulden belaufen sich auf 1.312,2 Milliarden Yen.

Sendai: Zerstörtes Fahrzeug (Copyright: Andreas Teichert, DTRG e.V.)

Sendai: Nicht nur Fahrzeuge wurden zerstört (Copyright: Andreas Teichert, DTRG e.V.)

Ursächlich waren die Zerstörungen von Unternehmensgebäuden und der Rückgang von Verkäufen nach den Katastrophen. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum nach dem Hanshin-Großbeben von 1995, liegt die Zahl der bankrottierenden Unternehmen um das 3,4-fache höher und auch die finanziellen Belastungen sind 14 mal höher als beim Hanshin-Erdbeben.

Die Region Tokyo weist mit 297 Fällen die höchste Rate an Konkurse auf. In den drei Katastrophenpräfekturen Miyagi (74 Fälle),  Fukushima (45 Fälle) und Iwate (21 Fälle) kam es insgesamt zu 140 Fällen, so die Zahlen des Unternehmens, die von der jiji vorgestellt wurden.

Auch die Arbeitslosigkeit ist in den Katastrophenpräfekturen ein besonderes Problem, wie aus einem Regierungsbericht hervorgeht. Von den offiziell 2.594.000 Arbeitskräften verloren 81.400 Personen aufgrund direkter Folgen der Katastrophen den Arbeitsplatz, heisst es etwa unter anderem von der Kyodo.

Grundlage des Berichts sind die Befragungen von etwa 60.000 Einwohnern über 15 Jahren. Aus ihm geht auch hervor, dass etwa 42,6 Prozent der Einwohner der drei am schwersten getroffenen Präfekturen arbeitslos sind, was mit Stand vom 1. Oktober 2012 insgesamt 33.600 Personen entspricht.

Die höchste Arbeitslosigkeit bestand demnach in der Präfektur Miyagi (39.100 Personen), gefolgt von der Präfektur Fukushima (28.500 Personen) und Iwate (13.700). Mittlerweile (Stand Oktober 2012) haben insgesamt 47.800 Personen wieder eine Beschäftigung gefunden.

Die Mehrzahl sind dabei jedoch unregelmäßig Beschäftige (26.900) während die Zahl der dauerhaft Beschäftigten geringer ist (18.700 Beschäftigte).

Computer mit Daten des AKW Fugen gestohlen: Wie die Japanische Atomenergiebehörde (JAEA) mitteilte, wurden zwei Computer aus einem Büro der Behörde im Tsuruga (Präf. Fukui) gestohlen. Die Geräte enthalten über den altersbedingten Verfall des Forschungsreaktors Fugen, der gegenwärtig in der Vorbereitung zur Stilllegung ist.

Allerdings sind die betreffenden Daten nicht für die JAEA verloren, da sich einer Meldung der Kyodo zufolge, identische Daten auch auf anderen Rechner befinden. Polizeiliche Ermittlungen wurden bereits eingeleitet.

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Straße in Onagawa, Präf. Miyagi (Foto: youngfield cc-by)

Straße in Onagawa, Präf. Miyagi (Foto: youngfield cc-by)

Wirtschaftliche Katastrophenschäden werden jetzt ebenfalls angepackt (Foto: youngfield cc-by)

Am Wochenende kam es erfreulicherweise zu keinen gravierenden Störfällen am AKW Fukushima Daiichi. Doch ganz ohne Schaden gingen die letzten Tage nicht vorüber, so dass vom AKW Fukushima aktuell wieder einmal Einspeisungsprobleme gemeldet werden.

Tatsächlich gibt es aus der Präfektur Fukushima heute ebenso wie aus anderen betroffenen Präfekturen eher positive Nachrichten zu hören.

Unschön bleibt jedoch weiterhin der Streit um die Inselketten. Somit also neben Fukushima News auch heute wieder interessante Meldungen, im Spreadnews Japan-Ticker vom 22. Oktober 2012.

Unsere Themen zu Wochenbeginn

  • Erneut Anpassungen von Reaktor-Wasserstand  erforderlich
  • Mutierte weiße Königskrabbe in Aquarium geliefert
  • Arbeitsstellen für Fukushima-Flüchtlinge geplant
  • Ballon bringt Freude zu Katastrophenopfern
  • Erstmals Fischfestival nach Tsunami
  • Kaiserin Michiko mit Geburtstag
  • China provoziert erneut mit Senkaku-Grenzgebietaktionen
    • Japan und USA verzichten auf Inseleroberungs-Manöver
    • Erstmals wieder Chinas Schiffe in Grenzgebiet
    • China mit Militärmanöver zur See
    • Taiwan erklärt Senkaku zu Staatsgebiet
    • Okinawa-Polizei fordert Senkaku-Hilfe
    • Keine EU-Zusagen für Japans Senkaku-Politik
    • Chinas Führung vermied Senkaku-Frage bei US-Gesprächen

Arbeitsstellen für Fukushima-Flüchtlinge geplant: Japans Ministerium für Arbeit will mit Beginn des Fiskaljahres durch die Förderung von Jobsucheangeboten in acht Gemeinden den Opfern der Fukushima-Katastrophe dabei helfen, in ihrem alten Wohnort wieder eine Anstellung zu finden.

Die Finanzmittel, die den Städten Minamisoma und Tamura ebenso zukommen sollen, wie den Orten Hirono, Kawamata, Namie und Naraha und den Dörfern Katsurao und Kawauchi, sollen zur Kostenabdeckung für Weiterbildungsmaßnahmen und Umschulungen, etwa bei Landwirten, die nun in ein Angestelltenverhältnis wechseln wollen, dienen.

Wie die jiji meldet ist ein weiterer wichtiger Punkt die Unterstützung von örtlichen Betrieben, die nach Bewerbern suchen.

Erneut Anpassungen von Reaktor-Wasserstand  erforderlich: Nachdem es am Samstag an zwei Reaktoren erneut zu einem Abfall der Menge bei der Wassereinspeisung gekommen war, mussten die Werte wieder einmal angepasst werden. In der Vergangenheit war es auch zur Unterschreitung einer kritischen Menge gekommen.

Am Samstag  10:54 Uhr wurde die Wassereinspeisung an Reaktor 1 wie folgt angepasst:

  • Speisewasserzufluß: Von 2,6m auf 3,0 Kubikmeter pro Stunde
  • Reaktor-Kernsprühsystem: Von 1,9 auf 2,0 Kubikmeter pro Stunde

Am selben Tag musste auch an Fukushima-Reaktor 3 die Wassereinspeisung erhöht werden.

  • Speisewasserzufluss:  Von 1,8 auf 2,0 Kubikmeter pro Stunde
  • Reaktor-Kernsprühsystem: Von 1,3 auf 4,5 Kubikmeter pro Stunde

Mutierte weiße Königskrabbe in Aquarium geliefert:  Am Sonntag berichtete die Mainichi Shimbun über eine Königskrabbe in einem Aquarium in Wakkanai (Präf. Hokkaido). Das besondere an dem, bereits am 10. Oktober entdeckten Tier, ist seine Farbe: Statt der sonst üblichen rötlichen Färbung weist die Krabbe eine weiße Farbe auf, berichtet die Mainichi Shimbun.

Das weibliche Tier, das etwa zwei Kilogramm wiegt und bei ausgestreckten Beinen fast einen Meter Breite vorweisen kann, war ursprünglich in eine Fabrik zur Verarbeitung von Meeresprodukten geliefert worden. Das Aquarium, das die Krabbe Ende des Monats als Attraktion auch den Besuchern präsentieren will erklärte, dies sei ihr erster Fall eines weißen Exemplars.

Die Farbgebung bietet für Atomkraftgegner allen Anlass zur Spekulation, werden doch derartige Albino-Mutationen von ihnen mit der Strahlungshöhe durch Kernkraftwerke in Verbindung gebracht.

Ballon bringt Freude zu Katastrophenopfern: Am 23. September hatten Kinder der Hizumi-Vorschule in Yanai (Präf. Yamaguchi) etwa 450 Ballons steigen gelassen, an denen kurze Wünsche befestigt waren. Dies ist eine dort jährlich durchgeführte Tradition. Doch diesmal erhielten sie erstmals Rückantwort aus der Katastrophenregion Tohoku.

Am folgenden Morgen entdeckte die 63 Jahre alte Sachiko Hatakeyama in Ichinoseki (Präf. Iwate), etwa 1.000 Kilometer entfernt, einen derartigen Ballon mit der Botschaft, das jeder Mensch in einer Familie fröhlich sein sollte. Dazu hatten sie und ihr 67 Jahre alter Ehemann Mitsuru allerdings zuletzt keinen Anlass gehabt – zerstörte doch die Fukushima-Katastrophe praktisch ihr bisheriges Leben.

Das Ehepaar musste infolge der Strahlungsmessung die Rinderzucht aufgeben und plante, in kommendem Jahr noch die letzten Rinder zu verkaufen. Der Ballon habe sie jedoch wieder ermutigt und in einem Brief an die Schüler, der am 4. Oktober einging, bedankten sie sich. Man bleibe nun in Kontakt und plane auch einen Besuch, meldet die Yomiuri Shimbun am heutigen Montag.

Erstmals Fischfestival nach Tsunami: Nach zwei Jahren fand am gestrigen Sonntag wieder das traditionelle Fischverkaufsfestival in Ishinomaki statt. Im vergangenen Jahr war das Event aufgrund der Tohoku-Katastrophen abgesagt worden. Dennoch sind einem Bericht der NHK zufolge, die Spuren noch sichtbar.

Trotz der gemeinsamen Bemühungen von Gemeindeverwaltung und des Fischmarktes, waren im Vergleich mit dem Festival vor zwei Jahren, lediglich ein Sechstel der Unternehmen präsent, da viele Betriebe noch der Neueröffnung harren. Man hoffe jedoch, bereits im kommenden Jahr wieder zu alter Größe zurückzufinden.

Kaiserin Michiko mit Geburtstag: Anlässlich ihrer 78. Geburtstages am Samstag, drückte die Gemahlin des Tenno ihren Wunsch aus, künftig mehr als zuvor auf dessen Gesundheit zu achten. Zuletzt hatte er sich einer Bypass-Operation unterziehen müssen (Spreadnews berichtete).

Japans Kaiserin Michiko im Jahr 2011 (Foto: Kunaicho - Kaiserliches Hofamt)

Japans Kaiserin Michiko im Jahr 2011 (Foto: Kaiserliches Hofamt)

Zu ihrer eigenen Gesundheit befragt, berichtete sie von gelegentlichen Unpässlichkeiten und Schmerzen.

Auch habe sie in letzter Zeit größeres Unwohlsein und vor allem Schmerzen im unteren Rückenbereich verspürt.

Von Seiten des kaiserlichen Hofamtes heisst es gan allgemein, sie solle sich mehr schonen. Gemeinsam mit dem Tenno unternimmt sie Spaziergänge zur Stärkung der Gesundheit.

Zum Thema berichteten anlässlich des Geburtstags etwa Asahi Shimbun und Kyodo.

China provoziert erneut mit Senkaku-Grenzgebietaktion: Während die USA und Japan jetzt auf Handlungen, die als Provokation verstanden werden könnten verzichten, demonstriert China mit erneuter Präsenz im Grenzgebiet wieder die klassische totalitär-kommunistische Holzhammer-Diplomatie. Die neusten Meldung jetzt im Überblick:

Japan und USA verzichten auf Inseleroberungs-Manöver: Am Freitag hiess es aus politischen Kreisen, die Regierungen beider Länder seien übereingekommen, das auf der Insel Irisunajima geplante Militärmanöver nicht durchzuführen. Sowohl die Vermeidung einer Provokation, als auch der Widerstand einer Nachbarinsel aufgrund von aktuellen Vergewaltigungsvorwürfen gegen US-Soldaten sind die dahinter stehenden Gründe.

Schiff der japanischen Küstenwache (Foto: pd)

Japans Küstenwache meldet erneut Sichtungen chinesischer Schiffe (Foto: pd)

Erstmals wieder Chinas Schiffe in Grenzgebiet: Zum ersten Mal seit dem 10. Oktober wurden am Samstag wieder chinesische Schiffe im Grenzgebiet zu Japan gesichtet. Zwischen 6:40 Uhr und 7:05 Uhr befanden sich vier Marineschiffe in der Grenzzone zu Japan. Gegen 9:30 Uhr wurde zudem ein Boot der Fischereibehörde gesichtet.

Warnungen vor einer drohenden Verletzung japanischen Territoriums wurde mit der bereits bekannten Propaganda beantwortet. Die Aktion setzte sich auch am Sonntag fort.

China mit Militärmanöver zur See:
Chinesische Medien berichteten, am Samstag seien sieben chinesische Schiffe nach einem 17 Tage dauernden Manöver in der Nähe der umstrittenen Inseln in einen Militärhafen zurückgekehrt. Zum Manöver  hätten Anti-Piraterie-Übungen und Rettungsaktionen gehört.

Taiwan erklärt Senkaku zu Staatsgebiet: Mit einer entsprechenden Resolution vom Freitag, hat Taiwan nun das seit den 1970ern behauptete Eigentumsrecht auf die Senkaku-Inseln auch politisch festgelegt.

Japan und Taiwan wollen über Fischereirechte sprechen: Beide Staaten planen, ihre Gespräche zur Verteilung der Fischereirechte frühestens November wieder aufzunehmen. Taiwans Regierung bemüht sich, entgegen den Forderungen der VR China, um  gute Beziehungen zu Japan und den USA, da dies die Unabhängigkeit von der Volksrepublik stärkt. Ein gemeinsames Vorgehen gegen Japan könnte als Bereitschaft zur Eingliederung in die VR missverstanden werden.

Okinawa-Polizei fordert Senkaku-Hilfe: Nach einer entsprechenden Bitte der Präfekturpolizei Okinawa. hat die Nationale Polizeibehörde am Sonntag Beamte aus den Präfekturen Kanagawa and Osaka angewiesen, bei der Kontrolle der Senkaku-Inseln die Küstenwache zu unterstützen.

Keine EU-Zusagen für Japans Senkaku-Politik: Die Besuche von Japans Außenminister Koichiro Gemba bei seinen europäischen Kollegen in Großbritannien, Frankreich und Deutschland führten zu keiner definitiven Unterstützungszusage. Gemba hatte die Reise nach der wenig subtilen chinesischen Zeitungspropaganda in den USA unternommen.

Die europäischen Regierungsvertreter stimmten mit Japan darin überein, den Inselkonflikt friedlich zu lösen, was nicht zuletzt aufgrund der immer wiederkehrenden Militäraktionen von Japans Nachbarn  erschwert wird. Einzelheiten wurden jedoch nicht bekannt, verbindliche Zusagen gab es jedoch offenbar nicht.

Chinas Führung vermied Senkaku-Frage bei US-Gesprächen: Chinas Führung hatte bei  Gesprächen mit US-Außenministerin Hillary Clinton, die im September stattfanden, die Senkaku-Angelegenheit nicht als nationales Hauptinteresse benannt – offenbar in einem Versuch, diplomatische Spannungen mit den USA zu vermeiden.

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Die Reaktoren 1 und 1 des AKW Fukushima (Foto: TEPCO)

Die Reaktoren 1 und 1 des AKW Fukushima

AKW Fukushima: Weiterhin Probleme mit Stickstoffzufuhr( Foto: TEPCO)

Der Unglückstag Freitag der 13. brachte Norkoreas Raketenstart in der Tat wenig Glück, doch obwohl die Rakete auseinanderfiel noch bevor sie das All erreichte, sind nun viele Staaten über den erwarteten Atomtest besorgt, der bislang stets nach einem Raketenabschuss erfolgte.

Wenn dagegen vom AKW Fukushima aktuell erneut Probleme bei der Einspeisung von Stickstoff gemeldet werden, so scheint dies zu einer gefährlichen Routine zu werden. Doch neben diesen Fukushima News berichten wir auch über die Kontamination von Tee und dies wie üblich im Spreadnews Japan-Ticker vom 13. April 2012.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Erneutes Aussetzen der Stickstoff-Einspeisung
  • Yacón-Tee aus Miyagi stark radioaktiv belastet
  • Weiteres Ministertreffen zum Neustart des AKW Oi
  • Arbeitslosigkeit unter Flüchtlingen weiter hoch
  • Weitere Beobachtung der Giftgas-Sekte notwendig

Erneutes Aussetzen der Stickstoff-Einspeisung: Wie TEPCO, der Betreiber des durch eine Nuklearkatastrophe beschädigten AKW Fukushima Daiichi, am heutigen Freitag berichtete, kam es nach 1:00 Uhr Morgens zu einem kurzzeitigen Stopp bei der Einspeisung von Stickstoff in die Reaktoren des AKW.

Es handelt sich damit bereits um den vierten Fall seit März, bei dem die Zufuhr von Stickstoff, der dazu dient, die Ansammlung von explosionsgefährdetem Wasserstoff zu verhindern, ausfiel. Im aktuellen Fall habe man gegen 10:00 Uhr ein Ersatzsystem einsetzen können, es sei zu keinen wahrnehmbaren Änderungen in der Konzentration von Wasserstoff während des temporären Stopps gekommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Yacón-Tee aus Miyagi stark radioaktiv belastet: Am gestrigen Donnerstag teilte die Leitung der Präfektur Miyagi, das im Yacón Tee des Herstellers  GOLDrand in der Präfektur eine Belastung mit radioaktivem Cäsium in Höhe von 17.200 Becquerel pro Kilogramm  festgestellt wurde, die somit 172 mal höher ist als der gesetzlich zugelassene Grenzwert von 100 Becquerel pro Kilogramm.

Die in der Stadt Zao angebaute Pflanze, die ursprünglich aus den Hochanden Südamerikas stammt und deren Zubereitung als Tee den Blutzuckerspiegel senken soll und bei Menschen mit Diabetes gefragt ist, war im Mai vergangenen Jahres ausgesät worden. Der Hersteller habe die Präfekturleitung nach einem freiwillig durchgeführten Test in einem Privatlabor vergangenen Monat, über die radioaktive Kontamination informiert.

Bislang sind nach Angaben von Präfektur und Hersteller bislang 1.100 Packungen über das Internet und in Läden verkauft worden. Man habe bereits freiwillig eine Rückrufaktion gestartet.

Gegenüber der Asahi Shimbun erklärte Yoji Sakai, Präsident des Unternehmens GOLDrand, man habe das Produkt testen lassen, da der Fukushima-Betreiber TEPCO erklärt hatte, der Energiekonzern werde ohne Ergebnisse von Strahlungstests keine Enschädigungszahlungen leisten. Aus Besorgnis habe er sich dann an die Präfekturleitung gewandt. Die kündigte an, man werde auch ein ähnliches Produkt eines anderen Herstellers im südlichen Teil der Präfektur testen.

Nach Angaben von Michiaki Kai, Professor für Strahlenschutz an der Universität für Pflege und Gesundheitswissenschaften besteht keine unmittelbare Gesundheitsgefahr. Nach dem Konsum sei der Tee unschädlich. Dennoch gelte es wachsam im Bezug auf Waren aus landwirtschaftlichen Produkten zu sein, die gegen September letzten Jahres geerntet wurden.

Weiteres Ministertreffen zum Neustart des AKW Oi: Zum sechsten Mal in diesem Monat trafen sich Premierminister Yoshihiko Noda und drei weitere Minister am heutigen Freitag, um den möglichen Neustart von zwei Reaktoren am AKW Oi (Präf. Fukui) zu beraten. Bereits am Montag hatte man sich darauf geeinigt, dass die Reaktoren grundsätzlich den Sicherheitststandards der Regierung entsprechen. Es fehlt jedoch noch eine offizielle Bestätigung, dass die Anlagen tatsächlich auch sicher genug für einen Weiterbetrieb sind. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Unterdessen verurteilt Yuhei Sato, Gouverneut der Präfektur Fukushima die Pläne zu einem Neustart. Dieser beruhe nur auf politischen  Erwägungen. Es sei fraglich, ob die Regierung wirklich die Schwere eines Atomunfalls nachvollziehen könnten, berichtet die Asahi Shimbun. Auch in der Meldung der Mainichi Shimbun heisst es, Sato kritisiere, dass derartige Dinge diskutiert würden, obwohl nicht einmal die Untersuchungen am AKW Fukushima Daiichi abgeschlossen seien und man praktisch täglich von Problemen dort höre.

Arbeitslosigkeit unter Flüchtlingen weiter hoch: Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit werden oft in einem Satz genannt, doch zumindest in Japan gehen beide zumindest statistisch getrennte Wege. Während laut einer Meldung der jiji die Zahl der Obdachlosen im Januar 2012 insgesamt 9.576 Personen betrug und damit das erste Mal seit Beginn der Erfassung 2003 auf unter 10.000 Personen sank, ist der Mainichi Shimbun zufolge die Zahl der in Tokyo lebenden Flüchtlinge die nach wie vor ohne Beschäfigung sind, weiterhin hoch.

Regierungsgebäude der Präfektur Tokyo in Shinjuku (Foto: pd)

Regierungsgebäude der Präfektur Tokyo in Shinjuku (Foto: pd)

Eine Untersuchung der Verwaltung der Präfektur Tokyo zeigt zum Thema Arbeitslosigkeit unter Katastrophenflüchtlingen kein gutes Bild. Eine schriftliche Befragung von 3.802 Familienvorständen unter 60 Jahren, die nach den Naturkatastrophen vom März 2011 in Japans Hauptstadt geflüchtet waren, wurde von 1.519 der Haushalte beantwortet. 80 Prozent lebten zum Zeitpunkt der Katastrophe in der Präfektur Fukushima, 13 in der Präfektur Miyagi und 5 in der Präfektur Iwate.

Ergebnis: Das Ergebnis zeigt, dass 32 Prozent der Flüchtlinge in Tokyo ohne Beschäftigung sind. Zu ihrer vorigen beruflichen Situation befragt gab die Hälfte an, Vollzeit gearbeitet zu haben, zehn Prozent erklärten, sie hatten eine Teilzeitbeschäftigung gehabt, während acht Prozent angaben, in kurzfristigem, zeitweisem Arbeitsverhältnis gestanden zu haben. Vor den Naturkatastrophen waren lediglich neun Prozent als arbeitslos registriert.

Ursache: Als Ursache für ihre jetzige Arbeitslosigkeit wurden die Rezession, Schwierigkeit beim finden passender Arbeitstellen und die Unsicherheit möglicherweise in absehbarer Zukunft wieder nach Hause zurückkehren zu können, genannt.

Arbeitssuche: Letzteres hält auch 37 Prozent von der Jobsuche ab, weil man nicht sicher sei, wie lange man am jetzigen Wohnort bleiben, oder weil man zurückkehren wolle. Die Mehrheit, 43 Prozent erklärte jedoch, sie befänden sich bereits auf der Suche nach einem Arbeitsplatz.

Wohnort: Über ihren Verbleib befragt, erklärte die Hälfte der Befragten, dass sie in ihre alten Wohnorte zurückkehren wolle, sobald dies möglich ist, 37 Prozent zogen es vor sich in Tokyo niederzulassen. Hauptgrund der Unsicherheit über eine Rückkehr ist der unbekannte Zeitpunkt, wann die Dekontaminationsarbeiten abgeschlossen sind. Die Personen welche in Tokyo bleiben, gaben als Begründung die Angst vor Strahlungsschäden an.

Weitere Beobachtung der Giftgas-Sekte notwendig: Japans Justizminister Toshio Ogawa teilte anlässlich seines Berichts während des Kabinettstreffens am heutigen Freitag mit, eine weitere Überwachung der Sekte Omu Shinrikyo, die sich unter anderem für die Nervengas-Angriffe auf die Tokyoter U-Bahn im Jahr 1995 verantwortlich zeigt, sei notwendig, da der inhaftierte und zum Tode verurteilte Sektenführer Shoko Asahara (Realname Chizuo Matsumoto) immer noch fast vollständigen Einfluss auf die Mitglieder der Gruppierung habe.

Fahndungsplakat nach Mitgliedern der Aum-Sekte in Tokyo Shinjuku (Foto: KJ)

Fahndungsplakat nach Mitgliedern der Sekte an einer Polizeistation in Tokyo Shinjuku, (Foto: KJ)

Die Gruppierung, die ihren Namen im Jahr 2000 in “Aleph” änderte und sich zu Entschädigungen für Opfer und Hinterbliebene bereit erklärt hatte, lasse seine Anhänger nach wie vor DVDs ansehen, die Asahara/Matsumoto verherrlichten, heisst es in dem Bericht. Im vergangenen Jahr waren dem Dokument zufolge 48 Einrichtungen der Endzeit-Bewegung durch den Geheimdienst PSIA und die Nationale Polizeibehörde überprüft, berichtet die Nachrichtenagentur jiji.

Die zeitlich befristeten Überwachungsbefugnisse durch ein 1999 in Kraft getretenes Gesetz, werden nach Fristablauf immer wieder erneuert. Auch eine Abspaltung des Kults namens “Hikari no Wa” steht unter Beobachtung. Zudem werden einige flüchtige Mitglieder, die im Zusammenhang mit Anschlägen stehen sollen, weiterhin landesweit polizeilich gesucht.

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Die US-Konjunktur erfährt einen erneuten Dämpfer. Gerade gestern wurde aufgrund der enormen Schulden, die die Vereinigten Staaten von Amerika haben, bekanntgegeben, dass die Kreditwürdigkeit der einstigen Supermacht in Frage gestellt wird. Nun wurden am heutigen Freitag aktuelle Zahle zur Arbeitslosigkeit veröffentlicht. Und leider geben auch diese keinen Anlass zur Freude. Mit 13,9 Millionen Arbeitslosen erreicht die US-Arbeitslosenzahl einen erneuten Höchststand.

Dabei sah es eine zeitlang so aus, als würde sich der Jobmarkt auch in den USA wieder etwas erholen. Doch die Rezession scheint hier noch nicht überwunden. Im vergangenen Monat ist die Arbeitslosenquote auf den in diesem Jahr bislang höchsten Wert, auf 9,1 Prozent gestiegen.

Im April lag sie mit 9 Prozent noch etwas darunter. Im Mai, so gab das amerikanische Arbeitsministerium heute bekannt, wurden 54.000 neue Stellen geschaffen und besetzt. Einen solchen geringen Zuwachs hatte es nach Aussage der Experten vor acht Monaten das letzte Mal gegeben.

Noch einen Monat zuvor hatte das Amt bekanntgegeben, dass in der amerikanischen Wirtschaft 232.000 neue Jobs entstanden waren. Doch von diesem Aufschwung ist aktuell nicht mehr die Rede. Die Wirtschaftsfachleute zeigten sich enttäuscht, hatte man doch ein Fortbestehen der dynamischen Entwicklung am US-Arbeitsmarkt erhofft.

Denn in den vergangenen Monaten war die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen kontinuierlich zurückgegangen. Die US-Firmen stellten wieder ein, die Wirtschaft nahm wieder Fahrt auf. Mit dem aktuellen Bericht zeigt sich, dass die USA wirtschaftlich noch nicht stabil sind. Vor allem bei Teenagern und bei Schwarzen liegt die Arbeitslosenquote mit 24,2 Prozent bzw. 16,2 Prozent am höchsten.

Analysten gehen jedoch davon aus, dass es sich lediglich um eine vorübergehende Phase handelt. Sie rechnen damit, dass sich die Zahl der arbeitslosen Amerikaner in den kommenden Monaten wieder nach unten korrigiert.

Gewarnt wird jedoch ausdrücklich davor, dass die US-Regierung um Barack Obama die Staatsverschuldung in den Griff bekommen muss. Von der Regierung initiierte Programme zur Belebung der Wirtschaft kosten viel Geld. Doch wird weiterhin künstlich Geld in das bereits angeschlagene System gepumpt, wird auch die Inflation immer stärker Überhand nehmen. Der wirtschaftliche Teufelskreis kann auf diese Weise in den USA anscheinend nicht mehr durchbrochen werden.

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Der anhaltende Konjunkturaufschwung wirkt sich mittlerweile auch bemerkbar positiv auf den deutschen Arbeitsmarkt aus. Im Oktober ist die Zahl der Arbeitslosen das erste Mal seit 2008  unter die Marke der drei Millionen gefallen.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) vermeldet, dass saisonunbereinigt derzeit 2,945 Millionen Menschen ohne Job registriert seien. Dies sei der niedrigste Wert seit Oktober 1992, als 2,928 Millionen Menschen in Deutschland keine Arbeitsstelle hatten. Auch 2011 soll dieser positive Trend anhalten.

Im Vergleich zum Vormonat ging die Zahl der Arbeitslosen um 86 000 zurück, saisonbereinigt um 3.000. Die Arbeitslosenquote betrug demnach saisonbereinigt 7,5 Prozent. Im September war die Drei-Millionen-Marke mit 3,031 Millionen Arbeitslosen noch knapp überschritten worden.

Für das kommende Jahr gehen Experten davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland nur für kurze Zeit über die Drei-Millionen-Marke steigen wird. Laut der Prognose der Volkswirte deutscher Großbanken werde es zum größten Teil des Jahres 2011 weniger als drei Millionen Jobsucher geben. Dies geht aus einer von der  Nachrichtenagentur dpa durchgeführten Umfrage hervor. Gründe für diese optimistische Vorhersage seien der andauernde Wirtschaftsaufschwung und die gute Auftragslage vieler deutscher Unternehmen.

Auch aus Sicht von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) entwickelt sich der Arbeitsmarkt hervorragend. “Hier handelt es sich nicht um Eintageserfolge, oder Sondereffekte”, so Brüderle.

Die Folgen des Wirtschaftsbooms und der damit einhergehenden guten Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt haben zudem eine positive Auswirkung auf den privaten Konsum. Nach Meinung der Experten gebe es auch keinen Grund zur Annahme, dass sich der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt in entgegensetzter Richtung entwickeln könne. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt geht weiter, er ist selbsttragend.

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