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Herzstillstand

Artikelbild: Herzinfarkt (Foto: pd)

Kurz vor Beginn des Wochenendes, kam am AKW Fukushima heute ein Kraftwerksarbeiter ums Leben und in einem weiteren Fall wurde eine Kontamination festgestellt. Weitere Fukushima News nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 8. August 2014.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Fukushima-Arbeiter gestorben
  • Gesichtskontamination bei AKW-Arbeiter
  • Fischer über Verklappungspläne für kontaminiertes Wasser bestürzt
  • Verstöße gegen Arbeitsschutz bei Dekontaminationsarbeiten
  • AKW Takahama mit fehlerhaften Tsunami-Berechnungen

Fukushima-Arbeiter stirbt an Herzstillstand: Am heutigen Freitag entdeckten Kraftwerksarbeiter gegen 7:45 Uhr den Angestellten eines Partnerunternehmens, der vor dem neuen Verwaltungsgebäude auf dem Boden lag, nachdem er zuvor gestürzt war.

Bei einer Untersuchung im Notfallzentrum wurde ein Herzstillstand festgestellt und um 8:10 Uhr ein Krankenwagen gerufen, der den Patienten in ein Krankenhaus brachte. Von dort wurde um 10:32 Uhr der Tod des Arbeiters bestätigt. Weitere Angaben machte TEPCO nicht.

Ein anderer Kraftwerksarbeiter überlebte einen Herzstillstand im Februar 2013. Im Januar 2012 gab es einen Herzstillstand mit Todesfolge und auch im August 2012 meldete TEPCO diesen medizinischen Notfall von der Anlage.

In der Vergangenheit hatte man hohe Temperaturen und das Alter der Arbeiter als Gründe genannt, ein Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit am AKW dagegen stets bestritten. Kritiker bemängeln, TEPCO lege die Todeszahlen der Arbeiter ohnehin zu niedrig an und gebe Personen, die außerhalb ihrer Arbeitszeit sterben, nicht als offizielle Todesfälle bekannt.

Gesichtskontamination bei AKW-Arbeiter: Gegen 11:30 Uhr wurde bei einer Sicherheitskontrolle die Kontamination der Nasenhöhle und eine Anhaftung von radioaktivem Material im Gesichtsbereich festgestellt. Da die Möglichkeit einer Inkorporation durch die Atmung besteht, wurde eine Untersuchung mit einem Ganzkörperzähler angeordnet.

Der betroffene Arbeiter war mit Kollegen an der Entfernung überflüssiger Kabel im Gebäude von Reaktor 1 beschäftigt.

Kontaminationen dieser Art treten immer wieder auf. So war eine Gesichtskontamination Ende Juli entdeckt worden. Auch in der weiteren Vergangenheit wurden derartige Zwischenfälle gemeldet.

Fischer über Verklappungspläne für kontaminiertes Wasser bestürzt: Bei einem gestrigen Treffen hinter verschlossenen Türen, setzte Kraftwerksbetreiber TEPCO die Mitglieder einer Fischereivereinigung über die jüngsten Pläne der Regierung und des Energiekonzerns in Kenntnis.

Nach der ineffektiven Grundwasserumleitung und der damit verbundenen Verklappung von sauberem Grundwasser aus den Bergen, sollen künftig auch radioaktiv belastetes Grundwasser aus Posten in Reaktornähe und einer Metallbarriere  entlang der Küstenbefestigung zunächst gefiltert und anschließend ebenfalls in den Pazifischen Ozean verklappt werden.

Der Vorsitzende der Fischereivereinigung erklärte gegenüber Journalisten, man sei bestürzt über den Umstand, das gerade einmal drei Monate nach Einführung der Grundwasserumleitung angeblich eine zweite Maßnahme erforderlich sei. Dies bringe das Risiko noch größerer Verbraucherängste und weiterer Einbußen für den Fischfang vor Fukushima. Das berichtete die NHK.

Verstöße gegen Arbeitsschutz bei Dekontaminationsarbeiten: Am gestrigen Donnerstag veröffentlichte das Arbeitsministerium die Zahlen zur Untersuchung von 313 Unternehmen, die mit Dekontaminationsarbeiten in der Präfektur betraut waren. Das Ministerium kommt zu dem Schluss, dass bei 186 Betrieben eine Verletzung der Arbeitsschutzregelungen vorlag. Damit liegt der Anteil der Verstöße bei 59,4 Prozent.

Schutzanzug mit transparenten Dosimetertaschen am 12. Oktober 2012 (Foto: TEPCO)

Schutzanzug mit transparenten Dosimetertaschen am 12. Oktober 2012 (Foto: TEPCO)

Insgesamt wurden 335 Fälle von Verstößen nachgewiesen. Dabei lagen 160 Verstöße gegen Bestimmungen zum Arbeitsplatz und 175 weitere im Bereich Gesundheit und Sicherheit vor. In 25 dieser Fälle lagen Fehler bei der Erfassung externer Strahlungsbelastung vor, was einen Anstieg zum Vorjahr bedeutet.

Die Untersuchung wurde zwischen Januar und Juni durchgeführt. Trotz dieser hohen Zahlen stellt dies im Vergleich zum Vorjahr mit 444 Fällen einen Rückgang dar und auch die Rate der Verstöße sank um 8,6 Prozent.

Das Arbeitsministerium kommt zu dem Schluss, dass die Botschaft der Regelungen mitlerweile bei den Unternehmen angekommen sei. Funde von Arbeitern ohne Dosimeter zeigten jedoch, dass noch kein Grund für Optimismus bestehe. Das melden Präfekturmedien.

AKW Takahama mit fehlherhaften Tsunami-Berechnungen: Wie heute bekannt gegeben wurde, sind Kansai Electric, Betreiber des AKW Takahama (Präf. Fukui), bei der Beurteilung der Anlagensicherheit einige Fehler unterlaufen. Dabei habe man offenbar die Daten zur Höhenberechnung potentieller Tsunami nicht richtig berechnet und zu niedrig angesetzt.

Die Reaktoren 3 und 4 der Anlage Takahama, gelten neben dem Kernkraftwerk Sendai (Präf. Kagoshima), als aussichtsreichste Kandidaten für einen möglichen Neustart. Die Notwendigkeit der Atomaufsichtsbehörde NRA neue Berechnungen vorlegen zu müssen, dürfte den Hoffnungen auf einen schnellen Neustart einen Dämpfer verpasst haben. Das berichtete die Kyodo.

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Fukushima: Material für ärztliche Versorgung im Notfallraum am 6. September 2011 (Foto: TEPCO)

Fukushima: Material für ärztliche Versorgung im Notfallraum am 6. September 2011 (Foto: TEPCO)

AKW Fukushima: Gesundheit von Fukushima-Arbeitern bleibt ein Problem (Foto: TEPCO)

Nach Arbeitsunfällen sind es nun vermehrt unklare Gesundheitsbeschwerden, mit denen sich die Kraftwerksangestellten am AKW Fukushima aktuell konfrontiert sehen.

Waren es unmittelbar nach Beginn der Krise vor allem schwere Kreislaufbeschwerden, wurden sie bei den folgenden Aufräumarbeiten mehrfach Opfer von Arbeitsunfällen.

Auch Todesfälle gab es bereits.

Innerhalb weniger Tage ist der Herzstillstand erneut Thema und in den Fukushima News sind nun auch weitere Gesundheitsbeschwerden aktuell. Mehr zu dem was rund um das AKW Fukushima heute geschah und weitere Themen jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 1. März 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • AKW Fukushima kühler als zuvor
  • Fukushima-Arbeiter nach Herzstillstand gestorben
  • Fukushima-Arbeiter als LKW-Fahrer in Krankenhaus eingeliefert
  •  TEPCO gibt Arbeiter-Strahlungsbelastung für Januar 2013 bekannt
  • Fischereikooperativen akzeptieren AKW-Entschädigung
  • Beschädigte Katastrophenhäuser finden neue Bestimmung
  • Japanischer Evergreen soll auf DVD erscheinen

AKW Fukushima kühler als zuvor: Mit dem größtenteils zerstörten Kraftwerk Fukushima Daiichi geht es abwärts – zumindest was die Temperatur angeht. Das erklärte Takeshi Takahashi, Leiter des Kraftwerks auf einer gestrigen Pressekonferenz im Wiederaufbauzentrum in Naraha (Präf. Fukushima).

Die Zerfallswärme der geschmolzenen Brennelemente sei auf ein Niveau gesunken, das zwischen einem und zwei Zehntausendstel des Werts entspräche, der während des normalen Reaktorbetriebs gemessen würde. Selbst bei einem Ausfall des Kühlsystems bestehe daher kein Grund zur Panik, berichtet die jiji.

Im Bezug auf wichtige Arbeiten für die Stilllegung der Reaktoren, wie etwa die Entfernung von abgebrannten Brennelementen aus Reaktor 4 erklärte Takahashi, er werde bei den Planungen ein besonderes Augenmerk auf nicht vorhersehbare Zwischenfälle, wie etwa ein erneutes Erdbeben haben.

Fukushima-Arbeiter nach Herzstillstand gestorben: Am 25. Februar 2013 hatte der Angestellte eines Partnerunternehmenns in einem Materiallager in der Stadt Hirono über Unwohlsein geklagt und später in das medizinische Zentrum im J-Village gebracht worden.

Dort hatte er einen Herzstillstand erlitten, konnte jedoch erfolgreich reanimiert und in das Krankenhaus Iwaki werden (Spreadnews berichtete). Gestern erhielt TEPCO die Mitteilung, dass der Arbeiter noch am gleichen Tag um 23:32 Uhr von einem Arzt für tot erklärt wurde.

Fukushima-Arbeiter als LKW-Fahrer in Krankenhaus eingeliefert: Erneut musste ein Beschäftigter am Kernkrafwerk Fukushima Daiichi aufgrund gesundheitlicher Probleme in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Zuletzt hatte am Dienstag ein Angestellter einen Herzstillstand erlitten und war am folgenden Tag gestorben.

AKW Fukushima: Notfallraum am 6. September 2011 (Foto: TEPCO)

AKW Fukushima: Arbeiter von Notfallzentrum (o.) aus in Krankenhaus eingeliefert (Symbolfoto: TEPCO)

Im aktuellen Fall berichtete ein Arbeiter, der gegen 8:50 Uhr als Fahrer eines Kipplasters an der Fureai-Kreuzung innerhalb des Kraftwerks unterwegs war, von einem akuten Unwohlsein.

Nach einer medizinischen Untersuchung ordnete ein Arzt im medizinischen Notfallzentrum für die Reaktoren 5 und 6 die Verbringung in ein Krankenhaus an.

Der Arbeiter wurde dann um 9:30 Uhr zur Feuerwehr Tomioka gefahren und von dort mit einem Krankenwagen in das Krankenhaus von Iwaki gebracht, wo man um 11:15 Uhr eintraf. Aufgrund einer weiteren Untersuchung kam man dort zu dem Schluss, den Arbeiter zur Beobachtung einige Tage in der Klinik zu behalten.

Genauere Angaben gab es vom Kraftwerksbetreiber TEPCO bislang nicht, jedoch sei keine  radioaktive Kontamination festgestellt worden.

 TEPCO gibt Arbeiter-Strahlungsbelastung für Januar 2013 bekannt: Gestern übermittelte der Kraftwerksbetreiber TEPCO aktuelle Zahlen zur Strahlungsbelastung der Angestellten des Elektrizitätskonzerns und der Arbeiter von Subunternehmen an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales.

Dosimeter (Foto: TEPCO)

Sinkende Belastung bei Fukushima-Arbeitern (Foto: TEPCO)

Dabei zeigt sich weiterhin, dass die Arbeiter von Subunternehmen durchweg stärker belastet sind, als TEPCO-Angestellte.

Im Januar waren insgesamt 439 neue Arbeiter am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi eingestellt worden.

Die höchste offiziell gemessene Belastung betrug demnach 12,65 Millisievert und wurde bei einem Angestellten eines Partnerunternehmens gemessen.

Die Zahlen für Februar 2013 folgen nach Angaben von TEPCO dann Ende März diesen Jahres.

Fischereikooperativen akzeptieren AKW-Entschädigung: Eine Fischereikooperative der Präfektur Yamaguchi hat sich in einer Sitzung hinter verschlossenen Türen bereit erklärt, gegen eine Entschädigungszahlung den Bau eines AKW in Kaminoseki durch Chugoku Electric zu akzeptieren, berichtete die NHK unter Berufung auf Quellen.

Bislang hatte man sich mit sieben Kooperativen bereits geeinigt – doch eine Fischereikooperative auf der Insel Iwaishima lehnte bislang das Angebot ab. Das neue Abstimmungsergebnis, das 31 zu 21 betragen haben soll, sei auch auf das steigende Alter zurückzuführen, da einige Inselbewohner bereits zu alt für den Fischfang seien.

Dennoch gibt es nach wie vor Gegner der Entscheidung, die nach eigenen Angaben die Umwelt schützen wollen.

Beschädigte Katastrophenhäuser finden neue Bestimmung: Nachdem das Tohoku-Erdbeben 2011 die Standorte mehrere Häuser in Abiko (Präf. Chiba) zu unsicher für weiteres Bewohnen gemacht hatte, kommt sieben von ihnen nun eine neue Aufgabe zu.

Nachem im März 2012 die Erlaubnis der Besitzer eingeholt worden war, begann ein Tokyoter Architekturbüro noch im Dezember mit ungewöhnlichen Arbeiten. Statt die Gebäude abzureissen, wurden die Häuser durch einen Kran angehoben und in die Stadt Akita gebracht, wo sie Teil einer Wohneinheit für Senioren werden sollen.

Die früheren Bewohner zeigten sich dem Bericht der Yomiuri Shimbun zufolge erfreut, dass ihre einstigen Häuser einem neuen Zweck zukommen. Das Architekturbüro hofft, dass der wohnliche Charakter den künftigen 18 Bewohnern eher das Gefühl eines neuen Zuhauses vermittelt und weniger das einer Einrichtung für ältere Menschen.

Auch sieht man praktische Vorteile. Aufgrund des Umstands, dass die Einrichtung aus unterschiedlichen Häusern zusammengesetzt wird, haben alle Zimmer ein unterschiedliches Aussehen, was Personen mit Gedächtnisproblemen das Erkennen ihres Zimmers erleichtern könnte.

Neben den Häusern aus Abiko werden auch alte Gebäude in den Präfekturen Wakayama und Okayama für derartige Zwecke genutzt. Mit der Eröffnung wird im November diesen Jahres gerechnet.

Japanischer Evergreen auf DVD: Einer der ersten Songs eines japanischen Interpreten die weltweit bekannt wurden, ist vermutlich “Ue wo muite arukō” des Sängers Kyu Sakamoto (1941-1985) und tatsächlich ist es das bislang einzige japanische Werk, das es in den US-Billboard Charts an die Spitze schaffte.

Der japanische Sänger Kyu Sakamoto (Foto: pd)

Kyu Sakamoto: Verschollenes Video soll auf DVD erscheinen (Foto: pd)

Wenn dem Leser nun große Fragezeichen ins Gesicht geschrieben stehen, so dürften sich neben bekennenden Fans des Songs  zumindest ältere Generationen an das Lied erinnern – wenn auch unter dem völlig irreführendenn Titel “Sukiyaki“.

Nachdem im Januar 2013 in Archiven eine seltene Videoaufnahme des US-Auftritts  in der “Steve Allen Show”  aus dem Jahr 1963 entdeckt worden war, können sich Freunde dieses Songs, der im japanischen Original einen melancholischen Spaziergang beschreibt, nun möglicherweise auf eine DVD-Veröffentlichung freuen, berichtet die Kyodo.

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EKG (Grafik: pd)

EKG (Grafik: pd)

Fukushima-Arbeiter erlitt Herzstillstand (Grafik: pd)

Nachdem zuletzt technische Pannen am AKW Fukushima aktuell waren, ist dort nun erneut ein Arbeiter zu Schaden gekommen.

Dies könnte durchaus auch als Mahnung daran verstanden werden, dass die Arbeiten an der Anlage in Fukushima heute nach wie vor riskant sind und nicht mit der Erklärung eines stabilen Zustandes vorbei sind.

Daneben gibt es heute jedoch auch Fukushima News zur Situation innerhalb der gleichnamigen Präfektur. Einzelheiten und weitere Neuigkeiten, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. Februar 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • Herzstillstand bei Fukushima-Arbeiter
  • Große Katastrophenübung am AKW Fukushima
  • Telefonbuch für Katastrophenopfer von Namie
  • Katastrophenopfer weiterhin in Übergangshäusern
  • Arbeiten an Wunderkiefer fast abgeschlossen
  • Nach Erdbeben 50 Personen isoliert
  • Erneute Aktionen von Sea Shepherd

Herzstillstand bei Fukushima-Arbeiter: Ein Partnerunternehmen von TEPCO berichtet, dass am gestrigen Montag ein Arbeiter der im Materiallager des Unternehmens in der Ortschaft Hirono mit Arbeiten zur Vorbereitung des Schutzmantelbaus von Reaktor 3 beschäftigt gewesen war, plötzlich krank gemeldet wurde.

Nach dem Transport in das medizinische Zentrum im J-Village wurde dort ein Herzstillstand festgestellt und um 9:35 Uhr ein Krankenwagen verständigt.

Nach erfolgreicher Herzdruckmassage, setzte gegen 9:54 Uhr der Herzschlag wieder ein, so dass der Patient um 10:10 Uhr in das Iwaki Kyoritsu Hospital gefahren werden konnte.

Große Katastrophenübung am AKW Fukushima: Am Samstag führte der Kraftwerksbetreiber TEPCO das Katastrophentraining für das Fiskaljahr 2012 am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi durch.

Fukushima-Katrastrophenübung: Brandschutzeinheit der SDF am 23. Februar 2013 (Foto: TEPCO)

Fukushima-Katastrophenübung: Eintreffen der Brandschutzeinheit der SDF am 23. Februar 2013 (Foto: TEPCO)

Derartige Übungen werden einmal im Jahr durchgeführt um die Funktionsfähigkeit der Notfallmaßnahmen zu gewährleisten.

Katastrophenszenario: Die Reaktoren 1 bis 4 sind stillgelegt, die Reaktoren 5 und 6 befinden sich im Zustand des “Cold Shutdown”.

Dann ereignet sich in der Region Hamadori der Präfektur Fukushima ein Erdbeben mit einer Stärke von Sechs plus auf der siebenstufigen Skala, so dass die Stromversorgung zusammenbricht.

Fukushima-Katastrophenübung: Starten eines Generators am 23. Februar 2013 (Foto: TEPCO)

Fukushima-Katastrophenübung: Starten eines Generators für Messposten am 23. Februar 2013 (Foto: TEPCO)

Dem Erdbeben folgt ein Tsunami, was zum gänzlichen Zusammenbruch der Stromversorgung, der Kühlung  der Reaktoranlagen und der Kühlung der Abklingbecken in den Reaktoren führt.

Ziel der Übung: Brandbekämpfung, Sicherstellung der Stromversorgung im Kontrollraum der Reaktoren 5 und 6, Einspeisung von Wasser in den Reaktor über eine Feuerlöschanlage, Trümmerentfernung, Starten der Generatoren für die Messposten.

Fukushima-Katastrophenübung: Beginn der Reaktor-Wassereinspeisung am 23. Februar 2013 (Foto: TEPCO)

Fukushima-Katastrophenübung: Beginn der Reaktor-Wassereinspeisung am 23. Februar 2013 (Foto: TEPCO)

An der Übung beteiligten sich etwa 100 Kraftwerksarbeiter, sowie eine Brandbekämpfungseinheit der Selbstverteidigungsstreitkräfte.

Auf den von TEPCO veröffentlichten Fotos ist das Eintreffen der SDF-Einheiten, das Ausrollen von Schläuchen für die benötigte Löschwasserversorgung und das Löschen des hypothetischen Feuers zu sehen. Außerdem wurde die Räumung von Straßen durch schweres Gerät simuliert.

Fukushima-Katastrophenübung: Schweres Räumgerät auf dem Weg am 23. Februar 2013 (Foto: TEPCO)

Fukushima-Katastrophenübung: Schweres Räumgerät auf dem Weg am 23. Februar 2013 (Foto: TEPCO)

Weitere Aufnahmen zeigen dann den Beginn der externen Reaktorkühlung durch eine Feuerwehranlage und den Start eines kleinen elektrischen Generators, der die Datenerfassung von Strahlungsmessposten gewährleisten soll.

Letztes ist ganz offensichtlich eine Reaktion auf die aktuellen Enthüllungen über die dort erfassten hohen Strahlungsmesswerte (Spreadnews berichtete am gestrigen Montag).

Telefonbuch für Katastrophenopfer von Namie: Nachdem die ehemals 21.000 Einwohner der Ortschaft Namie im Zuge der Katastrophe am AKW Fukushima Daiichi zur Evakuierung gezwungen waren, verteilten sie sich über ganz Japan, so dass es früheren Nachbarn und Bekannten schwer ist, wieder Kontakte herzustellen.

Nun hat die Verwaltung von Namie, die ihren provisorischen Sitz in Nihonmatsu hat, mit Unterstützung des Telekommunikationsunternehmen NTT nun ein Telefonbuch herausgebracht, in dem die aktuellen Adressen und Telefonnummern von 4.000 früheren Bewohnern gesammelt sind, die der Aufnahme in das Buch zustimmten.

Im kommenden Monat sollen 10.500 Exemplare an die evakuierten Personen versandt werden. Wie die NHK berichtet wurde das Angebot im Rahmen einer Zeremonie vorgestellt. Neben den Fotos früherer Einwohner auf dem Cover enthält es auch Aufnahmen, wie sich frühere Geschäfte und Unternehmen erholen.Diese Bilder sollen die einstigen Einwohner ermutigen.

Katastrophenopfer weiterhin in Übergangshäusern: Opfern der Tohoku-Katastrophe könnte es womöglich ähnlich gehen, wie den Überlebenden des großen Hanshin-Erdbebens von 1995, die insgesamt fünf Jahre in Übergangshäusern zubringen mussten – wurde ihre Wohnerlaubnis doch nun um ein weiteres Jahr verlängert.

Übergangshaussiedlung (Copyright: Andreas Teichert/DTRG e.V.)

Übergangshaussiedlung (Copyright: Andreas Teichert/DTRG e.V.)

Tatsächlich wurde die Begrenzung der Wohndauer auf vier Jahre angehoben, nachdem deutlich geworden war, dass lediglich 55 Prozent aller geplanten Neubauten in den Katastrophenpräfekturen Fukushima, Iwate und Miyagi bis Ende des Fiskaljahrs 2014 fertig sein werden.

Insgesamt 300.000 Personen leben derzeit in Übergangshäusern.

Der Hauptgrund für die Verzögerung ist fehlendes Bauland für die etwa 24.000 geplanten Gebäude in denen die Katastrophenopfer mit geringen Mietkosten leben könnten. Diese teilen sich wie folgt auf:

  • In der Präfektur Miyagi sollen 15.767 Gebäude in 21 Gemeinden entstehen
  • In der Präfektur Iwate sollen 5.639 Gebäude in 11 Gemeinden entstehen
  • In der Präfektur Fukushima sollen 2.868 Gebäude in 11 Gemeinden entstehen

Bislang hat lediglich bei 2.567 Gebäuden (11 Prozent) in 18 Gemeinden der Bau begonnen. Für weitere 9.014 Gebäude (37 Prozent) in 37 Gemeinden ist Land gesichert. Für 5.814 Gebäude (24 Prozent) besteht derzeit keine Aussicht auf Bau. Das berichtet die Asahi Shimbun.

Arbeiten an Wunderkiefer fast abgeschlossen: Die Geschichte des Baumes, der als einziges Exemplar eines ganzen Kiefernwaldes in Rikuzentakata (Präf. Iwate) den Fluten des Tsunami widerstanden hatte und später an den Folgen des Salzwassers an den Wurzeln starb, ist international bekannt geworden.

Wundersame einsame Kiefer der Hoffnung (Foto: Jacob Ehnmark cc-by)

Kiefer der Hoffnung vor dem Fällen (Foto: Jacob Ehnmark cc-by)

Nachdem man sich dazu entschlossen hatte, den Baum durch Präparation zu erhalten und ein Denkmal  zu schaffen, war der Stamm verstärkt und seine Rinde durch glasfiber-verstärkten Kunststoff ersetzt worden. Auch die Zweige wurden nachgeformt und Blätter aus Kunstharz nachmodelliert.

Das Studio PAW in Sagamihara (Präf. Kanagawa) leistete dabei sorgfältige Arbeit und kopierte die einstige Gestalt das Baumes, inklusive der Tönung der Rinde und der Zweigform. Nachdem bereits seit dem 21. Februar erste Testaufrichtungen durch schweres Gerät geprobt woren waren, gelten sie seit gestern als erfolgreich abgeschlossen.

Da bereits die Wurzeln und der untere Bereich des Baumes an ihrem alten Standort in Rikuzentakata bereit stehen, soll der Stamm am 2. März aufgerichtet und nach Angaben der Mainichi Shimbun der gesamte Baum am 10. März, einen Tag vor dem Jahrestag der Katastrophe fertiggestellt sein. Eine Feier anlässlich der Fertigstellung soll später, am 22. März stattfinden.

Nach Erdbeben 50 Personen isoliert: Nachdem das gestrigen Erdbeben der Stärke 6,2 die Präfektur Tochigi erschüttert hatte und sogar in Japans Haupstadt Tokyo noch Gebäude schwankten, sind etwa 50 Personen durch Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten.

Bei ihnen handelt es sich mehrheitlich um Gäste der Onsen-Heißquellenanlage in Nikko (Präf. Tochigi). Es sei niemand verletzt worden und man verfüge über ausreichend Vorräte, berichtet die Kyodo. Noch heute will man mit Räumarbeiten auf den Straßen und ihm Erholungsgebiet beginnen.

Erneute Aktionen von Sea Shepherd: Nachdem es erst vergangene Woche zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen japanischen Walfängern und Schiffen der radikalen Umweltschutzorganisation Sea Shepherd gekommen war (Spreadnews berichtete), meldet die Fischereibehörde nun weitere Störaktionen.

Sea Shepherd verstößt gegen Auflagen (Symbolfoto: Biella "Gabriella" Coleman cc-by)

Sea Shepherd erneut gegen Japans Walfang aktiv (Symbolfoto: Biella "Gabriella" Coleman cc-by)

So sei am gestrigen Montag ein Schiff der Aktivisten extrem nah an das Hauptschiff der Walfangflotte, die “Nisshin Maru” herangekommen und habe dann die Ablassöffnung des Schiffs mit einem Gegenstand blockiert. Dies habe sich zwischen 19:30 Uhr und 23:50 Uhr ereignet.

Zudem hätten die Aktivisten von drei kleineren Booten aus Taue in die Schiffsschraube eines weiteren Walfangschiffs, der Yushin Maru, geworfen, meldet die Kyodo unter Berufung auf Angaben der japanischen Fischereibehörde.

Sea Shepherd bekämpft seit Jahren ohne Gewaltanwendung gegen Personen den Walfang Japans in den antarktischen Gewässern. Der Walfang dient offiziell wissenschaftlichen Zwecken, auch wenn das Walfleisch zur Finanzierung der zuständigen Stellen verkauft wird, auch wenn die  Nachfrage sinkt.

 

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Arbeiter am AKW Fukushima gestorben (Foto: TEPCO)

Arbeiter am AKW Fukushima gestorben (Foto: TEPCO)

Arbeiter am AKW Fukushima gestorben (Foto: TEPCO)

Auch wenn offiziell bislang kein Todesfall am AKW Fukushima auf die Strahlung zurückgeführt wird, so wird von der Anlage in der gleichnamigen Präfektur Fukushima heute wieder der Tod eines Arbeiters gemeldet.

Es ist nicht das erste Mal, dass Angestellte dort ums Leben kommen. Das die Arbeit jedoch nicht nur dort gefährlich  ist, zeigt der Fall der getöteten japanischen Kriegsberichterstatterin Mika Yamamoto.

Mehr zu dem, was im Zusammenhang am Kernkraftwerk Fukushima aktuell bekannt wurde, sowie weitere Fukushima News und sonstige Nachrichten, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 23. August 2012.

Unsere heutigen Themen:

  • Fukushima-Arbeiter an Herzstillstand gestorben
  • Fukushima-Fischer planen Testfang von weiteren sieben Fischereiprodukten
  • Angehörige der getöteten Journalistin in Türkei angekommen
  • Streitigkeiten zwischen Japan und Korea dauern an
    • Südkorea schickt formelles Schreiben Japans ablehnend zurück
    • Japan verweigert Annahme des abgelehnten Schreibens
    • Japan fordert Entschuldigung für Tenno-Nötigung
    • Haftstrafe für chinesischen Botschaftsbrandstifter bleibt bestehen

Fukushima-Arbeiter an Herzstillstand gestorben: Am gestrigen Mittwoch berichteten wir an dieser Stelle über den Zusammenbruch eines Arbeiters am AKW Fukushima. Dieser war gegen 5:35 Uhr an seinem Arbeitsplatz angekommen und hatte gemeinsam mit fünf Kollegen die Arbeiten zur Aufstellung eines Wassertanks begonnen.

jizo Statue (Foto: Chris Gladis cc-by-nd)

Statue des Jizo: Er begleitet nach Volksglauben die Seelen der Toten (Foto: Chris Gladis cc-by-nd)

Er habe sich gegen 9:50 Uhr zur Verhinderung eines Hitzschlags in den Ruheraum für Angestellte von Partnerunternehmen begeben, und kurz darauf über Unwohlsein geklagt.

Gegen 10:35 Uhr war er dann von einem Mitarbeiter bewusstlos aufgefunden worden.

Ein Arzt, der den Bewusstlosen untersuchte, diagnostizierte einen Herzinfarkt und veranlasste gegen 11:34 Uhr die Einlieferung in eine Klinik.

Wie TEPCO jetzt bekannt gab, habe man am gestrigen Nachmittag durch das Partnnerunternehmen Hitachi-GE Nuclear Energy Ltd erfahren, dass der Angestellte gegen 13:09 Uhr von einem Arzt im Krankenhaus Iwaki offiziell für Tod erklärt wurde. Die Präfekturpolizei Fukushima bestätigte den Tod des Arbeiters. Als Todesursache wurde ein Herzstillstand festgestellt.

Es bestehe bei kein Zusammenhang zwischen dem Tod des 57 Jahre alten Mannes und seiner Tätigkeit am AKW Fukushima, die er seit August 2011 ausübte, erklärte TEPCO und wies auf die geringe Strahlungsbelastung hin. Er trug zum Zeitpunkt des Zwischenfalls eine vollständige Atemschutzmaske, sowie einen Schutzanzug.

Bei dem jetzt verstorbenen Fukushima-Arbeiter handelt es sich um den fünften Todesfall seit dem Beginn der Krise im März 2011, bei dem ein Angestellter zuvor über Unwohlsein geklagt hatte, teilte die Betreiberfirma TEPCO mit.

Fukushima-Fischer planen Testfang von weiteren sieben Fischereiprodukten: Die Fischereikooperativen erzielten bei einem Treffen mit der Fischereibehörde, der Präfekturleitung und den Lieferbetrieben am gestrigen Mittwoch eine Einigung. Den Fischern soll der zusätzliche Testfang weiterer Meereslebewesen gestattet werden.

Japanische Kegani-Krabbe ケガニ (Foto: 記者O cc by-nd)

Fukushima-Fischer wollen mehr Tiere fangen (Foto: 記者O cc by-nd)

Trotz eines, nach der Fukushima-Katastrophe freiwillig eingehaltenen Verbots der Küstenfischerei, wird damit der testweise Fang von Kegani-Krabben, einer Tintenfischart, und mehreren Muschelarten ab September zugelassen., Formell wird die entsprechende Entscheidung bei einem Treffen der Leitung der Fischereiverbände am 28. Juli getroffen.

Die Meerestiere bestanden die seit Januar stattfindenden Kontrollen der Präfekturverwaltung, bei denen kein radioaktives Cäsium nachgewiesen konnte. Der Fang findet dabei durch Grundschleppnetze, in einer Tiefe von 150 Metern, etwa 50 Kilometer vor der Küste der Stadt Soma (Präf. Fukushima) statt. Das berichtet die Mainichi Shimbun.

Angehörige der getöteten Journalistin in Türkei angekommen – Fragen bleiben: Am Mittwochnachmittag machten sich vier Familienmitglieder der Journalistin Mika Yamamoto auf den Weg in die Türkei. Dort befindet sich die Leiche der Kriegsberichterstatterin, die am Montag bei der Berichterstattung aus der syrischen Stadt Aleppo getötet worden war.

Nachdem ihr Körper zunächst in eine Grenzstadt gebracht worden war, wurde er nach Adana, in den Norden der Türkei transportiert und dort eine Untersuchung durchgeführt, um die Todesursache zu ermitteln, berichtete ihr ehemaliger Kollege Kazutaka Sato (56), der bei dem Feuergefecht entkommen konnte, laut Yomiuri Shimbun.

Die Angehörigen der Journalistin, darunter ihre beiden Schwestern trafen am Mittwochabend in Istanbul ein. Die Leiche der Getöteten soll am Donnerstagnachmittag von Kilis im Süden der Türkei nach Istanbul transportiert werden. Eine Überführung nach Japan wird frühestens für Freitag angesetzt, heisst es von der Kyodo.

Die genaue Todesursache konnte bei der Autopsie jedoch nicht genau geklärt werden, erklärte Sato gegenüber Reportern. Man habe Schäden an der Wirbelsäule festgestellt und Metallstücke, bei denen es sich vermutlich um Projektilfragmente handelt. Er würde gerne mehr Details erfahren, aber außer der Autopsiebefunde gebe es nichts weiteres.

Nach Angabe der Asahi Shimbun zeigte sich Kazutaka Sato, der zudem Vorgesetzter bei der The Japan Press als auch Lebensgefährte von Yamamoto war, unzufrieden mit der Autopsie. Lediglich “Blutverlust” wurde als mögliche Todesursache angegeben. Die Untersuchung sei zu fahrlässig gewesen, er wolle genaue Angaben zu den Kugeltreffern.

Allerdings wolle er auch die Leiche nicht unnötig lange in der Türkei wissen, sondern wünsche sich, dass die sterblichen Überreste so bald wie möglich nach Japan überführt werden. Dennoch sei etwa ungeklärt, wie Metallfragmente ihre Wirbelsäule verletzen und es zum Riss von Arterien in diesem Bereich kommen konnte, da Yamamoto eine kugelsichere Weste trug.

Während der Sarg am Freitag die Türkei verlassen soll, plant Sato am Samstag ebenfalls zurück nach Japan zu fliegen. Bereits am Dienstag hatte er in einem telefonischen Interview mit der Yomiuri Shimbun erklärt, er allein sei gänzlich dafür verantwortlich, dass es ihm nicht gelungen sei, sie zu beschützen.

Japanische Nationalflagge (Originalfoto: Toshihiro Oimatsu cc-by)

Japanische Nationalflagge (Originalfoto: Toshihiro Oimatsu cc-by)

Streitigkeiten zwischen Japan und Korea dauern an: Im Streit um die Takeshima-Inselgruppe zwischen Japan und Korea gibt es keine Einigung. Die diplomatischen Spannungen halten trotz der Rückkehr von Japans Botschafter Masatoshi Muto nach Seoul weiter an.

Südkorea schickt formelles Schreiben Japans ablehnend zurück: Am heutigen Nachmittag wurde das formelle Schreiben ablehnend an die japanische Botschaft zurückgegeben, versehen mit einem diplomatischen Hinweis.

Dies sei normal im Falle eines Dokuments, dessen Bedingungen niemals akzeptiert werden können, erklärte der Sprecher von Koreas Außenministerium Cho Tai Young.

Japan verweigert Annahme des abgelehnten Schreibens:  Japans Außenministerium lehnte die Entgegennahme des abgelehnten Schreibens, dass durch einen Angestellten der koreanischen Botschaft in Tokyo überbracht wurde, ab. In dem Schreiben hatte Japans Premier Noda dazu aufgefordert, den Inseldisput vor den Internationalen Gerichtshof zu bringen.

Japan fordert Entschuldigung für Tenno-Nötigung: Bei intensiven Diskussionen im Haushaltsausschuss antwortete Japans Premierminister Yoshihiko Noda auf die Bermerkung des LDP-Oppositionspolitikers Hakubun Shimomura, er werde ein Rückziehen der Forderung und eine Entschuldigung von Südkoreas Präsident einfordern.

Die Aufforderung zur Entschuldigung des Tenno stelle einen Affront da und sei zudem widersinnig, da ein derartiger Besuch nie beabsichtigt war, sondern die Einleitung durch Südkorea erfolgt sei.

Haftstrafe für chinesischen Botschaftsbrandstifter bleibt bestehen: Das Gericht in Seoul lehnte heute Anträge von Staatsanwaltschaft und Verteidigung ab, indem es das Urteil aus erster Instanz gegen einen Chinesen, der am 8.  Januar 2012 vier Molotowcocktails auf die japanische Botschaft in Seoul geworfen hatte, bestätigte.

Der 38 Jahre alte Mann, der lediglich unter dem Namen Liu bekannt ist, muss somit die bereits verhängte zehnmonatige Haftstrafe absitzen, berichtet die Kyodo. Bei dem Zwischenfall hatte es lediglich leichten Sachschaden gegeben, es gab keine Verletzten.

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Japan-Karte: Radioaktivität in Japan (Foto:pd)

Japan-Karte: Präfektur-Fukushima radioaktiv (Foto: pd)

Präfektur Fukushima: Meldung über Neue Plutoniumfunde und Herzstillstand am AKW (Foto: pd)

Auch wenn der Fund von Plutonium in der Präfektur Fukushima heute als unbedeutend dargestellt wird, so trägt diese Meldung sicher nicht zur Beruhigung bei.

Dies gilt insbesondere dann, wenn man weitere Faktoren, wie etwa die ebenfalls aus Fukushima aktuell gemeldete Belastung von Bürgern dort, hinzuzieht.

Zu den Fukushima News zählt jedoch auch der Herzstillstand eines Arbeiters und die Situation von Rettungskräften.

Einzelheiten zu diesen Themen und weitere Meldungen, etwa zu den Paralympics jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 22. August 2012.

Unsere heutigen Themen:

  • Plutoniumfunde in Präfektur Fukushima
  • Erneut Herzstillstand eines Fukushima-Arbeiters
  • Zwei Fukushima-Bürger mit erhöhter interner Strahlungsbelastung
  • Japans Feuerwehrleute sollen sich besser selbst schützen
  • Forderungen nach besseren Lebensumständen in Evakuierungslagern
  • Keine Einigung bei Treffen von Premierminister Noda und Atomkraftgegnern
  • Erste Japanische Athleten auf dem Weg zu den Paralympics
  • Japans diplomatische Bemühungen um Takeshima-Konflikt dauern an
    • Korea schickt Antrag auf Klärung vor Internationalem Gerichtshof zurück
    • Japans Außenminister nennt Koreas Ansprüche illegal
    • Japan kritisiert Entschuldigungsforderung von Korea

Plutoniumfunde in Präfektur Fukushima: Wie das Wissenschaftsministerium am gestrigen Dienstag erklärte, wurde an insgesamt zehn Stellen innerhalb der Präfektur Fukushima radioaktives Plutonium nachgewiesen. Die höchsten Werte an Plutonium-238betrugen  11 Becquerel pro Quadratmeter und wurden in der Ortschaft Namie nachgewiesen.

Weitere Fundstellen befanden sich in der Stadt Minamisoma, dem Dorf Iitate und der Ortschaft Okuma. Das Wissenschaftsministerium veröffentlichte diesbezüglich gestern eine Karte, auf der die von Plutoniumfunden betroffenen Gebiete markiert sind.

Das klingt zunächst dramatisch, doch tatsächlich will die Regierung mit diesen Daten beruhigen, sollen diese doch belegen, dass sich das radioaktive Material nicht über die im September 2011 festgestellten Bereiche hinaus verbreitet hat. Insgesamt waren für die aktuellen Untersuchungen Erdproben von 62 Stellen in 23 Gemeinden der Präfekturen Fukushima, Ibaraki, Miyagi und Tochigi untersucht worden – zusätzlich zu den 100 Proben vom vergangenen Jahr.

An den genannten zehn Stellen konnte ein unmittelbarer Zusammenhang mit der Fukushima-Katastrophe hergestellt werden. Während die Nachrichtenagentur jiji berichtet, der Fund in Namie liege 1,4 mal höher als beim radioaktiven Niederschlag von Atomwaffen im Ausland, liest sich ein Vergleich der Asahi Shimbun deutlich harmloser.

Dieser Wert sei im Vergleich mit den 41 Becquerel pro Quadratmeter, die 1978 in der Präfektur Fukui gemessen wurde, gering. Bei dem Fukui-Wert handelt es sich um den höchsten in Japan gemessenen Wert, vor dem Beginn der Atombombentests der USA und Sowjetunion in den nach-1980ern.

Der Bereich in Namie überschreitet den bisherigen Höchstwert der Elf-Jahres-Periode von 1999 bis 2009. Damals waren 2001 in der Präfektur Kumamoto acht Becquerel pro Quadratmeter nachgewiesen worden. Allerdings, so beruhigt das Wissenschaftsministerium, handele es sich um den einzigen Fundort mit einer derartig hohen Belastung.

Erneut Herzstillstand eines Fukushima-Arbeiters: Wie der Betreiberkonzern TEPCO in seiner Presseerklärung mitteilte, wurde gegen 10:35 Uhr der Angestellte eines Partnerunternehmmens im Ruhebereich des Aufenthaltsgebäudes für Partnerunternehmen bewusstlos aufgefunden.

Nachdem ein Arzt einen Herzstillstand diagnostiziert hatte, wurde der Angestellte gegen 11:34 Uhr in das Krankenhaus von Iwaki eingewiesen. An seinem Körper wurde kein radioaktives Material festgestellt.

Die Nachrichtenagentur jiji berichtet dagegen, der Angestellte des Subunternehmens Hitachi-GE Nuclear Energy Ltd. sei mit Arbeiten beim Aufbau eines weiteren Tanks für radioaktiv kontaminiertes Wasser beschäftigt gewesen, als er aus bislang unbekannter Ursache zusammenbrach.

Der Arbeiter, der seit August vergangenen Jahres and der Anlage arbeitete, wies eine Gesamtbelastung von 25,24 Millisievert auf. Die Strahlungsbelastung am Mittwoch habe 0,03 Millisievert betragen.

Zwei Fukushima-Bürger mit erhöhter interner Strahlungsbelastung: Wie eine Untersuchung des Tokyoter Instituts für Medizinwissenschaft ermittelt hat, habe man bei zwei Senioren aus den Ortschaft Kawamata und Nihonmatsu vergleichsweise hohe Werte an inkorporierter Strahlung festgestellt.

Zwischen Juli und August waren in beiden Ortschaften Ganzkörperzähler eingesetzt worden, um die Belastung mit radioaktivem Cäsium-134 und Cäsium-137 nachzuweisen.

Der Mann aus Kawamata wies einen Wert von 19.507 Becquerel auf, während bei seiner Ehefrau 7.724 Becquerel nachgewiesen wurde. Bei dem Mann aus Nihonmatsu wurden 11.191 Becquerel nachgewiesen. Bei seiner Frau lag der ermittelte Wert bei 6.771 Becquerel.

Selbst der Wert höchste Wert werde lediglich zu einer jährlichen Belastung von 0,85 Millisievert führen und damit unter dem zulässigen Jahreshöchstwert  für Nahrungsmittelaufnahme von einem Millisievert pro Jahr liegen.

Die Strahlungswerte haben sich im Fall von Kawamata offenbar vor allem durch die tägliche Ernährung von Shiitake, die auf Holz aus Namie gezüchtet worden waren, sowie Bambussprossen aus der Nähe der Häuser und getrockneter Persimonen ergeben. Anschliessende Tests ergaben eine Belastung von 140.000 Becquerel in den Pilzen.

Bei dem Fall in Nihonmatsu stammten die Gemüse von einem anderen Ehepaar, das sie mitversorgt habe.

Doktor Masahari Tsubokura, der die Tests durchgeführt hatte erklärte, es handele sich zwar nicht um Werte die eine Auswirkung auf die Gesundheit hätten, dennoch wäre man interessiert, wenn sich Personen die Produkte wie selbst angebautes Gemüse äßen, sich kontrollieren und auf Strahlungsbelastung testen lassen würden, berichtet die Mainichi Shimbun.

Japans Feuerwehrleute sollen sich besser selbst schützen: Während der schweren Naturkatastrophen vom März 2011 im Nordosten Japans starben insgesamt 252 Feuerwehrleute, zwei weitere gelten bis heute als vermisst. Untersuchungen eines Ausschusses der Feuerwehrbehörde haben sich mit den Umständen dieser tragischen Fälle befasst.

Feuerwehrfahrzeuge in den Ruinen von Sukuiso am 18. März 2011 (Foto: pd)

Feuerwehrfahrzeuge in den Ruinen von Sukuiso am 18. März 2011 (Foto: pd)

Das Ergebnis: Den Feuerwehrleuten wurde ihr bewundernswertes Pflichtbewusstsein und ihre Menschlichkeit zum Verhängnis.

Viele von ihnen hatten versucht Schleusen zu schließen, oder Menschen während der Katastrophe zu evakuieren. Das geht aus dem heute vorgestellten Abschlussbericht des Ausschusses hervor.

Der Bericht gibt die Empfehlung, dass alle Personen im Fall eines Tsunami ihren Schwerpunkt auf den Eigenschutz durch Evakuierung legen müssen. Die überlebenden Rettungskräfte könnten dann vielen Menschen helfen und diese retten.

Zusätzlich empfiehlt der Bericht, dass Gemeinden Pläne aufstellen, die es ihren Einwohner ermöglichen, im Falle einer Katastropheselbst die Initiative zu ergreifen und durch das Schließen von Schleusen und die Einleitung der Evakuierung die Belastung der Feuerwehrleute in diesen Bereichen zu minimieren.

Zuletzt fügte die Untersuchungsruppe hinzu, gelte es die Behandlung und die Ausrüstung der Feuerwehrleute zu verbessern, um den Beruf für junge Menschen attraktiver zu machen und für die Sache gewinnen zu können.

Forderungen nach besseren Lebensumständen in Evakuierungslagern: Ein bereits gestern vorgelegter Bericht eines Regierungsausschusses fordert Gesetzesänderungen um Maßnahmen, welche die Lebensbedingungen in Evakukierungslagern verbessern, durchzusetzen.

Die Sicherstellung von Nahrungsmitteln und der Schutz vor Witterungsbedingungen müssten ebenso durch ein Gesetz geregelt werden, wie die gesundheitliche und medizinische Betreuung in den Auffanglagern.

Dies ist sicher eine Folge des Umstands, das fast die Hälfte aller Todesfälle in Evakuierungszentren auf Erschöpfung zurückzuführen sind. Auf einer anschließenden Pressekonferenz sagte der stellvertretende Minister für den Wiederaufbau, Yoshinori Suematsu, die Regierung müsse maßnahmen treffen, um Evakuierte gesund zu erhalten.

Dies gelte um so mehr, da nun bereits mehrere ernsthafte Naturkatastrophen vorhergesagt werden, so Suematsu, laut Meldung der jiji.

Keine Einigung bei Treffen von Premierminister Noda und Atomkraftgegnern: Nachdem Japans Premierminister Yoshihiko Noda das Gespräch mit Atomkraftgegnern aus politischen Gründen aufgedrückt und dann verschoben worden war, fand es nun am heutigen Mittwoch statt.

Bei dem Treffen war anders als sonst bei Gesprächen mit dem Premierminister üblich, die Anwesenheit von Pressevertretern während der Diskussionsrunde erlaubt.

Die Organisatoren der Freitagsproteste vor dem Büro des Premierministers forderten sowohl die Abschaltung der neugestarteten Reaktoren am AKW, als auch den Rückzug der Nominierung von Shunichi Tanaka als Leiter der geplanten neuen Atomkontrollbehörde, da dieser nicht neutral sei.

Erwartungsgemäß machte der Premie jedoch keinerlei Zusagen gegenüber den Aktivisten. Er übte sich in höflichem Zuhören und versprach lediglich die Sicherheit der Reaktoren dort zu verbessern, sowie die allgemeine Abhängigkeit Japans von der Atomenergie schrittweise zu senken..

Die Aktivisten liessen sich ihrerseits nicht auf die Argumentation von Noda ein, der erklärte, er habe durch den Neustart die Arbeitsplätze und die allgemeine Notwendigkeiten gesichert. So endete das halbstündige Treffen ohne jedes Ergebnis, über das etwa Kyodo, Asahi Shimbun, NHK und jiji berichteten.

Erste japanische Athleten auf dem Weg zu den Paralympics: Am  heutigen Mittwoch reisten die ersten Athleten gegen Abend vom Flughafen Tokyo-Narita ab, um sich ab kommenden Mittwoch mit Sportlern aus aller Welt zu messen. Als erste machten sich nun Rollstuhl-Tennisspieler, Sitzvolleyballer und andere Athleten auf weg.

Insgesamt 135 japanische Sportler wollen sich im Rahmenn der zwölf Tage dauernden Paralympischen Spiele in 17 Disziplinen durchsetzen. Als Ziel gilt es die 27 Medaillen von Peking zu übertreffen. Über den Aufbruch nach London berichtete die NHK.

Japan und Korea im Dispit um Takeshima-Inseln (Grafik: spreadnews.de)

Weiterhin Ärger um Inseln (Grafik: spreadnews.de)

Japans diplomatische Bemühungen um Takeshima-Konflikt dauern an: An dieser Stelle zunächst ein Hinweis in eigener Sache: Auch wenn wir uns selbst als unpolitisch verstehen, so war das Feedback auf unseren ersten Takeshima-Artikel derart positiv, dass wir die Berichterstattung über den, in deutschen Tagesmedien unterrepräsentierten “Inselkonflikt” weiterführen würden.

Was halten unsere Leser davon? Kommentare sind willkommen.

Korea schickt Antrag auf Klärung vor Internationalem Gerichtshof zurück: Vertretern des südkoreanischen Außenministerium teilten am Mittwoch mit, dass das offizielle Schreiben von Japans Premierminister Yoshihiko Noda and Koreas Präsidenten Lee Myung Bak zurückgesandt werde.

In dem Schriftstück bittet Japan um die benötigte Zustimmung, den Inseldisput vor dem Internationalen Gerichtshof klären zu lassen. Zuvor hatte Korea bereits erklärt, einen solchen Antrag nicht zu unterschreiben. Außerdem bezeichnet Noda in dem Schreiben Lees Besuch der Inselkette Takeshima und dessen Kommentare über den Tenno als bedauerlich.

Japans Außenminister nennt Koreas Ansprüche illegal: Während einer Parlamentsdiskussion griff Außenminister Koichiro Gemba auf eine äußerst harte doch wenig genutzte Formulierung zurück, indem er erklärte, die Situation entspräche einer illegalen Besetzung.

Das letzte Mal, dass die Formulierung einer “illegalen Besetzung” verwendet wurde, war 2006, während die Liberaldemokraten an der Macht waren. Seit der Machtübergabe an die Demokraten im Jahr 2009 hatte man diese Ausdrucksweise im Bezug auf das Verhältnis beider Länder vermieden.

Japan kritisiert Entschuldigungsforderung von Korea: Nach der gestrigen Forderung von Kim Sung Hwan, Minister für Außenpolitik und Handel, legte Japan auf diplomatischem Wege Protest gegen die Äußerung ein. Diese sei nach Ansicht Gembas unproduktiv und werde Südkorea nicht zum Vorteil gereichen.

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AKW Fukushima: Notfallraum am 6. September 2011 (Foto: TEPCO)

AKW Fukushima: Notfallraum am 6. September 2011 (Foto: TEPCO)

AKW Fukushima: Notfallraum am 6. September 2011 (Foto: TEPCO)

Nachdem am Wochenende Berichte über einen Versuch den Walfang zu behindern und die Entdeckung eines vollgelaufenen Tunnels am AKW Fukushima aktuell waren, beginnt die neue Woche sowohl mit Informationen über die künftige Entwicklung der Präfektur Fukushima, als auch über andere aktuelle Geschehnisse. Somit also sowohl auch heute wieder Fukushima News und weitere Meldungen im Spreadnews Japan-Ticker vom 09. Januar 2012.

Fukushima-Arbeiter erlitt Herzstillstand: Wie der Betreiber des AKW Fukushima, der Energiekonzern TEPCO heute meldete, erlitt der Arbeiter eines Tochterunternehmens einen Herzstillstand und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Um 14:22 Ortszeit meldete der Angestellte, der mit Betonarbeiten bei der Lagerung radioaktiven Schlamms beschäftigt war, seine körperlichen Beschwerden und wurde in den Notfallraum gebracht, wo er medizinisch behandelt wurde. Aufgrund eines einsetzenden Herzstillstands wurde er von dort in das Iwaki Kyouritsu Krankenhaus gebracht. Es wurde kein radioaktives Material an seiner Kleidung festgestellt.

Premierminister Noda bittet um Erlaubnis für Zwischenlager: Bei seinem Treffen mit Yuhei Sato, Gouverneur der Präfektur Fukushima, bat Japans Premierminister Yoshihiko Noda um Genehmigung für ein Zwischenlager für radioaktiv belastete Abfälle, wie etwa kontaminiertes Erdreich auf dem Gelände der Präfektur.  Im Dezember 2011 hatte Umweltminister Goshi Hosono eine entsprechende Maßnahme vorgeschlagen. Die Anlage soll nach den Plänen der Regierung im Landkreis Futaba entstehen. Sato dagegen forderte die Stilllegung aller zehn Atomkraftwerke in seiner Präfektur, berichtet die Nachrichtenagentur jiji.

Hinderlich könnte zudem die Haltung von Präfekturgouverneur Yuhei Sato im Bezug auf die Verantwortung für den Wiederaufbau der Präfektur sein. Sato zeigte sich unzufrieden mit der Aussage des Premierministers im Dezember, dass die Reaktorkatastrophe unter Kontrolle sei. Davon könne erst die Rede sein, wenn es allen Flüchtlinge wieder möglich ist, zurückzukehren. Er verlangte, bis zu diesem Zeitpunkt müsse die Regierung in Tokyo die Verantwortung hierfür übernehmen.

Noda antwortete hierauf, man werde so schnell wie möglich beginnen wo es möglich sei und Infrastruktur aufbauen, die für das tägliche Leben der Menschen erforderlich sind und mit der Präfekturverwaltung und den Gemeinden zusammenarbeiten, berichtet die NHK. Beim Besuch eines Krankenhauses in Minamisoma während seines Aufenthalts in der Präfektur Fukushima am Sonntag, erklärte er gegenüber der Klinikleitung, für die Rückkehr und den Wiederaufbau sei ein funktionierendes Gesundheitssystem entscheidend.

Japan-Karte: Präfektur-Fukushima radioaktiv (Foto: pd)

Fukushima: Lange Zeit keine Rückkehr möglich (Foto: pd)

Neues Radioaktivitäts-Zonenmodell könnte Ortschaften entvölkern: Unter Bezug auf Regierungsquellen berichtet die Yomiuri Shimbun, auch mit dem neuen Zonenmodell wären immer noch 25.000 Personen von Einschränkungen betroffen, da ihre Häuser vermutlich in eine der Zonen fallen werden, für die eine mindestens fünf Jahre dauernde Sperre gilt, so dass in diesem Zeitraum niemand dort leben darf. Diese Zahl entspricht etwa 30 Prozent der Flüchtlinge aus dem jetzigen Sperrgebiet und  den Evakuierungsbreitschaftszonen.

Tatsächlich könnte dies praktisch das Aus für die Dörfer Futaba und Okuma bedeuten, da die meisten ihrer Wohngebiete in eine dieser Zonen liegen. Beide Ortschaften grenzen an das AKW-Gelände des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi. Dennoch ist besonders hier die Bereitschaft zur Rückkehr groß, denn eine Umfrage der Universität Fukushima zeigt, dass 60 Prozent der Bewohner zurückkehren wollen.

Tamotsu Baba, Bürgermeister von Namie, das in Nachbarschaft zu den beiden Orten liegt, antwortete auf die Anfrage der Regierung in Tokyo, die drei Orte und Katsurao zusammenzulegen mit dem Hinweis, dies bedürfe zunächst Gesprächen mit den Einwohnern, eine derartige Entscheidung könnte nicht von heute auf morgen gefällt werden.

Brandanschlag auf japanische Botschaft in Seoul: In Südkoreas Hauptstadt Seoul hat ein 37 Jahre alter Mann aus China vier Brandsätze auf die japanische Botschaft geschleudert. Zwei der Molotowcocktails erreichten den Balkon des Gebäudes -  es entstanden nach offiziellen Angaben jedoch weder Sach- noch Personenschäden. Nach seiner Verhaftung gab der Täter an, seine Großmutter sei während des zweiten Weltkriegs als so genannte “Trostfrau” für die japanischen Streitkräfte zur Prostitution gezwungen worden. Die Weigerung von Japans Premierminister Yoshihiko Noda das Thema zu behandeln, habe ihn verärgert.

Die Polizei von Seoul erklärte, der Mann stamme aus Guangzhou in Südchina und sei am 26. Dezember mit einem Touristenvisum über Japan eingereist, meldet die Nachrichtenagentur jiji. Insgesamt soll er 11 der Brandsätze vorbereitet haben. Er selbst behauptet zudem, für den Brandanschlag auf den Yasukuni-Schrein in Tokyo, wo die Kriegstoten verehrt werden, verantwortlich zu sein (Spreadnews berichtete am 27.12.2011).

Sea Shepherd Aktivisten nach Enter-Aktion festgehalten: In der Nacht zum Sonntag  enterten drei Aktivisten der militanten Umweltschutzorganisation Sea Shepherd das japanische Walfangschiff Daini Shonan Maru (Shonan Maru 2), indem sie von kleinen Booten aus über die Reling kletterten und dabei Metallspitzen und Stacheldraht überwinden mussten.

Nachdem sie offenbar an Bord des Schiffs festgehalten werden, reagierten die Japaner nicht auf Funksprüche. Anders als von den Aktivisten vermutet, werden die Personen offenbar nicht zurück nach Australien gebracht, in dessen Hoheitsgewässern sich die Schiffe befanden, sondern vermutlich nach Japan gebracht, hiess es.

Nach Angaben der NHK vom gestrigen Sonntag, wurden die drei Männer von Beamten der japanischen Küstenwache befragt. Es soll sich um Mitglieder einer Gruppe die Sea Shepherd angeschlossen ist, oder nahe steht, handeln. Die Nachrichtenagentur jiji berichtete noch am selben Tag, sie gehörten der Organisation “Forest Rescue” an.

Mittlerweile bestätigte Sea Shepherd, dass es sich bei den australischen Staatsbürgern Geoffrey Owen Tuxworth (47) aus Perth, Simon Peterffy (44) aus Bunbury und Glen Pendlebury (27) aus Fremantle um Aktivisten von “Forest Rescue” handelt.

Über den Verbleib der Aktivisten heisst es, sie sollen sich weiterhin an Bord der Daini Shonan Maru aufhalten, die als Begleitschiff Sea Shepherd davon abhalten sollte, den Walfang zu behindern. Auch Forest Rescue veröffentlichte nun ein Schreiben, in dem sie sich zur Untersützung der militanten Umweltaktivisten bekennen.

Fahndungsplakat nach Mitgliedern der Aum-Sekte in Tokyo Shinjuku (Foto: KJ)

Fahndungsplakat nach Mitgliedern der Sekte Omu Shinrikyo an Polizeistation in Tokyo Shinjuku (Foto: KJ)

Ex-Mitglied hatte weiterhin Kontakt zur Giftgas-Sekte: Makoto Hirata, einst führendes Mitglied der Endzeit-Sekte Ōmu Shinrikyō, stellte sich zu Neujahr nach fast 17 Jahren Flucht der Polizei und behauptet sich von der Sekte und dessen Führer distanziert zu haben – nun gibt es Medienberichten zufolge Hinweise darauf,  dass der einstige Leibwächter des Gurus während seiner Flucht doch Unterstützung durch andere  Kultisten hatte.

Nachdem die nationale Polizeibehörde gestern weitere veröffentlicht hatte, steigt nun die Zahl der Augenzeugen, so ein Artikel der Mainichi Shimbun. Die Mehrzahl der über 60 Meldungen von Augenzeugen beziehen sich auf die Präfekturen Nara und Osaka. In Letzterer hatte er sich offenbar kurz bevor er sich stellte, aufgehalten, da er am 31. Dezemer 2011 von Überwachungskameras am Bahnhof Shin-Osaka erfasst worden und von dort aus zur Polizei nach Tokyo gefahren war.

Die Yomiuri Shimbun berichtet, es gäbe Hinweise, dass Hirata mit der Midosuji-U-Bahnlinie nach Shin-Osaka reiste. Interessant wird dies durch dem Umstand, dass die Polizei Informationen erhielt, dass sich ein Mann, bei dem es sich um Hirata handeln könnte, am Bahnhof Tennoji, der zur selben  U-Bahnlinie gehört, mit einer Person traf, die einen Bezug zur Sekte Omu Shinrikyo habe. Die Auswertung die Videoaufzeichnungen des Bahnhofs hätten dies bislang jedoch nicht bestätigt.

Ein Augenzeuge aus der Stadt Kashihara (Präf. Nara) behauptet, der gesuchte Kultist habe bis vor zwei Jahren beim Bau gearbeitet. Kashihara hat Anschluss zum Bahnhof Osaka-Abenobashi, der auf einer anderen U-Bahnlinie direkt auf den Bahnhof Tennoji folgt, wo sich das mysteriöse Treffen ereignet haben soll. Auch Hinweis von Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido, wo Makoto Hirata geboren wurde, gingen ein.

Weitere Anhänger der Sekte, wie Katsuya Takahashi (auf der Abb. links) und Naoko Kikuchi (Abb. rechts) sind weiterhin auf der Flucht vor den Behörden. Beide werden im Zusammenhang mit dem Nervengas-Angriff auf die U-Bahn von Tokyo 1995 gesucht.

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