Start Panorama Tägliches Artensterben bleibt aktuelles Problem

Tägliches Artensterben bleibt aktuelles Problem

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Der Planet Erde (Foto: pd)
Der Planet Erde (Foto: pd)
Der Planet Erde (Foto: pd)
Der Planet Erde (Foto: pd)

Beim Thema „Aussterben“ denkt vermutlich so mancher zunächst an Dinosaurier, doch tatsächlich ist das Artensterben ein aktuelles Problem, über das jedoch zumeist jenseits der Fachpresse wenig berichtet wird.

Die Angaben zur Anzahl der bekannten Tier- und Pflanzenarten beruhen auf Schätzungen und bewegen sich zwischen 10 und 100 Millionen Arten. Das Erschreckende: Täglich werden es weniger – ungefähr 3 bis 130 pro Tag.

Sollte ein Ökosystem, also der Lebensraum mehrerer aufeinander angewiesener Arten, zusammenbrechen dürfte sich diese Zahl noch vervielfachen.

Getan wird einiges, so bemüht man sich um Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete.

Menschen, die versuchen im Einklang mit der Natur zu leben gibt es und in Anbetracht des Bevölkerungswachstums wird ihre Bedeutung immer wichtiger für die Artenvielfalt.

Der umweltbewusste Verbraucher entspricht dabei längst nicht mehr dem Klischee des Birkenstock-Sandalen und Latzenhosen tragenden Alternativen mit Strohhut.

Der Mensch im Allgemeinen greift jedoch immer mehr in die Natur ein, wie zum Beispiel in der Land- und Forstwirtschaft.

Vergleicht man ein Stück Acker vor 1950 und heute wird man feststellen, welche negativen Folgen der Einsatz von Pestiziden auf die Qualität des Bodens hat.

Der konventionelle Landwirt unterliegt dem gesellschaftlichen Zwang Höchsterträge zu erzielen, um zu existieren und die einzelnen Länder müssen die Versorgungssicherheit der Bevölkerung gewährleisten.

Da außerdem die Umweltverschmutzung durch Industrie eine ernstzunehmende Bedrohung besonders für Länder mit niedrigen Umweltstandards darstellt, verschärft sich das Problem der Artenvielfalt außerordentlich.

Eine echte Lösung und Entlastung für die Umwelt wären alternative Formen der Nahrungsmittelproduktion zu finden, die nicht auf große Flächen angewiesen sind. Sollte dies gelingen, könnte man auf den nicht mehr benötigten land- und forstwirtschaftlichen Flächen gezielt Naturschutz betreiben.

Somit bleibt zu hoffen, dass die Menschheit den Erhalt der Biodiversität als wichtiges Ziel erkennt und durch Umsetzung der neuesten Erkenntnisse, die Existenz der Menschen auf der Erde gewährleisten kann.

(Text: Heiko Stockmann)