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Tarifeinigung in der Stahlindustrie

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Nachdem zwei Runden ergebnisloser Tarifgespräche und in der vergangenen Woche die Androhung von Warnstreiks durch die IG Metall vorausgegangen waren, gibt es nun eine Einigung im Streit um die Lohnforderungen der Metallarbeiter. *

In der dritten Verhandlungsrunde einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf eine Lohnerhöhung um insgesamt 3,6 Prozent. Die neue Regelung tritt bereits am 1. Oktober diesen Jahres in Kraft und gilt für die 85.000 Arbeiter der Stahlindustrie an Standorten in Bremen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Zwar bleibt die Erhöhung hinter der ursprünglichen Forderung der IG Metall von 6 Prozent mehr Lohn zurück, sowohl der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Stahl, Helmut F. Koch als auch der Bezirksleiter der IG Metall in Nordrhein-Westfalen, Oliver Burkhard zeigten sich einigermaßen zufrieden gestellt.

Koch schränkte jedoch ein, die Anhebung der Sätze sei mit Belastungen für die arbeitgebenden Unternehmen der Stahlindustrie verbunden, angesichts der bis dato stagnierten Verhandlungssituation sei die Lösung immerhin akzeptabel.

Neben den Auszubildenden, deren Vergütung um 40 Euro steigt, profitieren auch die Leiharbeiter von den Neuregelungen, da ihnen ab dem 1. Januar 2011 eine adäquatere Bezahlung zuteil kommt. Auch für sie gilt dann der Grundsatz „Gleiche Arbeit – Gleiches Geld“, was von der IG Metall als klaren Fortschritt gegenüber den bisherigen Regelungen gesehen wird.