Start Panorama Tatort U-Bahn Berlin-Lichtenberg: Politikerin geschlagen

Tatort U-Bahn Berlin-Lichtenberg: Politikerin geschlagen

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Auf dem U-Bahnhof Berlin-Lichtenberg wurde am vergangenen Freitag ein 30-Jähriger Maler von vier Jugendlichen so brutal zusammengeschlagen, dass der im Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn liegende Mann, immer noch nicht außer Lebensgefahr ist.

Neonazis und Rechtsextremisten versuchen seitdem, den brutalen Übergriff von den ausländischen Jugendlichen im Alter von 14-und 17 Jahren  für ihre Propaganda zu Instrumentalisieren.

Genau eine Woche später und fast an der gleichen Stelle, ist eine Bezirksverordnete der Partei „Die Linke“ vermutlich von einem Rechtsextremisten geschlagen worden.

Die 59-Jährige Bezirksverordnete verteilte am U-Bahnhof Lichtenberg Flyer, als sich ihr ein Mann näherte und ihr mit der flachen Hand auf den Hinterkopf schlug.

Einem herbeieilenden Zeugen, der der 59-jährigen zur Hilfe kommen wollte, drohte der Täter ebenfalls Gewalt an. Danach flüchtete er.

Zum gleichen Zeitpunkt fand eine Demonstration gegen eine Mahnwache der rechtsextremen NPD statt. Kurzfristig wurden von der Polizei vier Teilnehmer der NPD festgenommen, weil sie verbotene Gegenstände mit sich führten.

Zwei stark alkoholisierte Männer wurden ebenfalls festgenommen, da sie Teilnehmer der Gegendemonstration anrempelten und einen Platzverweis der Polizei missachteten.

Bei einem Gerangel mit der Polizei wehrten sich die Betrunkenen und versuchten zu flüchten. Die beiden  Kundgebungen verliefen dagegen weitgehend friedlich.

4 KOMMENTARE

  1. Warum heißt es „für ihre Propaganda instrumentalisieren“, wenn es die Rechten machen, aber wenn es die Linken machen nicht?

    Wichtig ist doch, daß gegen jegliche Gewalt demonstriert wird. Wo sind die Mahnwache der Linken, wo deren Lichterketten? Wird ein Migrant angegriffen, sind die „Gutmenschen“ von Union, Liberalen, Grünen, Sozialdemokraten, Linken sofort da, führen Mahnwachen durch und bilden Lichterketten. Aber in anderen Fällen, wenn Deutsche Opfer von Migranten sind, habe ich nur von Mahnwachen und Lichterketten gehört, wenn Kinder mißbraucht und getötet werden, wie zuletzt im Fall Mirco.

    • dem kann ich eigentlich nur zustimmen. Oh, hoppla, jetzt bin ich ja auch ein Nazi…mist, äh, hm, weiß garnicht wie ich meine Meinung sagen soll, ohne anzuecken.

  2. Die Linken akzeptieren, abgesehen von den Hardcore-Kommunisten vielleicht, die demokratische Grundordnung dieses Landes, während die modernen Nationalsozialisten nach der Parole „Führer, Volk und Vaterland“ verfahren und die Bundesrepublik nicht anerkennen, teilweise sogar lächerliche „Reichsdokumente“ wie Pässe mit sich schleppen.

    Das ist für mich persönlich ein Grund, antidemokratische Nazipropaganda stärker abzulehnen als eine Flugblätter verteilende Linke.

    Dass sich allerdings die von dir genannten „Gutmenschen“ aus unbekannten Gründen schwer damit tun, bei Angriffen gegen Deutsche in mahnender Weise in Aktion zu treten scheint leider richtig zu sein.

    Eventuell herrscht hier immer noch die Furcht, als „nationalistisch“ zu gelten, wenn man einem verletzten, oder verstorbenem deutschen Opfer von Migrantengewalt gegenüber Solidarität zeigt.

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