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Telekom: Frauen an die Macht

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Das Thema Frauenquote ist bei der Telekom nicht neu. Der Personalvorstand des Telekommunikationskonzerns, Thomas Sattelberger, hat dem Unternehmen im März diesen Jahres das selbstgesteckte Ziel auferlegt, bis 2015 eine Frauenquote von 30 Prozent in den Führungspositionen erreicht zu haben. Nun macht es ihm der Konzernchef Rene Obermann nach. Laut eines Berichts des „Handelsblatts“ will der Telekom-Boss drei Frauen in den Vorstand berufen.

Bislang ist der Telekom-Vorstand ausschließlich der männlichen Fraktion vorbehalten. Doch das soll sich nun ändern. Die Vorstandsetage befindet sich kurz vor einem radikalen Umbau. Gleich drei Posten sollen ausgewechselt werden und in Zukunft statt Männern, weibliche Vorstände haben.

Die Pläne des Telekom-Chefs stoßen innerhalb des Konzerns auf Gegner. Betriebsrat und Arbeitnehmervertreter hatten Personalvorstand Thomas Sattelberger, dem ursprünglichen Verfechter der Frauenquote, der seit 2007 seine Position inne hatte, bereits mehrfach vorgeworfen, gegen die Interessen der Mitarbeiter zu handeln. Als Folge dessen, hatten sich beide Gremien gegen eine Verlängerung seines Vertrags ausgesprochen.

Nun soll sein Posten von einer Frau abgelöst werden. Neben dem Bereich Personal sollen nach Angaben des Handelsblatts auch der Vorstandsbereich Europa und das Ressort für Datenschutz, Recht und Compliance neu besetzt werden. Mit Frauen.

Insgesamt hat die Telekom acht Vorstandsressorts. Diese werden derzeit von sieben Männern geleitet. Der Deutschland-Chef Niek Jan van Damme führt das Europageschäft in Personalunion kommissarisch.

Der 66-jährige bisherige Recht- und Compliance-Vorstand Manfred Balz wird sein Amt noch in diesem Jahr niederlegen. Genaue Namen für die weibliche Nachfolge seines Postens sind offiziell von der Telekom noch nicht bekanntgegeben worden. Das Handelsblatt beruft sich auf die Spekulationen aus Unternehmenskreisen, die davon ausgehen, dass es sich dabei um eine ehemalige Landespolitikerin handle.

Feststeht lediglich, dass der Aufsichtsrat bereits seine Zustimmung dafür gegeben habe, dass Claudia Nemat bereits Anfang Oktober den Posten als Europachefin antreten wird. Derzeit ist die als laut Handelsblatt „intelligent, durchsetzungsfähig und verbindlich“ bezeichnete Frau Partnerin bei der Unternehmensberatung McKinsey.

Auch wenn im Rahmen des Umbaus der Vorstandsetage dies der einzige Baustein ist, der nicht ganz so schwierig ist, so soll dem Medienbericht zufolge bereits in Kürze eine Absegnung der Personalie durch den Telekom Aufsichtsrat vorliegen.

Nach Börsenschluss soll das Ergebnis der Sitzung verkündet werden. Eine Bestätigung dessen oder einen Kommentar zu dem Bericht hat die Telekom bislang nicht abgegeben. Es folgte lediglich die Aussage, dass der Aufsichtsrat in Kürze tagen werde.

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