Start Wirtschaft Telekom ist in den USA erfolglos

Telekom ist in den USA erfolglos

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Der Telefonmarkt in Amerika ist anders als der in Deutschland. Das bekommt die Deutsche Telekom deutlich zu spüren. Die amerikanische Tochter T-Mobile USA macht dem Bonner Telekommunikationsunternehmen seit geraumer Zeit Sorgen. Im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2010 hatte der ehemalige Wachstumsgarant T-Mobile USA netto 318.000 Vertragskunden verloren. Gerüchte über angebliche Verkaufsabsichten wollte der Finanzvorstand Timotheus Höttges am gestrigen Dienstag jedoch nicht kommentieren.

Vielmehr gab er bekannt, dass sich die Deutsche Telekom beim Mobilfunkgeschäft in den USA sämtliche Möglichkeiten offen halten wolle. So schließe der Konzern nicht aus, dass es in Amerika zu einem Börsengang oder Partnerschaften kommen könne. Auch würde die Option in Betracht gezogen werden, den amerikanischen Ableger teilweise oder ganz zu verkaufen oder Netzkooperationen einzugehen.

Einem älteren Medienbericht zufolge soll es Absichten geben, T-Mobile USA an den amerikanischen Mobilfunkanbieter Sprint Nextel zu verkaufen. Als Reaktion auf diese Bekanntmachung war der Kurs der T-Aktie an der Börse stark gestiegen. Doch Genaueres zu diesen Plänen ist nicht bekannt; die Deutsche Telekom hält sich mit Aussagen zu ihrem Sorgenkind in Übersee sehr bedeckt.

Als Grund für den Rückgang bei den Vertragskunden nennt das Unternehmen die steigende Nachfrage nach dem iPhone. Dieses wird in den USA vom Konkurrenten AT&T angeboten und seit 2011 auch vom Telekommunikationsunternehmen Verizon.

Die Telekom versucht ihr US-Geschäft dennoch weiter auf Erfolgskurs zu bringen. Derzeit seien nach Aussage Höttges Investitionen in den Netzausbau und andere Smartphones geplant. Die flexible Positionierung des Unternehmens sorge dafür, dass der Druck noch nicht all zu hoch sei.

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