Start Aktuelles Terroranschlag auf Moskauer Flughafen fordert viele Todesopfer

Terroranschlag auf Moskauer Flughafen fordert viele Todesopfer

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Am heutigen Montag kam es auf dem internationalen Flughafen von Russlands Hauptstadt Moskau, Domodedowo, zu einer Explosion, mittlerweile geht man von einem Terroranschlag aus. Bisherigen Berichten zufolge wurden 30-35 Menschen getötet und 46 lebensgefährlich verletzt, so eine Sprecherin des Flughafens. Rettungskräfte hatten von 130 Verletzten berichtet.

Die Nachrichtenagentur Interfax gab an, Behörden hätten den Terroranschlag bestätigt und nach ersten Ermittlungen die Sprengkraft auf mindestens sieben Kilogramm TNT geschätzt. Auch soll es sich laut Interfax um den Terroranschlag eines Mannes aus dem Nordkaukasus handeln.

Angaben der Behördensprecher zufolge, habe sich gegen 16:30 Ortszeit (14:30 MEZ) an der Gepäckaufnahme im großen Saal des Ankunftsbereiches eine Explosion ereignet. Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigte dies, gab jedoch keine offizielle Bestätigung eines Selbstmordattentats ab.

Die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti berichtete von starker Rauchentwicklung, Fluggäste wurden durch separate Ausgänge evakuiert. Augenzeugen schilderten, der Saal sei voll menschlicher Körper und Trümmer, wie auch ein kurz nach dem Anschlag aufgenommenes YouTube-Video zeigt.

Situation an Russlands Flughäfen
Für den Flughafen Domodedowo wurden aus Sicherheitsgründen umgehend  alle internationalen Flüge gesperrt, auch eine Lufthansa-Maschine musste auf halbem Weg umkehren. Die  beiden anderen internationalen Airports Scheremetjewo und Wnukowo sowie zwei Regionalflughäfen seien in Alarmbereitschaft.

Mittlerweile wurde zwar auch auf Moskau Domodedowo der Flugbetrieb wieder aufgenommen, der unmittelbare Bereich des Anschlags jedoch abgedunkelt und die Mobilfunknetze im Umkreis deaktiviert.

Russlands Präsident ruft Alarmbereitschaft aus und rügt Sicherheitsmängel
Russlands Präsident Dmitri Medwedjew ordnete eine Alarmbereitschaft für alle großen Verkehrsknotenpunkte des Landes an, besonders Flughäfen und Bahnhöfe würden nun stärker überwacht, auch der Geheimdienst FSB operiere bereits.

Er verurteilte die Anschläge und erklärte, man werde die verantwortlichen Hintermänner zur Rechenschaft ziehen, zeigte sich jedoch verärgert über die Sicherheitsmängel die das Attentat ermöglicht hatten.

Sicherheitskräfte fahnden bereits nach drei Verdächtigen, die möglicherweise den Sprengsatz durch eine Fernzündung per Mobiltelefon aktivierten, dies widerspräche der Darstellung, es könnte sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt haben.

Unbestätigten Berichten zufolge habe es sich um zwei Sprengsätze mit einer Füllung aus Metallstücken gehandelt, so dass die Wirkung mit der einer Streubombe vergleichbar sei.

Auswärtiges Amt meldet bislang keine deutschen Opfer
Das Auswärtige Amt hat bislang keine Informationen über mögliche deutsche Opfer des Anschlags, man arbeite jedoch bereits mit den offiziellen russischen Stellen zusammen.

Zu den Anschlägen hat sich bislang keine Gruppierung bekannt, es liegt auch kein Bekennerschreiben vor.

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