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„This is Fukushima“ Giveaway 2018 beendet

Neuer Kalender konnte trotz finanzieller Schwierigkeiten realisiert werden

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Titelblatt des "This is Fukushima"-Kalender 2018 (Foto: Copyright by Spreadnews.de)

Liebe Leserinnen und Leser,

seit dem 21. Dezember 2017 haben wir mit einer kleinen E-Mail-Aktion aufmerksame Leser unserer Artikel mit der kostenlosen Zusendung des diesjährigen „This is Fukushima“-Kalenders belohnt.

Noch schneller als in den Jahren zuvor sind alle Kalender vergeben und werden in den kommenden Tagen auf dem Postweg zugestellt. Vielen Dank für das Interesse an dieser Aktion

これが福島です – This is Fukushima

Das  „This is Fukushima“ Kalenderprojekt geht auf Englischlehrer in Japan zurück, die ihren Wohnsitz in der Präfektur haben. Der erste Kalender wurde 2013 veröffentlicht – also gerade einmal zwei Jahre nach den Tohoku-Katastrophen.

Finanziert wird das Projekt durch Spenden und Crowdfunding. Das begrenzt nicht nur die Stückzahlen der Kalender, sondern ist für die ehrenamtlichen Mitarbeiter auch eine Frage der Finanzierung.

Dieses Jahr wurde das Kampagnenziel beim Crowdfunding verfehlt, so dass den Helfern auch privat finanzielle Einbußen entstanden sind. Dennoch haben sie den aktuellen Kalender fertigen und herausgeben können.

Durch Vereinbarungen mit Unternehmen vor Ort ist es zudem möglich geworden, dass der Kalender vom ersten Foto bis zum finalen Druck, ausschließlich in der Präfektur Fukushima gefertigt wird. Das ist zwar teurer als bislang, macht den Kalender aber endgültig zu einem echten „Regionalprodukt“.

Das Ziel

Anliegen der Initiatoren der ersten Stunde und aller heutigen Unterstützen ist es, das einseitige Bild von „Fukushima“ als Synonym für Geisterstädte und Sperrgebiete zu korrigieren, indem Kultur und lebenige Gegenwart im Kalender präsentiert werden.

Die Aufnahmen zeigen die traditionelle und historische Seite der Präfektur genau so, wie Naturschönheit und moderne Szenen. Auf diese Weise soll der Blick für die Präfektur geweitet und neue Eindrücke geboten werden.

Der Wunsch, die verzerrte Wahrnehmung ihrer Heimat bzw. Wahlheimat etwas zu ändern, motiviert die Teilnehmer des Projekts dazu, auch ihre Freizeit zu opfern. Dieses Engagement verdient unserer Ansicht nach Respekt und deutlich mehr Bekanntheit.

Spreadnews und Fukushima

Fast sieben Jahre nach der Kraftwerkskatastrophe sind die Folgen der Tohoku-Katastrophen praktisch von den Titelseiten der deutschen Medien verschwunden. Lediglich besonders spektakuläre Entwicklungen führen zu einem kurzfristigen Interesse.

Das Team von Spreadnews.de berichtet seit Beginn der Krise im März 2011 kontinuierlich über die weiteren Ereignisse, über Fortschritte und Rückschläge bei der Bewältigung der Folgen.

Wir wollen durch die stetige Fortführung der Berichterstattung dem Leser eine Möglichkeit zur Information bieten, so dass er auch ohne Japanischkenntnisse nicht die Notwendigkeit hat, auf Panikmache und Sensationsjournalismus zurückgreifen zu müssen.

Da unser Schwerpunkt hierdurch gezwungenermaßen auf den Ereignissen mit Bezug zum Kernkraftwerk Fukushima Daiichi liegt, sind wir jedes Jahr froh darüber, durch die kostenlose Verteilung der Kalender auch etwas Schönes teilen zu können.

Unser besonderer Dank gilt dabei der Kooperation mit Paul Sprigg vom „This is Fukushima“ Team und den zahlreichen Mitwirkenden in Japan. Ihr Enthusiasmus und ihre Anstrengung sind die eigentliche Quelle der wunderschönen Kalender.

Feedback einiger Kalenderbesitzer zeigt uns, dass Rückfragen zu den Motiven des Kalenders keineswegs selten sind – und wie groß das Erstaunen ist, wenn man erfährt, dass diese Motive an solch einem vermeintlichen „Schreckensort“ zu finden sind.

Fukushima ist nicht tot – Fukushima lebt!

Übrigens: Sollten Sie diesmal kein Glück bei unserer Give-away-Aktion gehabt haben, ist es nicht notwendig, den Kopf hängen zu lassen. Vorausgesetzt, die Spenden an das Projekt reichen aus, wird es den „This is Fukushima“-Kalender auch im kommenden Jahr geben.

2 KOMMENTARE

  1. Wollte mich auf diesem Weg mal explizit für die über die Jahre stets nüchternen Informationen zur aktuellen Lage in Fukushima bedanken. Hier führt man sich gut informiert – ganz ohne Panikmache – und ich bin froh, daß sich jemand die Mühe macht an dem Thema dranzubleiben. Alles Gute für 2018

  2. Hallo liebes Spreadnews-Team,

    auch von mir ein großes Danke für die tolle Berichterstattung. Ich lese die Fukushima-News jetzt seit zwei Jahren und konnte letztes Jahr sogar einen der tollen Kalender ergattern.
    Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr 2018 und macht weiter so!!

    Schönen Groß aus Leipzig
    Thomas

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