Start Panorama Tödlicher Fehler: Unfallopfer bei Rettungseinsatz übersehen

Tödlicher Fehler: Unfallopfer bei Rettungseinsatz übersehen

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Polizeiauto
Berlin: Polizist feuert versehentlich auf Kollegen

Köln: Mehrfach prallte in der Nacht zu Sonntag in Neubrück ein Auto gegen eine Leitplanke, als das Fahrzeug aus bislang unbekannten Gründen von der Fahrbahn abkam.

Der herbeigerufene Rettungsdienst und die Polizei fanden einen Toten und zwei schwer verletzte Insassen im Fahrzeug vor. Beide Schwerverletzte wurden umgehend in ein Krankenhaus gebracht.

Leider unterlief den Rettungskräften ein fataler Fehler: Bei der Bergung und Erstversorgung der sich im Auto befindlichen Unfallopfer übersahen sie einen Mann, der rund 100 Meter vom Unfallwagen entfernt in einer Bodensenke lag.

Offenbar war er auch den Polizeibeamten zuvor bei der Sicherung des Unfallortes nicht aufgefallen und wurde somit Stunden später zwischen Lärmschutzwand und Planke tödlich verletzt aufgefunden.

Erst aufgrund einer Befragung des verletzten Fahrers durch die Polizei erfuhren sie, dass sich noch ein vierter Insasse im verunglückten Auto befunden hatte.

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft, ob für die Rettungskräfte erkennbar gewesen wäre, dass sich noch ein weiteres Unfallopfer im Auto befand. Dies teilte ein Sprecher der Polizei in Köln mit.

Das Ergebnis der Obduktion, wann genau der Mann starb, wird am Montagnachmittag bekannt gegeben und wird vermutlich bei der Beurteilung der Situation vor Ort eine wichtige Rolle spielen. Von besonderem Interesse dürfte dabei sein, ob das Opfer bei rechtzeitiger medizinischer Versorgung hätte gerettet werden können.

Update: Die bislang veröffentlichten, vorläufigen Untersuchungsergebnisse lassen folgendes Szenario als am wahrscheinlichsten erscheinen:

Demnach saßen zwei der Unfallopfer hinter dem Fahrer im Wagen. Bei dem Aufprall sei eine der Personen durch die Seitenscheibe aus dem Fahrzeug geschleudert worden, so dass man sie erst später auffand, der andere Mitfahrer blieb dagegen offenbar in dem selben Fenster hängen. Der Fahrer wies einen Blutalkoholwert um 1,9 Promille auf.

Aufgefundes Unfallopfer starb sofort

Die zur Klärung durchgeführte Obduktion , ergab, dass dass außerhalb des Fahrzeugs aufgefundene Person direkt an den unmittelbaren Unfallfolgen starb, es kam somit nicht durch fehlende medizinische Hilfe am Unfallort zu Tode.

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