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Tourismusbranche hofft auf Geschäft mit Papstbesuch

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Papst Benedikt XVI. kommt nach Deutschland. Das katholische Kirchenoberhaupt wird vom 22. bis 25. September die Städte Berlin, Erfurt und Freiburg besuchen, um dort für die Gäste Messen abzuhalten. Es wird mit Touristen gerechnet, die aus aller Welt anreisen, um den Papst auf seinem Deutschlandbesuch zu sehen. Die deutsche Tourismusbranche erhofft sich daher ein positives Geschäftsjahr.

Am 22. September beginnt der Papstbesuch in Berlin Tegel, wo Benedikt XVI. morgens ankommen wird. Im Schloss Bellevue wird Bundespräsident Christian Wulff den Papst in der Bundesrepublik und in der Hauptstadt willkommen heißen. Abends wird Joseph Ratzinger, so lautet der bürgerliche Name seiner Heiligkeit, im Berliner Olympiastadion eine Messe halten.

Die Hotels der Hauptstadt sind nach Angaben von Christian Tänzler, dem Sprecher der Berlin Tourismus Marketing GmbH „visitBerlin“ bereits schon fast ausgebucht. Da der September in Berlin mit zahlreichen Veranstaltungen wie dem Berlin-Marathon, der Berlin Music Week sowie Tagungen und Kongressen ohnehin schon ein beliebter Monat für eine Städtereise ist, wird es voll werden!

So rechnet die Berliner Tourismusbranche im September mit ca. 450.000 Besuchern, die zu den „normalen“ Attraktionen anreisen werden. Hinzu erwartet die Stadt gut 50.000 Papst-Besucher und Sportler, die schon etwas früher zum Berlin-Marathon anreisen. Wirtschaftlich gesehen ist das eine tolle Sache für das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie für den Berliner Einzelhandel und Verkehrsbetrieb. Prognosen gehen davon aus, dass die Besucher knapp zehn Millionen Euro in der Hauptstadt lassen werden.

Und der Papstbesuch wird regelrecht ausgeschlachtet! Denn die viertägige Reise des Papstes kostet die katholische Kirche nach eigenen Angaben etwa 25 Millionen bis 30 Millionen Euro. Dieses Geld versucht die Deutsche Bischofskonferenz mit dem Verkauf von Papst-Souvenirs wieder reinzuholen.

So sei der Verkauf von T-Shirts, Tassen und Kugelschreibern mit Papst Benedikt über den offiziellen Onlineshop sei schon Wochen vor dem Besuch bereits gut angelaufen. Dies teilte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, mit. Er gehe jedoch davon aus, dass der Hauptteil des Umsatzes direkt bei den Veranstaltungen selbst an den Verkaufsständen generiert werden wird.

In Berlin gibt es derzeit rund 113.500 Hotelbetten. Trotz dieser enormen Anzahl wird Besuchern empfohlen, sich schnell um ein Hotelzimmer zu kümmern. Und mit günstigen Preisen braucht man gar nicht erst zu rechnen!

Nach Berlin stehen vom 23. bis 25. September für den Papstbesuch die Städte Erfurt und Freiburg an. In Freiburg sind freie Hotelzimmer bereits jetzt Mangelware. Aus diesem Grund habe die Stadt zusammen mit der Erzdiözese eine private Zimmerbörse initiiert. Denn die Stadt rechnet mit etwa 80.000 Besuchern, die für den Papstbesuch in die Stadt reisen werden.

Durchschnittlich geht die Tourismusbranche Freiburgs davon aus, dass die Gläubigen zwischen 39 und 75 Euro pro Tag ausgeben werden. Auch hofft die Stadt Freiburg darauf, dass der Papstbesuch sich positiv auf das Image Freiburgs auswirken und in Zukunft mehr Touristen anziehen wird. In Erfurt, der dritten Station Benedikts, sind schon jetzt alle Hotels ausgebucht.

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