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Toyota muss Produktion in USA stoppen

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Die Folgen des Tsunami in Japan sind für den weltgrößten Autobauer Toyota verheerender, als bislang angenommen. Nun, so hieß es am gestrigen Montag, müssen auch in den USA Toyota-Werke geschlossen werden, da Bauteile fehlen. Denn ungefähr 15 Prozent der Bauteile, die Toyota in Nordamerika für die Produktion benötigt, bezieht der Autohersteller aus Japan. Wie lange, ab wann und wo die Fertigung in den Vereinigten Staaten ausfallen wird, ist jedoch noch unklar.

Die japanischen Zulieferfirmen haben noch immer mit den Konsequenzen des Bebens, des Tsunami und den Folgen der Reaktorkatastrophe zu kämpfen. Stromausfälle und die eingeschränkte Logistik machen es unmöglich, die US-Werke mit dem dringend benötigten Nachschub an Bauteilen zu versorgen.

Toyota trifft das Unglück in Japan hart. Nachdem die Produktion zunächst in Japan selbst stillgelegt wurde und der Absatz der Marke auf dem einst so wichtigen japanischen Automarkt im März rapide bergab ging, sind nun auch in den USA fatale Auswirkungen zu erkennen. Zwar seien in Nordamerika noch keine Entlassungen geplant, doch die ca. 25.000 Arbeiter der betroffenen Werke bangen um ihre Jobs.

Doch die Position Toyotas auf dem US-Markt ist mittlerweile stark angeschlagen. Dort, wo in den vergangenen Monate technische Probleme für sinkende Verkaufszahlen gesorgt haben, wird es nun noch schwieriger werden, wieder Fuß zu fassen. In Nordamerika hat Toyota bereits seine bisherige Vorreiterrolle in puncto Verkaufszahlen an den US-Konkurrenten Ford abgeben müssen.

In Japan sank der Absatz von Toyota im vergangenen Monat im Vergleich zum Vorjahr um rund 46 Prozent auf 111.000 Fahrzeuge. Ein echter Hoffnungsschimmer ist noch nicht in Sicht. Toyota teilte seinen Zulieferern mit, dass die Produktion in Japan noch mindestens bis zum 11. April weiter stillstehen werde.

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