Start Reisen und Touristik TUIfly lehnt Forderungen der Piloten ab


TUIfly lehnt Forderungen der Piloten ab


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Nachdem am gestrigen Mittwoch die Piloten der Airline TUIfly mit einem von der Pilotengewerkschaft  Vereinigung  Cockpit initiierten Warnstreik zwischen 5 und 8 Uhr morgens versucht hatten, ihre Forderungen nach arbeitsfreundlicheren Bedingungen durchzusetzen, hat die Fluggesellschaft nun klar gemacht, dass sie diese Ansprüche nicht als verhältnismäßig sehe.

Die Gewerkschaft fordere nach Aussage von TUIfly vor allem im Bereich der Arbeitszeiten der Piloten Verbesserungen. So sollen diese ausschließlich in ihrem Heimatort stationiert werden. Sollte es zu Einsätzen an anderen deutschen Flughäfen kommen, so hätte TUIfly für die Transport- und Reisekosten aufzukommen. Eine weitere Forderung sei, dass die Piloten nach einem freien Urlaubstag nicht vor 8 Uhr morgens mit der Arbeit beginnen dürften.

Auch zähle die Anreise zu einem weiter entfernten Abflugflughafen bereits zur Arbeitszeit, weshalb Piloten im Anschluss keine langen Flüge fliegen dürften. Als Folge müssten nach Meinung von Vereinigung Cockpit weitere TUIfly Piloten eingestellt werden. Wenn TUIfly nur dieser Forderung zustimmen würde, so hätte das Unternehmen als Folge mit zusätzlichen Kosten von gut 3 Mio. EUR zu tun.

Eine Realisierung all dieser Ansprüche würde die Personalkosten von TUIfly insgesamt um 20 Prozent erhöhen. Das teilte die Airline am Mittwoch mit. Vor allem im Anbetracht der derzeitigen extremen Konkurrenzsituation auf dem deutschen und internationalen Markt des Flugverkehrs sei nach Unternehmensinformationen ein Entgegenkommen nicht vertretbar, da man mit den Zusatzkosten die Wettbewerbsfähigkeit TUIflys zu stark einschränke.

Verständnis für die Arbeitsniederlegung von Mittwoch zeigte die zur TUI AG gehörende Fluggesellschaft also nicht. Betroffen seien zwar nur elf Maschinen gewesen, die von Frankfurt, Stuttgart, München, Köln und Berlin-Tegel hätten starten sollen, doch weitere Verzögerungen seien nicht auszuschließen.

Dennoch, TUIfly zeigte sich verhandlungsbereit und hat sich für den 14. Dezember bereiterklärt, an der nächsten Diskussionsrunde teilzunehmen. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit habe indessen die nunmehr seit November andauernden Verhandlungen zum Manteltarifvertrag als gescheitert erklärt.

Auch die Fluggesellschaft Germania, die teilweise im Auftrag von Air Berlin Flüge abfertigt, wurde gestern von der Pilotenvereinigung zum Arbeitskampf aufgerufen. 13 Stunden lang dauerte der Warnstreik, der vornehmlich dafür genutzt wurde, um bei Gernania per Tarifvertrag eine Personalvertretung zu etablieren.

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