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Unsere vergessenen Wildfrüchte

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Es ist selbstverständlich, das wir in den Supermarkt gehen und dort unser Obst und Gemüse kaufen. Aber was ist mit den gesunden Früchten die am Wegesrand stehen. Früher als es noch keine Supermärkte gab, waren sie eine wichtige Ergänzung auf unserem Speiseplan. Es lohnt sich die Augen auf zu machen und zu schauen, was die Natur uns bietet. Schlehe, Hagebutte oder der Holunder sind hochwertige Lieferanten von Vitaminen und Mineralstoffen. Zudem sind sie aus der Naturheilkunde nicht mehr wegzudenken.

Die Schlehe ist eine feurige Steinfrucht. Wer sie ernten will, muss sich vor den langen Dornen vorsehen. Die richtige Erntezeit ist nach dem ersten Frost. Die Früchte erreichen die Größe einer Sauerkirsche und sind dunkelblau bis schwarz. Sie eignen sich gut zur Herstellung von Säften und Marmeladen. Die Schlehe eignet sich zur Unterstützung des Magen-Darmtraktes, weil sie eine leichte abführende Wirkung hat. Zudem regt sie den Stoffwechsel an, auf Grund der harn-und schweißtreibenden Wirkung. Durch die sehr große Menge an Vitamin C hat auch unser Immunsystem etwas davon.

Der Holunder wurde in der Heilkunde sehr vielseitig genutzt. Neben den kleinen rotschwarzen Früchten, auch die Blätter und die Rinde. Die Früchte dürfen nie roh gegessen werde, denn sie verursachen Magenkrämpfe und Übelkeit. Sie müssen immer gekocht werden, aber dann sind sie sehr lecker und bekömmlich! Warm getrunken, wird er häufig bei Erkältungskrankheiten eingesetzt. Dazu wird der Saft aufgekocht, mit etwas Zitrone oder Limette, Vanille, Zimt sowie einigen Früchten – Apfel oder Pflaume etwa – angereichert.

Die Hagebutte ist die Frucht der Rose und wächst sogar in unseren Großstädten. Die Früchte enthalten viel Vitamin C, Fruchtsäuren, Pektin und Gerbstoffe und werden gern bei Blasen- und Nierenleiden eingesetzt.  Leider ist die Verarbeitung sehr aufwendig. Man halbiert die Früchte, kocht sie auf und streicht alles durch ein Sieb. Das Fruchtmus wird mit Gelierzucker eingekocht und dann in Gläser gefüllt. Auch als Tee gut zu genießen. Aus den Kernen wird ein feines Öl gewonnen, das in der Kosmetik zur Hautpflege gewonnen wird.

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