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US-Wahlen: Debakel für Obama

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Pünktlich zur Halbzeit seiner Legislaturperiode gab es von den Wählern einen Denkzettel: Erstmals seit vier Jahren wird seine demokratische Partei die Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren.

Erste Hochrechnungen gehen davon aus, dass 50-60 Sitze durch die Republikaner erobert werden konnten, ein Verlust für die Demokraten wie es ihn seit 1994 nicht mehr gab. Für die Zukunft bedeutet das, dass sämtliche Gesetzesentwürfe durch die Republikaner angegriffen werden können, das Regieren wird deutlich erschwert.

Entgegen der Befürchtungen von demokratischen Wahlbeobachtern, konnte nach ersten Hochrechnungen die Mehrheit zumindest im Senat gerettet werden. Der demokratische Mehrheitsführer Harry Reid konnte sich z.B. in einer der spannendsten Senatswahlen gegen die Tea-Party-Kandidatin Sharron Angle behaupten.

Der Wegfall der Wählerstimmen für Obamas Demokraten beruht vor Allem auf Enttäuschung: Viele hatten sich von Präsident Obama mehr Erfolge im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und die schleppende Konjunktur erhofft.

Weltweit hatte Amerikas Ansehen in den letzten Monat leiden müssen: Sei es die Diskussion um die Ablösung des Dollars als Leitwährung, der massive Verlust von Eigenheimen durch Bankenspekulationen oder die ständig schlechter werdenden Nachrichten aus der Wirtschaft. Vieles davon hat Obama natürlich nicht direkt selbst verschuldet, er hat tatsächlich einige positive Veränderungen bewirken können, es ist aber der einfachste Weg für das Volk, den Unmut über die aktuelle Lage ausdrücken zu können.

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