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USA und Südkorea kurbeln Exportwirtschaft an


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Die USA und Südkorea haben ein geradezu historisches Freihandelsabkommen beschlossen. Demnach sollen bis zum Jahr 2015 die Zölle auf 95 der zwischen beiden Ländern gehandelten Waren abgeschafft sein und damit der Export gesteigert werden.

Bis zur Umsetzung dürfen die USA die Zölle bei den bisherigen 2,5 Prozent belassen. Südkorea muss dagegen seinen Zollaufschlag für US-Wagen umgehend auf vier Prozent halbieren. Nach fünf Jahren soll es auch diesen Zoll nicht mehr geben.

US-Präsident Barack Obama und Südkoreas Präsident Lee Myung Bak zeigten sich beide sehr erfreut über das Ergebnis der dreijährigen Verhandlungen, die bereits unter Obamas republikanischem Vorgänger George W. Bush begonnen wurden und für die es noch auf dem G-20-Gipfel im November keine einheitliche Lösung gegeben hatte. Nun gehen Washington und Seoul im Einvernehmen davon aus, dass das umfangreiche Abkommen für beide Länder große Vorteile bringen wird.

Südkorea ist derzeit bereits der achtgrößte Handelspartner der USA. Doch US-Präsident Barack Obama rechnet damit, dass die Ausfuhr von US-Produkten nach Südkorea nun noch um bis zu elf Milliarden Dollar (8,3 Milliarden Euro) pro Jahr steigen und mindestens 70.000 Jobs schaffen werde. Dank der gefundenen Lösung würden die südkoreanischen Verbraucher in Zukunft von den günstigeren Preisen für US-Produkte profitieren.

Das Handelsvolumen zwischen den USA und Südkorea betrug im vorigen Jahr 66,7 Mrd. Dollar. Spezialisten zufolge ist die Vereinbarung das größte Handelsabkommen der USA seit dem 1994 geschlossenen Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (Nafta) mit Kanada und Mexiko.

Das Freihandelsabkommen ermögliche nach Aussage Obamas dem asiatischen Verbündeten Washingtons „freieren Zugang zu unseren Märkten“. In der Erklärung hieß es weiter: „Es vertieft das starke Bündnis zwischen den Vereinigten Staaten und der Republik Korea und verfestigt die US-Führung im asiatisch-pazifischen Raum“.

Gerade in Zeiten extremer politischer Spannungen auf der koreanischen Halbinsel sei ein starkes Bündnis wichtiger als je zuvor. Noch vor zehn Tagen waren bei einem nordkoreanischen Artillerieangriff auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong vier Menschen getötet worden. Die USA hatten sich gegenüber Seoul daraufhin zu ihrer uneingeschränkten Solidarität bekannt. Gemeinsam konnte ein Militärmanöver abgewehrt werden.

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