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Vereinfachung der Steuererklärung

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble setzt sich für eine Vereinfachung der jährlichen Steuererklärung ein. Bereits ab dem Jahr 2012 könne es möglich sein, dass die Erklärung nur noch alle zwei Jahre abgegeben werden müsse.Im heutigen Interview des Deutschlandfunk äußerte sich der CDU-Politiker zuversichtlich, dass die Umsetzung so zügig erfolgen könne. Dass eine zweijährige Erklärung keine wirkliche Entlastung für den Bürger darstellt, sondern das Ausfüllen der Erklärung an den Fiskus nur verschiebt, bleibt ungesagt.

Zum Thema Steuervereinfachungen sagte Schäuble weiterhin: „Wir arbeiten dran in engem Zusammenwirken mit den Steuerverwaltungen der Länder, denn die müssen die Gesetze vollziehen. Das ist gar nicht neu. Wir haben in der kommenden Woche vereinbart, mit allen Finanzministern – das habe ich vom Krankenhaus aus per Telefon ja auch so weit auf den Weg gebracht -, dass wir jetzt ganz konkret über Steuervereinfachungsvorschläge beraten mit den Ländern, dass wir eine gemeinsame Position haben.“
Schäuble kommt damit auch den Forderungen der FDP nach, das Steuersystem zu vereinfachen, nachdem steuerlichen Entlastungen der Bürger im Frühjahr bereits eine klare Absage erteilt wurde. Der FDP geht dies jedoch nicht schnell genug, kritisierte Birgit Homburger, Fraktionsvorsitzende der FDP im Bundestag, gegenüber der Financial Times bereits am vorletzten Freitag.

Eine Reform könnte beinhalten, dass der Steuerzahler das Wahlrecht zwischen ein-und zweijähriger Steuererklärung bekäme, Vereinfachungen bei der Berechnung der Entfernungspauschale und der Wegfall der Beweispflicht für Kinderbetreuungskosten. Durch diese Vereinfachungen wird der Staat weniger Steuern einnehmen können. Diese Ausfälle sollen im Wesentlichen der Bund tragen.

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