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Volle Auftragsbücher für BMW

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Auf der heutigen Jahreshauptversammlung in München gab sich der Autobauer BMW sehr optimistisch. Grund sind die vollen Auftragsbücher und die nach wie vor hohe Nachfrage aus China, den USA und Europa. Vor allem mit den teuren Luxuslimousinen ist der bayrische Autohersteller lukrativ im Geschäft.

Die Nachfrage ist so groß, dass BMW mittlerweile fast wieder an seine Kapazitätsgrenzen stößt. Nach den beiden Krisenjahren 2008 und 2009 müssen die Mitarbeiter nun wieder richtig ranklotzen. 2010 bedeutete dies nach Aussage des Vorstandschefs Norbert Reithofer zahlreiche Extraschichten und Mehrarbeit.

Um die Mitarbeiter weiterhin bei Laune zu halten, werden nun Sonderprämien gezahlt. Nach zwei Jahren ohne Erfolgsbeteiligung bekommen die Tarifmitarbeiter für 2010 nun eine Rekordprämie: Sie erhalten knapp 1,6 Monatsgehälter. Das sind im Schnitt 5840 Euro pro Angestellten. Schon im Sommer des vergangenen Jahres hatte der Münchner Autobauer seine Belegschaft mit einer einmaligen Sonderzahlung belohnt.

Für 2011 hat BMW noch viel vor. Gut 2000 neue Mitarbeiter sollen eingestellt werden. Davon würde mehr als die Hälfte in Deutschland eingesetzt, so Reithofer am heutigen Donnerstag auf der Hauptversammlung. Gerade die neuen Anforderungen an die Autobranche stellen für BMW seiner Meinung nach neue Herausforderungen, aber auch Chancen für die Zukunft dar.

Denn die zunehmend regulierenden Anforderungen an die gesetzlich vorgeschriebenen CO2-Werte und die wachsenden Rohstoffkosten führten den Autokonzern automatisch in neue Bereiche. So kündigte der Vorstandschef an, in den Ausbau der Elektromobilität, den Einsatz neuer Werkstoffe und in Angebote wie Car-Sharing sowie Dienstleistungen rund ums Auto zu investieren.

Im Zeitalter der Rohstoffknappheit müsse man sich auf eine Gesellschaft ohne Öl einstellen, so Reithofer weiter. In diesem Kontext gab er bekannt, dass BMW 2013 das erste Elektroauto auf den Markt bringen will. Grundsätzlich will der DAX-Konzern seine Spitzenposition auf dem Weltmarkt auch in Zukunft weiter ausbauen und die Konkurrenz wie Audi und Daimler auf Distanz halten.

Angesichts der positiven Bilanzen hat BMW außerdem angekündigt, den Aktionären eine Dividende in Höhe von 1,30 Euro pro Stammaktie auszuzahlen. Somit profitieren nicht nur die Mitarbeiter vom neu entfachten Autoboom.

1 KOMMENTAR

  1. Hallo Hr. Zetsche,das was Bmw und Audi zahlt nennt man signifikant!
    Was Mercedes ausgezahlt hat,nennt man in die eigene Tasche wirtschaften,aber wenig für den kleinen Mitarbeiter übrig haben.Aber gerade der kleine Mitarbeiter baut doch die Autos,und nicht der Vorstand oder die Aktionäre.

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