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Warum wir Ostern feiern

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Ostereier (Foto: pd)
Ostereier (Foto: pd)
Ostereier (Foto: pd)
Ostereier (Foto: pd)

Wie jedes Jahr freuen sich Schulkinder auf die Ferien und viele Deutsche nehmen das verlängerte Wochenende zum Anlass, um mit Familien oder Freunden in den Kurzurlaub zu fahren. Die meisten Arbeitnehmer haben auch ab Freitag frei und so bietet es sich an, kurzfristig der zur Zeit in Deutschland herrschenden Kälte, irgendwo in den Süden zu fahren. Ostern steht vor der Tür.

„Der Osterhase kommt und versteckt bunte Eier, die man dann suchen muss“, erklären Kinder, wenn man sie nach der Brauchtum zu Ostern fragt. Je nach Region oder Bräuchen werden noch Osterfeuer, Osterrad oder Osterglocken genannt.

Gerade in katholischen Gegenden ist es auffällig, dass die Kirchenglocken ab Karfreitag bis zur Osternacht nicht läuten. Hier kommt es vor, dass die Eltern ihren Kindern erzählen, dass die Glocken in dieser Zeit nach Rom fliegen und sie es sind, die auf dem Rückflug am Ostersonntag Süßigkeiten verstecken, die dann gesucht werden müssen.

Regional und international ist Ostern mit vielen verschiedenen Bräuchen stets ein fröhliches und buntes Fest. Die 40-tägige Fastenzeit ist vorbei und so kann man nach Herzenslust und ohne Reue schlemmen.

Daher wird auch in Estland und Ungarn das Osterfest “ Fleisch zu sich nehmen-Fest “ genannt, oder ebenso prosaisch schlicht „Frühlingsfest„.

Was aber genau ist Ostern?

Das es „irgendwas mit der Kirche“ zu tun hat, ist wohl allgemein bekannt und auch weltlich als gesetzliche Feiertage festgesetzt. Aber viele Osterbräuche haben einen vorchristlichen Ursprung und selbst der Name „Ostern“ ist altgermanischer Herkunft.

Aber schon im Alten Testament wird vom Pessach (hebräisch: Überschreitung), dem Fest der ungesäuerten Brote, gesprochen. Es soll an den Auszug der Israeliten aus Ägypten erinnern. Durch den plötzlichen Aufbruch aus dem Land reichte die Zeit nicht mehr, um das schon gemachte Brot säuern zu lassen.

Nach Angaben des Neuen Testaments fiel der Einzug Jesu nach Jerusalem in die Zeit der Pessachwoche. Dort wurde Jesus von der wartenden Menge mit Palmzweigen begrüßt. Noch heute wird in Jerusalem, aber auch in Rom an Palmsonntag, den Beginn der sogenannten Karwoche erinnert, der in diesem Jahr auf den 24. März fällt und somit die Oster,- oder Pessachwoche einläutet. Am gestrigen Palmsonntag zogen Hunderte Christen aus aller Welt betend und singend mit Palmenzweigen vom Ölberg kommend, durch das Jerusalemer Löwentor in die Stadt ein.

Mit dem Beginn der jüdischen Seder-Feier beginnt das achttägige Pessachfest in Jerusalem. Pessach und Ostern fallen dieses Jahr zusammen. Während ein Großteil der christlichen Welt noch bis Gründonnerstag arbeiten müssen, steht nun das öffentliche Leben in der Heiligen Stadt weitgehend still, denn die kommenden Tage sind von Gottesdiensten, die an das Leiden und Sterben Jesu Christi erinnern, geprägt.

In der christlichen Bevölkerung beginnt am Karfreitag der offizielle Feiertag, an dem die Arbeit ruht und dem Kreuzestod Jesu gedacht wird. Auch der Samstag ist mit dem Gedenken an die Grabesruhe eher kontemplativ. Dann, am Ostersonntag folgt das frohe christliche Osterfest – die Auferstehung Jesu von den Toten wird gefeiert -. Die österliche Freudenzeit, oder auch Osterzeit, dauert 50 Tage – bis einschließlich Pfingsten.

Auch wenn Sie vielleicht keine 50 Tage Freude haben werden – ein wenig Optimismus hat noch niemandem geschadet.

Das Spreadnews-Team wünscht allen Lesern ein fröhliches Osterfest.

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