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Weihnachtswetteifern der Spiele-Konsolen

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Das Weihnachtsgeschäft ist gerade im Bereich der elektronischen Bespiele das Geschäft des Jahres. Für den Unterhaltungskonzern Nintendo bedeutet dies die letzte Chance, den Umsatz des Geschäftsjahres 2010 zu verbessern. Denn der starke Yen, sinkende Verkäufe der Konsole Wii und des mobilen Spielgeräts DS sowie die allgemein rückläufige Nachfrage nach Spiele-Konsolen haben dem japanischen Konzern jüngst rote Zahlen beschert.

Zwar setzt Nintendo alles auf die neuste Erfindung des Hauses: Die mobile Spielkonsole 3DS, die dreidimensionales Spielevergnügen ohne Spezialbrille bietet. Doch leider kommt diese Innovation erst nach Weihnachten auf den Markt! Auf dieses Zugpferd kann der weltweit führende Hersteller von Spiele-Konsolen also zum Weihnachtsgeschäft nicht setzen. Erst im kommenden Frühjahr können sich Spielbegeisterte auf diese Neuheit freuen.

Das kann riskant sein, denn die Konkurrenz schläft nicht! Seit jeher steht Nintendo im Wettkampf um Marktanteile mit seinen Mitstreitern Sony und Microsoft. Auch Apple und andere Smartphone-Hersteller drängen mit ihren Spiele-Angeboten auf den Markt.

Und das bisherige Geschäft lief eher schleppend. Für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres meldete Nintendo einen Verlust von 2,01 Mrd. Yen (rund 17,8 Mio Euro). Bis zum Ende des Geschäftsjahres im kommenden März plant der japanische Konzern wieder in den schwarzen Zahlen zu sein und rechnet mit einem operativen Gewinn von 210 Mrd. Yen (rund 1,86 Mrd. Euro).

Die augenblicklichen Zahlen bestätigen, dass auch Nintendos erfolgreiche Spielkonsole Wii nicht mehr den Absatz findet wie einst. Spiele für Smartphones und Multimedia-Player wie Apples iPod touch sorgen dafür, dass die Kunden sich neu orientieren. Zudem reagieren die Käufer eher zurückhaltend auf die angekündigte 3D-Version.

In früheren Jahren verkaufte der Unterhaltungskonzern bis zu zehn Millionen Geräte mehr als heute. Lediglich ausgelastete Produktionsstätten zwangen Nintendo in den Boomzeiten dazu, die Produktion etwas einzuschränken. Vor allem mit der Einführung der Wii hatte der japanische Konzern die Konkurrenzkonsole Playstation von Sony und auch die Xbox von Microsoft hinter sich gelassen. Doch nun legen diese mit eigenen Steuerungskonzepten wie der Move von Sony und der für November angekündigten Kinect von Microsoft nach. Der Wettkampf der Spiele-Konsolen hat begonnen.

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