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Weitere Informationen zum Winterchaos in Deutschland

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Nach starkem Schneefall in der Nacht und am Vormittag meldete das gesamte Bundesgebiet Karambolagen und Unfälle auf spiegelglatten Straßen. Voraussichtlich fallen bis Freitag in fünf der zehn sächsischen Landkreisen sowie Chemnitz der Unterricht an den Schulen aus.

Die Zahl der Unfälle war laut Polizei auf Brandenburgs Straßen nicht höher als sonst. Autofahrer hätten sich gut auf die Wetterlage eingestellt. Ein Durchkommen gab es nur dort nicht, wo sich Schneemassen aufgetürmt hätten, sagte eine Sprecherin des Landkreises Uckermark.

Ein Gefahrenguttransporter kippte in Schleiz/Thüringen auf der Autobahn 9 um. Daher war stockender Verkehr die Folge des Unfalls.

Räumdienste in Berlin waren im Dauereinsatz. Der Berliner S-Bahn Verkehr und die Regionalbahnen mussten Verspätungen hinnehmen. An den Flughäfen Tegel und Schönefeld gab es ebenfalls Verspätungen, oder Annullierungen der Flüge. Auch am Münchner Franz-Josef-Strauß Airport gab es Verspätungen und Einschränkungen.

Ein Sprecher des Münchner Flughafens sagte aber, das große Chaos sei ausgeblieben.Mit rund 50 Verspätungen bis zu einer Stunde und möglicherweise 60 Streichungen sei in München zu rechnen. Am Nürnberger Flughafen gäbe es keinerlei Behinderungen im Flugverkehr, sagte ein Sprecher.

In weiten Teilen Deutschlands muß auch am Donnerstag erneut mit widrigen Wetterverhältnissen gerechnet werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor gefährlicher Glätte, Schneeverwehungen und starkem Schneefall.

Durch eine von Nordwesten hereinziehende Warmfront kann es vorübergehend an der Nordsee zu gefrierendem Regen geben kommen.

Am frühen Vormittag meldete die Bayerische Polizei keine größeren Vorkommnisse. Nun sorgten im nördlichen Oberbayern starke Schneefälle zu kilometerlangen Staus. Betroffen ist die A 9 und die A 99. Zwischen 12 und rund 25 Kilometer Stau waren die Folge.

Auf der B 17 im Schwäbischen Klosterlechfeld kam es zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen. Zwei Menschen wurden bei Zusmarshausen schwer verletzt, weil ein Kleintransporter beim Überholen eines Sattelzuges die Kontrolle über seinen Wagen verloren hatte.

In manchen Kommunen geht das Streusalz zur Neige. Eine Sprecherin aus Bonn teilte mit, dass ohne grundlegende Wetterveränderungen die Vorräte bis zum Montag reichen würden. Ein genaues Lieferdatum für die Nachbestellung gäbe es aber nicht.