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Weltwirtschaftsforum in Davos

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In den vergangenen fünf Tagen – vom 26. bis 30. Januar – traf sich auf dem 41. Weltwirtschaftsforum die Elite der weltweiten Wirtschaft und Politik im Schweizer Davos. 2500 Experten, Staats-, Regierungs- und Konzernchefs kamen zusammen, um über aktuelle Wirtschaftsfragen zu debattieren. China hatte so viele Teilnehmer am WEF wie noch nie.

Klare Antworten auf wichtige Weltfragen gab es jedoch eher wenige. Ganz deutlicher Sieger des Treffens ist auf jeden Fall der Euro. Denn der europäischen Gemeinschaftswährung sprachen die Teilnehmer eine weiterhin starke Rolle zu.

Doch es ging nicht nur um die Eurozone und das Festhalten an der Gemeinschaftswährung. Vor allem stand eines im Fokus der Gespräche: die Staatsverschuldung diverser europäischer Staaten. Nicht wie auf den einstigen Treffen standen die Manager der großen Banken am Pranger, dieses Mal waren es die Staatschefs, die sich rechtfertigen mussten.

So forderte Angela Merkel viele EU-Länder dazu auf, Sozialreformen einzuführen, um die Währungskrise zu bewältigen. Stabilitätsmechanismen müssten stärker und weiter ausgebaut werden. Der europäische Rettungsfonds EFSF ist bereits erfolgreich am Kapitalmarkt aufgenommen worden und das Vertrauen in die Währungsunion ist zurückgekehrt.

Genauso kam es von mehreren Seiten zu dem eindringlichen Appell, die Schuldenberge wieder in eine moderate Richtung zu bekommen. Denn der gezielte Abbau der Staatsschulden sei eine der wichtigsten Vorbedingung für Wachstum. Innerhalb der EU müsse es grundsätzlich ein stärkeres Gleichgewicht der Kräfte geben.

Zudem wurden weitreichende Themen wie Hunger in der Dritten Welt, Umweltverschmutzung, der wirtschaftliche unaufhaltsame Aufschwung in Schwellenländern wie China und Indien sowie die Verknappung und Verteuerung der weltweiten Rohstoffe wurden zwar besprochen, doch gab es keine Lösungsansätze, die zukunftsträchtig und für alle beteiligten Staaten akzeptabel genug waren. Der Wille für gemeinsame Normen war da. Konkrete Ergebnisse gab es jedoch kaum.

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