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Weniger private Vorsorgeleistungen in 2010

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Die Postbank hat heute die Ergebnisse ihrer jährlichen Umfrage zur Altersvorsorge „Altersvorsorge in Deutschland 2010/2011“ bekannt gegeben. Daraus geht hervor, dass die Ängste der Berufstätigen um ihre Rentenbezüge zwar steigen, die Inanspruchnahme von Riesterrenten jedoch zurückgegangen ist und die private Vorsorge geringer betrieben wird.

Bereits 20 Prozent aller Berufstätigen hätten Ihre privaten Vorsorgeverträge auf Grund der Finanzkrise zurückgefahren oder komplett gekündigt. Grund hierfür sei vor allem die Zunahme der Skepsis gegenüber Anlageberatern als auch Unsicherheiten gegenüber der richtigen Anlageformen. Dabei wissen die Deutschen, dass in naher Zukunft private Rücklagen unentbehrlich sein werden. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Arbeitnehmer befürchten eine Kürzung der Versorgung im Rentenalter auf Grund der stark gestiegenen Verschuldung des Staates. Auch die Angst vor einem Preisanstieg spielt dabei eine hohe Rolle.

Besonders die Riester-Rente verlor durch  die Finanzkrise ihr Ansehen als ideale Alterssicherung. Weniger als ein Viertel der Berufsanfänger planten 2008 solch eine Anlage, dieser Wert fiel innerhalb von zwei Jahren auf neun Prozent.

Nicht nur, dass die jungen Berufstätigen ihre Finanzplanungen und -investitionen zurückfuhren, alarmierend sei auch das Ost-Westgefälle. Im Schnitt zahle der ostdeutsche Bürger 100 Euro monatlich in private Altersvorsorge weniger, als der westdeutsche.

Übereinstimmend steigt jedoch die Ansicht, dass es eine sichere Altersvorsorge nicht gebe, wobei sich auch jedoch  die  Aktzeptanz  des Eigenheimes  als private Sicherheit erhöht. Dr. Michael Meyer, Retailvorstand der Postbank, hierzu: „Wir wissen aus unserer Studie aber, dass für 58 Prozent der Berufstätigen eine staatliche Förderung Anreiz ist, ein Eigenheim zu bauen oder zu kaufen. Hier kann und sollte daher mehr passieren. Auch ist eine Ausweitung der Wohn-Riester-Förderung auf Ausbauten oder altersgerechte Umbauten bestehender Immobilien sinnvoll.“

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