Start Reisen und Touristik Wie Tarzan und Jane durch den Regenwald schwingen


Wie Tarzan und Jane durch den Regenwald schwingen


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Es ist nicht unbedingt etwas für Leute, die unter Höhenangst leiden! Doch wer schwindelfrei und abenteuerlustig und dazu noch Naturfreund ist, der wird mit der Outdoor-Aktivität namens Canopying auf seine Kosten kommen. Vor allem in Ländern Mittelamerikas wie beispielsweise Costa Rica ist dieses Vergnügen die Nummer 1 unter Extremtouristen.

Eine Canopy-Tour ist nicht zu vergleichen mit einem Hochseilgarten, wie wir ihn in Deutschland kennen. Schon allein aufgrund der Umgebung, in der man sich zum Canopying aufmacht! Regenwald soweit das Auge reicht!

Die Reise beginnt meist mit einer kleinen Bergerklimmung. Denn um auf die erste Canopy Plattform zu gelangen, muss man in der Regel einen gewissen Höhenunterschied zurücklegen. Dort angekommen erhält jeder Adrenalin-Fan eine detaillierte Einleitung und die komplette Ausrüstung: Helm,  Sicherheitsgurt und einen speziellen ledernen Handschuh.

Die Gruppe und ihre beiden Guides machen sich dann auf die allererste Plattform. Hier kann sich jeder für sich ein Bild von dem verschaffen, was einem in den kommenden 30 bis 45 Minuten erwartet: Lange Kabel erstrecken sich über den unzähligen Baumkronen von Holzplateau zu Holzplateau. 

In Höhen von bis zu 50 Metern lässt man sich in einer speziellen Vorrichtung, die den Sitzgurt an Ihrem Körper mit dem Kabel verbindet, von Plateau zu Plateau schwingen. Die unterschiedlichen Kabel haben Längen von 30 bis 100 Meter und man kann auf Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h kommen!

Es ist schon ein ganz besonderes Erlebnis, wenn man sein erstes Kabel erklimmt und vom Guide losgelassen wird. Zunächst langsam und dann immer schneller saust man unterhalb des Kabels hängend über das Grün der Bäume des Regenwaldes hinweg.

Mit dem Lederhandschuh gleitet die rechte Hand während der Fahrt am Kabel entlang. Man kann hiermit seine Geschwindigkeit beeinflussen. Lässt man etwas nach oder hält ganz vom Kabel ab, so stoppt man. Ist man noch nicht ganz erfahren, so kann es auf halber Strecke passieren, dass die Handschuhhand den Kontakt zum Kabel verliert und man wie ein Schluck Wasser in der Kurve an seinem Sicherheitsgurt über dem Urwald pendelt.

Doch keine Panik! Einer der beiden Guides wird sich aufmachen und Ihnen am Kabel entgegenkommen, sie gekonnt „abschleppen“ und zum eigentlichen Ziel, der nächsten Plattform bringen. Auch das wird ein Erlebnis sein, dass sie so schnell nicht vergessen werden!

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