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Wikileaks: Assange fürchtet Todesstrafe in den USA

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Am gestrigen Tag fand eine Anhörung im Fall des Wikileaks-Sprechers Julian Assange statt, in dessen Verlauf nicht nur das Datum für die Verhandlung über die Ausweisung Assanges nach Schweden bekanntgegeben wurde, sondern die Anwälte des Australiers, dem in Schweden Sexualdelikte vorgeworfen werden, wiesen darüber hinaus auch auf die Gefahr hin, die das Leben ihres Mandanten bedrohen würde, falls das als neutral geltende skandinavische Land dem zu erwartenden Auslieferungsgesuch der USA Folge leisten würde, da ihn dort möglicherweise die Todesstrafe erwarten könnte.

Die Verteidiger des Wikileaks-Sprechers gehen bei der Argumentation geschickt vor und nutzen das Attentat auf die US-Politikerin Gabrielle Giffords zu einem Versuch, politische Gegner zum Schweigen zu bringen und gleichzeitig ein Argument gegen die Auslieferung zu haben:

So fordert Wikileaks nun ein juristisches Vorgehen gegen aggressive Rhetorik von Politikern, könnten sich doch besonders labile Persönlichkeiten durch eine derartige Wortwahl zu entsprechende Taten aufgefordert fühlen.

Zur Unterstützung der Forderung gegen Hassrhetorik führte die Whistleblowing-Plattform Beispiele aus Kampagnen und Tweets von Sarah Palin, ehemalige Kandidatin auf das Amt der Vizepräsidentin im letzten US-Wahlkampf, an.

Da es aus den USA und von US-Webseiten bereits Morddrohungen gegen Julian Assange selbst gebe, sei er ähnlich bedroht wie das Anschlagsopfer Giffords, so die neuen Argumente der Verteidigung .

Zudem hatte Palin bereits verlangt, Assange „wie einen Taliban zu jagen“. Nicht zuletzt gibt es in den USA Forderungen, Wikileaks zu einer terroristischen Organisation zu erklären und die Enthüllungs-Plattform auf eine Stufe mit islamistischen Terrornetzwerken wie Al-Qaida zu stellen.

Somit könnte Julian Assange, neben den Todesdrohungen und den vermuteten Anklagen wegen Spionage und Verschwörung, als Führer einer solchen terroristischen Vereinigung tatsächlich von der Todesstrafe bedroht sein.

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