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Wikileaks: Nach „Cablegate“ soll Bankenskandal folgen

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Die Veröffentlichung vertraulicher Depeschen von US-Diplomaten durch die Whistleblowing-Plattform Wikileaks ist noch nicht vorüber, Auswertung und Interpretation der ersten Datensätze sind in vollem Gang – da kündigt Wikileaks an, Anfang des nächsten Jahres gäbe es eine Veröffentlichung von Daten, die Einblick in interne Management-Strukturen einer Großbank bieten sollen

Julian Assange, Mitbegründer der Internet-Plattform sprach gegenüber dem US-Nachrichtenmagazin „Forbes“, von einem „Megaleak“, das interne Material einer namentlich noch ungenannten US-Großbank, umfasse in diesem Fall „zehntausende oder hunderttausende Dokumente, je nach Definition.“.

Über die Intention zur Veröffentlichung sagte er, die Dokumente  würde „wahre und repräsentative Einsichten“ darüber bieten „wie sich Banken auf der Management-Ebene verhalten“ und führte weiter aus, „Man kann es das Ökosystem der Korruption nennen“. Es werde offensichtlich, dass die Bankenaufsicht nicht wie gewünscht funktioniere.

Zur Brisanz der Inhalte erklärte Assange, dass es in Folge „vermutlich Untersuchungen und Reformen“, wie etwa Gesetzesänderungen geben werde, die Enthüllungen hätten darüber hinaus durchaus das Potential, „ein oder zwei Banken in die Tiefe zu reißen“. Durch die Veröffentlichung würden die „unethische Praktiken“ innerhalb der Bankenstruktur deutlich.

Assange sprach auch von Einsichten in „die unterstützenden Entscheidungsstrukturen und die interne Ethik des Managements“, vermied im Bezug auf die „ungeheuerliche Übertretungen“ jedoch den Begriff der Kriminalität, da dies noch nicht restlos geklärt sei. „Ich kann nur sagen, dass es klar um unethische Praktiken geht“.

Nach der Bedeutung der geplanten Veröffentlichung gefragt, verglich er diese mit den E-Mails im Skandal um den Energiekonzern Enron im Jahr 2001.

Damals war das Unternehmen, zuvor zehntgrößter Konzern der USA durch die Aufdeckung eines riesigen Bilanzbetrugs kollabiert, die Veröffentlichung von über 500.000 internen E-Mails durch die Federal Energy Regulatory Commission (FERC) im Mai 2002 hatte die die Rekonstruktion der Betrugsstrukturen durch Data Mining ermöglicht.

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