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Wikileaks Spenden-App aus Apple Store entfernt

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Nachdem ein Browserspiel mit den Namen „Cablegate: The Game“, das es Benutzern ermöglicht, spielerisch die Arbeit von Wikileaks real zu unterstützen, unerwarteten Erfolg hatte und weite Verbreitung fand, schien die Sperrung von Wikileaks durch Banken und Unternehmen vergessen – dann gab es Berichte über die mögliche Zensur einer inoffiziellen Wikileaks Spenden-App für iPad und iPhone.

Die Applikation war von Igor Barinow, russischer Entwickler des Unternehmens Hint Solutions herausgegeben und zum Preis von 1,99 Dollar in Apples offiziellem Online AppStore zum Download angeboten worden.

Mit ihr sollten die Dokumente der Whistleblowing-Plattform sowie entsprechende Tweets eingesehen werden können, Benutzer berichteten aber angeblich von eingeschränkten Funktionen. Vom Preis sollte die Hälfte, so wörtlich „Organisationen, die daran arbeiten, die Zukunft der Online-Demokratie zu stärken“ gespendet werden,.

Jetzt ist die Wikileaks-App jedoch aus dem AppStore von Apple entfernt worden und sofort kamen entsprechende Gerüchte auf, Apple habe die Applikation aus dem Angebot entfernen lassen, weil das Unternehmen mögliche juristische Konsequenzen durch die US-Regierung befürchte.

Der Grund scheint dabei jedoch zumindest offiziell in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu liegen. Diese schreiben vor, dass Apps die es ermöglichen an anerkannte wohltätige Organisation zu spenden, selbst kostenlos sein müssen und die Sammlung der Spenden über eine Webseite im Safari oder per SMS erfolgen muss.

Apple scheint die Anwendung somit irrtümlich genehmigt zu habe.

Bis zur Entfernung der App aus dem Online-Angebot von Apple soll die Anwendung 4.434 Mal heruntergeladen worden sein, was Einnahmen in Höhe von 5.825,15 Dollar entspricht und zu einer Spendensumme von 4.434 US-Dollar geführt hat.

Einer veröffentlichten Grafik zufolge sollen aus Deutschland die meisten Downloads getätigt worden sein (1107), mit einem deutlichen Abstand zu den USA (609) auf Platz zwei sowie den Niederlanden (423) auf Platz drei.

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