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Wikileaks startet Mirror-Server Aktion

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Die Whistleblowing-Plattform Wikileaks hat auf die jüngsten Ereignisse seit der Veröffentlichung der Cablegate-Dokumente reagiert und damit begonnen, die Speicherung der Dokumente zu dezentralisieren.

Vorausgegangen waren etwa Drohungen der US-Regierung, anhaltende DDoS-Angriffe auf die Webseite von Wikileaks, sowie die Abschaltung von Angeboten bei Amazon und EveryDNS.net.

In letzten beiden Fällen waren Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen beziehungsweise der Schutzd er Infrastruktur als offizielle Gründe genannt worden.

Zur Dezentralisierung hat Wikileaks nun angefangen, ein weltweites Netz von Mirror-Servern aufzubauen, auf denen die Inhalte gespiegelt werden um diese ständig verfügbar zu halten..

Auf der Schweizer Domain von Wikileaks kann unter wikileaks.ch/mirrors.html eine aktuelle Liste der weltweiten Spiegelserver abgerufen werden. Gegenwärtig werden dort bereits über 200 verschiedene Domains gelistet, deren Zahl weiter steigt.

Weitere Zwischenfälle, oder Versuche durch Zensur, Abschaltungen oder Hacking-Angriffe die künftige Veröffentlichung von Material zu behindern, dürften somit vermutlich deutlich schwieriger werden, da es einer global koordinierter Aktion bedürfen würde um alle Server lahmzulegen..

Wikileaks bittet in diesem Zusammenhang die Betreiber von Unix-Onlineservern um ihre Mithilfe beim Hosting, die Webseite sei inklusive der Botschaftsdokumente der Cablegate-Affäre nur einige Gigabyte groß.

Gleichzeitig macht man dort jedoch auch darauf aufmerksam, dass das Betreiben eines derartigen Mirrors mit Risiken verbunden ist. Diese können vermutlich sowohl sicherheitstechnischer, als je nach Standort des Servers, möglicherweise auch juristischer Art sein.

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