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Zuckerrationierung im Osten

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In Polen müssen die Verbraucher weitaus mehr Geld bezahlen, wenn sie in ihren lokalen Supermärkten Zucker kaufen wollen. Zwischen 1,25 und 1,70 Euro kostet ein Kilogramm Zucker in unserem östlichen Nachbarland. In Deutschland zahlen die Kunden dafür nur um die 65 Cent. Daher haben die Handelsketten wie Rewe, Penny, Lidl und Kaufland in den Grenzregionen in den vergangenen Wochen verstärkt Hamsterkäufe beobachtet.

Teilweise hätten die Kunden, die aus Polen nach Deutschland zum Shoppen kamen, mehrere Dutzend Pakete Zucker auf einmal gekauft, berichtet beispielsweise der Rewe-Sprecher Andreas Krämer. Die Reaktion der Supermärkte auf diese extreme Nachfrage in den Regionen im deutsch-polnischen Grenzgebiet ist konsequent: Der Verkauf von Zucker wird derzeit rationiert.

Die Verkäufer der genannten Lebensmittelgeschäfte sind aktuell dazu angehalten, nur noch „handelsübliche Mengen“ an Zucker zu verkaufen. Das bedeutet, dass jeder Kunde dazu aufgerufen ist, nur noch soviel Zucker einzukaufen, wie dies für die Anzahl seiner Haushaltsmitglieder notwendig ist. Wie dies zu überprüfen ist, ist jedoch schwer nachvollziehbar.

Die Menge an Zucker sei nach wie vor ausreichend, dennoch werde zu vorbeugenden Maßnahmen gegriffen, heißt es vom zur Schwarz-Gruppe gehörenden Discounter Lidl. Die Reaktion solle nach Aussage einer Unternehmenssprecherin vor allem sicherstellen, dass die Versorgung der Verbraucher stabil bliebe.

Eine konkrete Vorgabe wie viel Zucker pro Kunde über den Ladentisch gehen dürfe, gebe es nach Angaben Rewes nicht. Ein Sprecher versicherte jedoch, dass der normale Kunde, der keine Zucker-Hamsterkäufe tätige, keinen Unterschied zu seinen bisherigen Einkäufen verspüren werde.

Die Rationierung helfe vor allem dabei, die Kunden in der breiten Masse zufrieden zu stellen, heißt es weiter von Rewe. Wenn kein Zucker mehr in den Regalen steht, da ein anderer Kunde diesen in großen Mengen gekauft habe, so würde dies bei den Konsumenten, die keinen Zucker mehr abbekommen haben, nur unnötig zu Ärger führen.

Wer Zucker in großen Mengen kaufen müsse, da er diesen professionelle benötigt, der sollte auf Anraten des Rewe-Sprechers seinen Vorrat im Großhandel beziehen. Denn grundsätzlich ist der Rohstoff Zucker in Europa noch nicht knapp geworden.

1 KOMMENTAR

  1. Das hatten wir doch wohl schon einmal hier im Osten.
    Allerdings wurde Zucker so weit ich zurückdenken kann bei Honecker nicht rationiert.
    Es mag sein, dass in Grenznähe zu Polen Hamsterkäufe an der Tagesordnung sind.
    Aber den Zucker dann z.B. auch in Thüringen zu rationieren ist Unvermögen.
    Bei den Gurken waren es die Spanier, beim Zucker die Polen.
    Mal sehen welche Märchen uns weiter so aufgetischt werden um den Staatsbankrott zu vertuschen.
    Die Handelsketten tun ja ganz so als hätten sie am Zucker nichts verdient.
    Welcher Händler rationiert denn Ware wenn er durch hohen Abverkauf mehr verdienen kann.
    Nein es ist das Unvermögen den Bedarf zu decken.
    Dieses Land ist genauso bankrott wie der Rest der Eurozone.
    Alle reden vom Aufschwung, ich frage mich nur wo der stattfindet.
    Zu Zeiten von Honecker wurde ein Sack Getreide geerntet und bis alle so ihre Meldungen gemacht hatten war der Abschlussbericht in Berlin dann bei einem Güterzug voll Getreide welches geerntet wurde.
    Das ist wie mit der Arbeitslosen.
    Ein Harz 4 Empfänger taucht in der Statistik gar nicht auf, Leute die in 1 Euro Jobs stecken oder in dubiosen Maßnahmen und Umschulungen auch nicht.
    Wird die Zahl zu hoch wird eine neue Maßnahme erfunden.
    Subventionen auch von Lebensmitteln und Falschmeldungen über angebliche Wirtschaftsstärke haben schon Honecker das Genick gebrochen, es hat nur eine Weile gedauert.
    Wir sind auf dem Besten weg dazu, mit dem Zucker ist nur der Anfang gemacht.

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