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Zusatzschichten bei Daimler

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Wegen der anhaltend hohen Nachfrage beim Autobauer Daimler müssen sich Kunden auf längere Wartezeiten einstellen. Begehrt sind vor allem Oberklassemodelle von Mercedes-Benz in China und den USA. Neuwagenkäufer müssen etwa bei einer Bestellung eines Mercedes C-Klasse mit mehreren Monaten Lieferzeiten rechnen.

Es werde überall an die Kapazitätsgrenzen gestoßen, die Mitarbeiter in den deutschen Produktionsstätten schieben Zusatzschichten.  Probleme bereitet vor allem die Frage, wie rechtzeitig und in ausreichender Zahl alle die benötigten Teile beschafft werden können. Der Stuttgarter Autobauer steuert auf einen Produktionsrekord zu: mehr als 1,2 Millionen PKW sollen bis Ende Dezember vom Band gelaufen sein. Am Erfolg sollen die Beschäftigten beteiligt werden, inwiefern ist jedoch nicht klar.

Nach dem global schwierigen Wirtschaftsjahr 2009 läuft es in der deutschen Autobranche wieder rund: Die Nachfrage aus China ist ungebrochen. Daimler-Vorstandschef  Zetsche äußerte sich zuversichtlich, den für 2010 in Aussicht gestellten operativen Gewinn von mehr als sieben Milliarden Euro zu erreichen sowie den Wachstumstrend fortzusetzen. „Die Zahl der Autos in der Welt wird sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln: Es geht beschleunigt bergauf, wir sind wieder eine Wachstumsindustrie“, äußerte sich Zetsche.

Auch Autozulieferer freuen sich auf künftig bessere Zeiten. Der Filterspezialist Mann+Hummel etwa konnte dieses Jahr mehr als 1000 neue Mitarbeiter einstellen. Fast ein Fünftel der neuen Jobs entstanden in China. Unternehmenschef Weber sieht auch viel Potenzial in Indien, da das Land ähnliche Chancen wie China biete.

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